Sommer-Neuzugang Yukhym Konoplya wird fürs Erste in die Zuschauerrolle bei Borussia Mönchengladbach gezwungen. Der Rechtsverteidiger erlitt im Vorbereitungsspiel gegen Rot-Weiss Essen einen Innenbandanriss im rechten Knie und fällt vorerst aus.
Nach Auswertung der LigaInsider-Datenbank liegt der statistische Mittelwert (Median) bei einer derartigen Verletzung bei rund sieben Wochen Ausfallzeit. Da der Bundesliga-Auftakt am 28. August ansteht, wird es für den 26-jährigen Neuzugang extrem eng, rechtzeitig fit zu werden. Ein Einsatz am 1. Spieltag erscheint aktuell mehr als fraglich.
Sollte Konoplya zum Saisonstart fehlen, müsste Trainer Eugen Polanski auf der rechten Abwehrseite umplanen. Die naheliegende Option ist Joe Scally, obwohl er derzeit eigentlich als Wechselkandidat gilt.
Scally zeichnet sich vor allem durch viel Laufarbeit und Intensität aus. Im Spiel nach vorne blieb der US-Amerikaner jedoch oft limitiert, weshalb Gladbach mit Konoplya eigentlich mehr offensive Durchschlagskraft über die Außenbahn dazugewinnen wollte.
Ebenfalls eine Option ist Kevin Diks. Der gelernte Innenverteidiger hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er auch als Außenverteidiger auflaufen kann. Sein Einsatz wäre aber eher ein Schritt zurück zur Dreier- bzw. Fünferkette. Genau diese Systematik soll jedoch eingemottet werden.
Eine weitere Alternative bietet sich mit Allrounder Jens Castrop, der allerdings primär für das zentrale Mittelfeld eingeplant ist und als Außenverteidiger in einer Viererkette die neuen Anforderungen ebenfalls nicht vollständig erfüllen kann: Er stellt in diesem Konstrukt eine offensivere Variante dar.
Ob die Gladbacher einem Verkauf von Scally angesichts dieser Entwicklung nun zustimmen würden, hängt vermutlich auch von Konoplyas Genesungsprozess ab. Möglicherweise sieht sich der Klub auch veranlasst, noch auf dem Transfermarkt aktiv zu werden.


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