©LigaInsider/Getty ImagesTop-Elf-Prognose: SC Paderborn 07 im Check
In diesem Check richten wir den Fokus auf den frischgebackenen Aufsteiger SC Paderborn 07 . Nach dem dramatischen Relegations-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg arbeiten die Ostwestfalen weiter daran, ihren Kader gezielt für das Abenteuer Bundesliga zu verstärken. Mit Nahuel Noll wurde inzwischen bereits ein Nachfolger für Dennis Seimen gefunden, während vor allem in der Offensive weiterhin Bewegung zu erwarten ist. Unsere Prognose basiert aktuell auf einem 3-5-2 beziehungsweise 3-4-1-2, das Trainer Ralf Kettemann je nach Gegner flexibel interpretieren dürfte. Wie immer gilt: Die Top-Elf stellt eine Momentaufnahme dar und wird im Verlauf des Transfersommers kontinuierlich an neue Entwicklungen angepasst. Top-Elf: Nahuel Noll (23) Die größte Baustelle zwischen den Pfosten hat der SCP inzwischen geschlossen. Nach der Rückkehr von Dennis Seimen zum VfB Stuttgart verpflichteten die Ostwestfalen Nahuel Noll auf Leihbasis von der TSG Hoffenheim. Der 23-Jährige bringt trotz seines jungen Alters bereits Erfahrung auf hohem Niveau mit und soll den Abgang des Erfolgsgaranten der Aufstiegssaison auffangen. Rechter Innenverteidiger: Tjark Scheller (24) | Alternativen: Nyamekye Awortwie-Grant (25), Neuzugang Der Abgang von Calvin Brackelmann zum FC Augsburg reißt eine gewaltige Lücke in die Paderborner Dreierkette – sowohl spielerisch als auch bei Standardsituationen. Hier verliert der SCP einen wichtigen Baustein. Auffangen soll dieses Defizit zunächst Tjark Scheller. Der 24-Jährige knackte in der vergangenen Saison als einziger SCP-Verteidiger die Marke von 3.000 Einsatzminuten und überzeugte insbesondere in den entscheidenden Saisonspielen mit stabilen Leistungen. Gleichzeitig ist nicht ausgeschlossen, dass die Ostwestfalen auf dieser Position noch einmal personell nachlegen. Mit Nyamekye Awortwie-Grant steht zudem ein spannender Neuzugang vom FC Energie Cottbus bereit, das ebenfalls auf Einsatzminuten hoffen darf. Zentraler Innenverteidiger: Felix Götze (28) Wenn er keine körperlichen Probleme hat, führt am Paderborner Kapitän kaum ein Weg vorbei. Zwar verlief seine zweite Saison beim SCP nicht ganz so fehlerfrei wie seine Premierenspielzeit, an seiner Bedeutung für die Mannschaft änderte das allerdings wenig. Kampfgeist, Führungsqualität und Erfahrung machen Götze weiterhin zum Fixpunkt der Defensive. Zum Saisonende bremsten ihn Adduktorenprobleme aus, weshalb er sich in der Relegation zunächst mit einer Jokerrolle begnügen musste. Fit gehört der gebürtige Dortmunder jedoch weiterhin zu den ersten Namen auf dem Spielberichtsbogen. Linker Innenverteidiger: Marcel Hoffmeier (26) Er ist gewissermaßen der interne Neuzugang für die Bundesliga-Saison. Hoffmeier gehörte vor seinem Kreuzbandriss zu den formstärksten Paderbornern, ehe ihn die schwere Verletzung im vergangenen August ausbremste. Nach monatelanger Reha kehrte der Defensivallrounder zu den Relegationsspielen zumindest wieder in den Kader zurück. Mit dem Ball am Fuß ist Hoffmeier der spielstärkste Verteidiger des SCP. Sowohl sein Passspiel als auch sein mutiges Andribbeln aus der Dreierkette verleihen dem Aufbauspiel eine zusätzliche Qualität. Dank seiner Beidfüßigkeit sehen wir ihn aktuell als idealen Nachfolger von Brackelmann auf der linken Halbverteidigerposition. Rechte Schiene: Laurin Curda (24) | Alternative: Neuzugang Der absolute Überflieger der Aufstiegssaison. Curda war mit 13,3 gewonnenen Duellen pro Partie der zweikampfstärkste Spieler der 2. Bundesliga, gab mannschaftsintern die meisten Torschüsse ab und krönte seine starke Saison mit dem entscheidenden Treffer in der Relegation gegen Wolfsburg. Das Interesse anderer Vereine ist weiterhin vorhanden. Sollte Curda den Ostwestfalen erhalten bleiben, führt auf der rechten Schiene allerdings kein Weg an ihm vorbei. Defensives Mittelfeld: Santiago Castañeda (21) Der US-Amerikaner mit kolumbianischen Wurzeln bleibt der defensive Anker im Paderborner Zentrum. Nachdem Trainer Kettemann rund um den Jahreswechsel zeitweise mehr Offensivdrang von ihm einforderte, entwickelte sich Castañeda zu einem deutlich kompletteren Mittelfeldspieler. Trotz seiner verbesserten Präsenz nach vorne bleibt der 21-Jährige der tiefste und absichernde Part im Dreiermittelfeld. Mit seiner Ballsicherheit, seinem Spielverständnis und seiner Balance dürfte er auch in der Bundesliga eine Schlüsselrolle einnehmen. Zentrales Mittelfeld: Luka Đurić (23) | Alternative: Ruben Müller (20) Für die kreativen Momente im Zentrum rechnen wir weiterhin mit Luka Đurić. Der Neuzugang gehörte bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim zu den auffälligsten Akteuren der vergangenen Drittligasaison und durfte bereits regelmäßig bei den Profis mittrainieren. Der Sprung in die Bundesliga ist zwar groß, doch Đurić bringt viel Potenzial mit und dürfte sich ein spannendes Duell mit Ruben Müller liefern. Aktuell sehen wir den Neuzugang im Vorteil. Zentrales Mittelfeld: Mika Baur (21) | Alternative: Neuzugang Neben Curda war Baur die wohl größte positive Überraschung der vergangenen Saison. Nachdem er zunächst nur eine Nebenrolle gespielt hatte und zwischenzeitlich sogar verliehen worden war, entwickelte er sich unter Kettemann zum Dreh- und Angelpunkt des Paderborner Spiels. Mit vier Toren, sechs Vorlagen und den meisten abgespulten Kilometern innerhalb der Mannschaft empfahl sich der 21-Jährige sogar für die deutsche U21-Nationalmannschaft. Bleibt Baur trotz des vorhandenen Interesses anderer Vereine in Paderborn, ist er als verbindendes Glied zwischen Defensive und Offensive aus unserer Sicht gesetzt. Linke Schiene: Raphael Obermair (30) Nachdem dem Vizekapitän im Vorjahr ein Wechsel zum 1. FC Köln verwehrt geblieben war, zählte Obermair auch in der Aufstiegssaison mit neun Scorerpunkten (zwei Tore, sieben Vorlagen) wieder zu den wichtigsten Offensivakteuren des SCP. Ein Achillessehnenanriss setzte ihn seit Mitte April außer Gefecht, zum Start der Sommervorbereitung wird der frischgebackene philippinische Nationalspieler allerdings wieder fit erwartet. Paderborn verfügt über eine Vertragsoption, die Obermair auch über 2027 hinaus an den Verein bindet. Entsprechend rechnen wir weiterhin fest mit dem 30-Jährigen auf der linken Schiene. Stürmer: Neuzugang | Alternative: Stefano Marino (22) Trotz des Aufstiegs bleibt der Sturm die größte Baustelle der Ostwestfalen. Stefano Marino legte zwar eine vielversprechende Entwicklung hin und sammelte sechs Tore sowie zwei Vorlagen, der Sprung zur unumstrittenen Stammkraft in der Bundesliga erscheint zum jetzigen Zeitpunkt aber noch etwas groß. Der 22-Jährige bringt zweifellos das Potenzial mit, sich perspektivisch auch im Oberhaus durchzusetzen. Nach aktuellem Stand rechnen wir jedoch damit, dass der SCP trotz begrenzter finanzieller Mittel noch einen weiteren Stürmer mit Startelfpotenzial verpflichten möchte. Stürmer: Filip Bilbija (26) | Alternative: Oliver Batista Meier (24) Mit 15 Saisontoren führte Bilbija den SC Paderborn in die Bundesliga. Unvergessen bleiben dabei sein Viererpack gegen Magdeburg sowie der wichtige Ausgleichstreffer im Relegations-Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg. Sportlich bleibt der Angreifer damit weiterhin einer der wichtigsten Spieler des Aufsteigers. Allerdings ist sein Vertrag inzwischen ausgelaufen, weshalb Bilbija aktuell offiziell vereinslos ist. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung dauern jedoch weiterhin an. Solange ein Verbleib realistisch erscheint, rechnen wir auch künftig mit ihm als erster Option im Sturmzentrum. Mit Oliver Batista Meier hat Paderborn derweil bereits zusätzliche Kreativität verpflichtet. Der Offensivspieler kommt mit zehn Scorerpunkten in der vergangenen Zweitliga-Saison von Preußen Münster und dürfte den Konkurrenzkampf im letzten Drittel zusätzlich beleben. Die größte Aufgabe für Trainer Ralf Kettemann wird darin bestehen, die richtige Balance zwischen dem mutigen Ballbesitzfußball der Aufstiegssaison und der in der Bundesliga notwendigen Kompaktheit zu finden. Mit einem 3-5-2 beziehungsweise 3-4-1-2 dürfte der SCP über ausreichend Stabilität verfügen, ohne seine spielerische Identität komplett aufzugeben. Eine wichtige Personalie ist inzwischen geklärt: Mit Nahuel Noll wurde ein Nachfolger für Dennis Seimen gefunden, der als neue Nummer eins in die Saison gehen wird. In der Defensive soll Marcel Hoffmeier nach seinem Kreuzbandriss den Abgang von Calvin Brackelmann auffangen, während auf der rechten Seite weiterhin offen bleibt, ob noch ein weiterer Innenverteidiger verpflichtet wird. Im Mittelfeld besitzt Paderborn mit Castañeda, Đurić und Baur eine spielstarke und entwicklungsfähige Zentrale, die allerdings auch zu den jüngsten der Bundesliga zählen dürfte. Sollte insbesondere Baur trotz vorhandener Interessenten gehalten werden können, wäre das für den Aufsteiger ein enorm wichtiger Baustein. Die größten Fragezeichen bestehen weiterhin in der Offensive. Neben der offenen Zukunft von Topscorer Filip Bilbija dürfte vor allem die Verpflichtung eines weiteren bundesligatauglichen Mittelstürmers hohe Priorität genießen. Stefano Marino bringt großes Entwicklungspotenzial mit, während Oliver Batista Meier zusätzliche Kreativität und Variabilität in den Offensivbereich einbringen soll. Gelingt es dem SCP, die verbliebene Mannschaft zusammenzuhalten und punktuell nachzubessern, trauen wir den Ostwestfalen durchaus zu, im Kampf um den Klassenerhalt für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Zum Abschluss: Unsere Team-Checks und Prognosen leben immer vom Austausch mit der LigaInsider-Community . Ihr liefert uns mit euren Kommentaren und Argumenten regelmäßig wertvolle Denkanstöße, die wir in unsere redaktionelle Arbeit einbeziehen. Daher seid jetzt auch ihr gefragt: Traut ihr Nahuel Noll den direkten Sprung zur Nummer eins in der Bundesliga zu? Reicht Stefano Marino bereits für die Startelf oder sollte Paderborn im Sturm unbedingt noch nachlegen? Und wie bewertet ihr die Chancen des jungen Mittelfelds um Castañeda, Đurić und Baur im Bundesliga-Oberhaus? Diskutiert mit uns in den Kommentaren! Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „ “. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden. Übersicht aller weiteren Team-Checks
In diesem Top-Elf-Check richten wir den Fokus auf den frischgebackenen Aufsteiger SC Paderborn 07. Nach dem dramatischen Relegations-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg arbeiten die Ostwestfalen weiter daran, ihren Kader gezielt für das Abenteuer Bundesliga zu verstärken. Mit Nahuel Noll wurde inzwischen bereits ein Nachfolger für Dennis Seimen gefunden, während vor allem in der Offensive weiterhin Bewegung zu erwarten ist. Unsere Prognose basiert aktuell auf einem 3-5-2 beziehungsweise 3-4-1-2, das Trainer Ralf Kettemann je nach Gegner flexibel interpretieren dürfte.
Wie immer gilt: Die Top-Elf stellt eine Momentaufnahme dar und wird im Verlauf des Transfersommers kontinuierlich an neue Entwicklungen angepasst.
Top-Elf: Nahuel Noll (23)
Die größte Baustelle zwischen den Pfosten hat der SCP inzwischen geschlossen. Nach der Rückkehr von Dennis Seimen zum VfB Stuttgart verpflichteten die Ostwestfalen Nahuel Noll auf Leihbasis von der TSG Hoffenheim. Der 23-Jährige bringt trotz seines jungen Alters bereits Erfahrung auf hohem Niveau mit und soll den Abgang des Erfolgsgaranten der Aufstiegssaison auffangen.
Rechter Innenverteidiger: Tjark Scheller (24) | Alternativen: Nyamekye Awortwie-Grant (25), Neuzugang
Der Abgang von Calvin Brackelmann zum FC Augsburg reißt eine gewaltige Lücke in die Paderborner Dreierkette – sowohl spielerisch als auch bei Standardsituationen. Hier verliert der SCP einen wichtigen Baustein.
Auffangen soll dieses Defizit zunächst Tjark Scheller. Der 24-Jährige knackte in der vergangenen Saison als einziger SCP-Verteidiger die Marke von 3.000 Einsatzminuten und überzeugte insbesondere in den entscheidenden Saisonspielen mit stabilen Leistungen. Gleichzeitig ist nicht ausgeschlossen, dass die Ostwestfalen auf dieser Position noch einmal personell nachlegen. Mit Nyamekye Awortwie-Grant steht zudem ein spannender Neuzugang vom FC Energie Cottbus bereit, der ebenfalls auf Einsatzminuten hoffen darf.
Zentraler Innenverteidiger: Felix Götze (28)
Wenn er keine körperlichen Probleme hat, führt am Paderborner Kapitän kaum ein Weg vorbei. Zwar verlief seine zweite Saison beim SCP nicht ganz so fehlerfrei wie seine Premierenspielzeit, an seiner Bedeutung für die Mannschaft änderte das allerdings wenig. Kampfgeist, Führungsqualität und Erfahrung machen Götze weiterhin zum Fixpunkt der Defensive.
Zum Saisonende bremsten ihn Adduktorenprobleme aus, weshalb er sich in der Relegation zunächst mit einer Jokerrolle begnügen musste. Fit gehört der gebürtige Dortmunder jedoch weiterhin zu den ersten Namen auf dem Spielberichtsbogen.
Linker Innenverteidiger: Marcel Hoffmeier (26)
Er ist gewissermaßen der interne Neuzugang für die Bundesliga-Saison. Hoffmeier gehörte vor seinem Kreuzbandriss zu den formstärksten Paderbornern, ehe ihn die schwere Verletzung im vergangenen August ausbremste. Nach monatelanger Reha kehrte der Defensivallrounder zu den Relegationsspielen zumindest in den Kader zurück.
Mit dem Ball am Fuß ist Hoffmeier der spielstärkste Verteidiger des SCP. Sowohl sein Passspiel als auch sein mutiges Andribbeln aus der Dreierkette verleihen dem Aufbauspiel eine zusätzliche Qualität. Dank seiner Beidfüßigkeit sehen wir ihn aktuell als idealen Nachfolger von Brackelmann auf der linken Halbverteidigerposition.
Rechte Schiene: Laurin Curda (24) | Alternative: Neuzugang
Der absolute Überflieger der Aufstiegssaison. Curda war mit 13,3 gewonnenen Duellen pro Partie der zweikampfstärkste Spieler der 2. Bundesliga, gab mannschaftsintern die meisten Torschüsse ab und krönte seine starke Saison mit dem entscheidenden Treffer in der Relegation gegen Wolfsburg.
Interesse anderer Vereine ist aber vorhanden. Insbesondere der 1. FSV Mainz 05 baggert intensiv am Abwehrmann des Aufsteigers: Es sollen bereits fortgeschrittene Gespräche stattfinden, wie Sky berichtete. Brisant: Der Vertrag soll nur noch bis 2027 gültig sein (Sky), sodass dann ein ablösefreier Verlust des Leistungsträgers droht, sofern in diesem Sommer nichts passiert (Verlängerung, Verkauf). Sollte Curda den Ostwestfalen erhalten bleiben, führt auf der rechten Schiene allerdings kein Weg an ihm vorbei.
Defensives Mittelfeld: Santiago Castañeda (21)
Der US-Amerikaner mit kolumbianischen Wurzeln bleibt der defensive Anker im Paderborner Zentrum. Nachdem Trainer Kettemann rund um den Jahreswechsel zeitweise mehr Offensivdrang von ihm einforderte, entwickelte sich Castañeda zu einem deutlich kompletteren Mittelfeldspieler.
Trotz seiner verbesserten Präsenz nach vorne bleibt der 21-Jährige der tiefste und absichernde Part im Dreiermittelfeld. Mit seiner Ballsicherheit, seinem Spielverständnis und seiner Balance dürfte er auch in der Bundesliga eine Schlüsselrolle einnehmen.
Zentrales Mittelfeld: Luka Đurić (23) | Alternative: Ruben Müller (20)
Für die kreativen Momente im Zentrum rechnen wir weiterhin mit Luka Đurić. Der Neuzugang gehörte bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim zu den auffälligsten Akteuren der vergangenen Drittligasaison und durfte bereits regelmäßig bei den Profis mittrainieren.
Der Sprung in die Bundesliga ist zwar groß, doch Đurić bringt viel Potenzial mit und dürfte sich ein spannendes Duell mit Ruben Müller liefern. Aktuell sehen wir den Neuzugang im Vorteil.
Zentrales Mittelfeld: Mika Baur (21) | Alternative: Neuzugang
Neben Curda war Baur die wohl größte positive Überraschung der vergangenen Saison. Nachdem er zunächst nur eine Nebenrolle gespielt hatte und zwischenzeitlich sogar verliehen worden war, entwickelte er sich unter Kettemann zum Dreh- und Angelpunkt des Paderborner Spiels.
Mit vier Toren, sechs Vorlagen und den meisten abgespulten Kilometern innerhalb der Mannschaft empfahl sich der 21-Jährige sogar für die deutsche U21-Nationalmannschaft. Bleibt Baur trotz des vorhandenen Interesses anderer Vereine in Paderborn, ist er als verbindendes Glied zwischen Defensive und Offensive aus unserer Sicht gesetzt.
Linke Schiene: Raphael Obermair (30)
Nachdem dem Vizekapitän im Vorjahr ein Wechsel zum 1. FC Köln verwehrt geblieben war, zählte Obermair auch in der Aufstiegssaison mit neun Scorerpunkten (zwei Tore, sieben Vorlagen) wieder zu den wichtigsten Offensivakteuren des SCP. Ein Achillessehnenanriss setzte ihn seit Mitte April außer Gefecht, zum Start der Sommervorbereitung wird der frischgebackene philippinische Nationalspieler allerdings wieder fit erwartet.
Paderborn verfügt über eine Vertragsoption, die Obermair auch über 2027 hinaus an den Verein bindet. Entsprechend rechnen wir weiterhin fest mit dem 30-Jährigen auf der linken Schiene.
Stürmer: Neuzugang | Alternative: Stefano Marino (22)
Trotz des Aufstiegs bleibt der Sturm die größte Baustelle der Ostwestfalen. Stefano Marino legte zwar eine vielversprechende Entwicklung hin und sammelte sechs Tore sowie zwei Vorlagen, der Sprung zur unumstrittenen Stammkraft in der Bundesliga erscheint zum jetzigen Zeitpunkt aber noch etwas groß.
Der 22-Jährige bringt zweifellos das Potenzial mit, sich perspektivisch auch im Oberhaus durchzusetzen. Nach aktuellem Stand rechnen wir jedoch damit, dass der SCP trotz begrenzter finanzieller Mittel noch einen weiteren Stürmer mit Startelfpotenzial verpflichten möchte.
Stürmer: Filip Bilbija (26) | Alternative: Oliver Batista Meier (24)
Mit 15 Saisontoren führte Bilbija den SC Paderborn in die Bundesliga. Unvergessen bleiben dabei sein Viererpack gegen Magdeburg sowie der wichtige Ausgleichstreffer im Relegations-Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg. Sportlich bleibt der Angreifer damit weiterhin einer der wichtigsten Spieler des Aufsteigers.
Allerdings ist sein Vertrag inzwischen ausgelaufen, weshalb Bilbija aktuell offiziell vereinslos ist. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung dauern jedoch weiterhin an. Solange ein Verbleib realistisch erscheint, rechnen wir auch künftig mit ihm als erster Option im Sturmzentrum.
Mit Oliver Batista Meier hat Paderborn derweil bereits zusätzliche Kreativität verpflichtet. Der Offensivspieler kommt mit zehn Scorerpunkten in der vergangenen Zweitliga-Saison von Preußen Münster und dürfte den Konkurrenzkampf im letzten Drittel zusätzlich beleben.
Die größte Aufgabe für Trainer Ralf Kettemann wird darin bestehen, die richtige Balance zwischen dem mutigen Ballbesitzfußball der Aufstiegssaison und der in der Bundesliga notwendigen Kompaktheit zu finden. Mit einem 3-5-2 beziehungsweise 3-4-1-2 dürfte der SCP über ausreichend Stabilität verfügen, ohne seine spielerische Identität komplett aufzugeben.
Voraussichtliche Top-Elf 26/27




Noll


Hoffmeier


Götze


Scheller


Obermair


Baur


Castañeda


Đurić


Curda


Neuzugang


Neuzugang
Eine wichtige Personalie ist inzwischen geklärt: Mit Noll wurde ein Nachfolger für Seimen gefunden, der als neue Nummer eins in die Saison gehen wird. In der Defensive könnte Hoffmeier nach seinem Kreuzbandriss den Abgang von Brackelmann auffangen, während weiterhin offen bleibt, ob noch ein weiterer Innenverteidiger verpflichtet wird.
Im Mittelfeld besitzt Paderborn mit Castañeda, Đurić und Baur eine spielstarke und entwicklungsfähige Zentrale, die allerdings auch zu den jüngsten der Bundesliga zählen dürfte. Sollte insbesondere Baur trotz vorhandener Interessenten gehalten werden können, wäre das für den Aufsteiger ein enorm wichtiger Baustein.
Die größten Fragezeichen bestehen weiterhin in der Offensive. Neben der offenen Zukunft von Topscorer Bilbija dürfte vor allem die Verpflichtung eines weiteren bundesligatauglichen Mittelstürmers hohe Priorität genießen. Marino bringt großes Entwicklungspotenzial mit, während Batista Meier zusätzliche Kreativität und Variabilität in den Offensivbereich einbringen soll. Gelingt es dem SCP, die verbliebene Mannschaft zusammenzuhalten und punktuell nachzubessern, trauen wir den Ostwestfalen durchaus zu, im Kampf um den Klassenerhalt für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.
Zum Abschluss: Unsere Team-Checks und Prognosen leben immer vom Austausch mit der LigaInsider-Community. Ihr liefert uns mit euren Kommentaren und Argumenten regelmäßig wertvolle Denkanstöße, die wir in unsere redaktionelle Arbeit einbeziehen.
Daher seid jetzt auch ihr gefragt: Traut ihr Nahuel Noll den direkten Sprung zur Nummer eins in der Bundesliga zu? Reicht Stefano Marino bereits für die Startelf oder sollte Paderborn im Sturm unbedingt noch nachlegen? Und wie bewertet ihr die Chancen des jungen Mittelfelds um Castañeda, Đurić und Baur im Bundesliga-Oberhaus? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden.
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