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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©Getty Images/LigaInsider

Konoplya-Transfer: Scally unter Druck?

Borussia Mönchengladbach arbeitet weiter sichtbar an der Kaderstruktur für die kommende Saison. Besonders auf den Schienenpositionen nimmt der Plan zunehmend Form an. Nach dem bereits feststehenden Transfer von David Herold für die linke Seite verstärkt Borussia Mönchengladbach nun auch die rechte Außenbahn: Yukhym Konoplya ist offiziell an den Niederrhein gewechselt.

 

Der 26-Jährige kommt vom FK Shakhtar Donetsk, bringt 27 Länderspiele (zwei Tore) für die Ukraine sowie Erfahrung aus der Champions League mit und könnte genau auf jener Position Konkurrenz schaffen, auf der Gladbach zuletzt praktisch alternativlos war. Joe Scally absolvierte in der vergangenen Bundesliga-Saison 29 Startelfeinsätze und kam insgesamt auf 32 Ligapartien. Seine durchschnittliche LigaInsider-Note von 3,98 zeigt allerdings, dass die rechte Seite nicht immer die gewünschte Stabilität lieferte.

 

Warum Konoplya sportlich interessant ist

Konoplyas Profil unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von Scally. Der Ukrainer wirkt weniger wie ein rein absichernder Rechtsverteidiger, sondern eher wie ein stark offensiv eingebundener Außenverteidiger, der über Flanken, Torschussvorlagen und Aktionen im Angriffsspiel Mehrwert liefern kann.

 

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Stand der Daten in der Grafik: 22.05.26 - Hinweis: Durch Anklicken der Grafik ist ein hineinzoomen möglich.

 

Auffällig sind in der Grafik vor allem seine starken Werte bei Torschussvorlagen, Flankengenauigkeit und kreierten Großchancen. Auch bei Schüssen aufs Tor liegt er im Positionsvergleich weit vorne. Das deutet auf einen Spieler hin, der die rechte Seite nicht nur besetzt, sondern im Offensivspiel tatsächlich Einfluss nehmen kann.

 

Genau darin liegt der größte Unterschied zur bisherigen Gladbacher Besetzung. Scally bringt zwar viel Laufarbeit und Intensität mit, blieb im Spiel nach vorne aber häufig limitiert. Besonders bei Pässen ins letzte Drittel, Flankengenauigkeit und genereller Offensivgefahr hatte Gladbach rechts Luft nach oben.

 

Gleichzeitig sollte man Konoplyas Profil nicht zu glattzeichnen. Der Ukrainer ist kein fehlerfreier Ballbesitzspieler, der automatisch Ruhe und Sicherheit bringt. Die Grafik zeigt ebenfalls, dass bei Ballverlusten weiterhin Luft nach oben bleibt und er zu viele Bälle verliert. Defensiv wirkt er im Vergleich zu Scally zwar etwas weniger fehleranfällig und bringt insgesamt ein ordentliches Grundniveau mit, bei erfolgreichen Defensivduellen besteht allerdings ebenfalls noch Entwicklungspotenzial, besonders wenn man den Niveauunterschied der Ligen betrachtet, handelt es sich erstmal nicht um ein Upgrade.

 

Damit entsteht ein recht klares Bild: Konoplya ist nicht einfach das defensive Upgrade für Scally, sondern vor allem ein anderer Spielertyp. Mehr offensive Präsenz, mehr Aktivität im Angriffsspiel, aber auch weiterhin mit Risiken im Ballbesitz und der defensiven Absicherung.

 

So könnte Gladbach künftig auftreten

Besonders spannend wird der Transfer im Kontext des möglichen Gladbacher Systems für die Saison 2026/27. Trainer Eugen Polanski ist im Amt bestätigt und Sportchef Rouven Schröder betonte zuletzt die Rückkehr zur Viererkette als Grundordnung. Das birgt grundsätzlich einiges an offensivem Potenzial, dürfte aber auch defensive Schwierigkeiten mit sich bringen.


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Grundsätzlich positiv dürfte es sein, dass sich das künftige Mittelfeld-Trio in den Idealpositionen befindet. Neben dem optimalen 4-3-3, könnte auch ein 4-2-3-1 möglich sein, indem Sander und Leopold die Doppel-Sechs bilden und Castrop die Zehner-Position übernimmt. Das bleibt abzuwarten.

 

Es wird spannend zu sehen sein, wie die neuen Außenverteidiger Herold und Konoplya diese Aufgabe meistern. Konoplya kennt die Viererkette aus seinem früheren Verein, konnte defensiv jedoch oft nicht überzeugen, war dafür offensiv stark eingebunden und zeigte dort seine Qualitäten. Herold hingegen spielte überwiegend in einer Dreier- bzw. Fünferkette, wo er zu den besten 22 % der Außenverteidiger in der zweiten Liga bei defensiven Duellen zählte. Dort konnte er befreiter verteidigen, da er wusste, dass ein Halbverteidiger hinter ihm zusätzlich eingreifen kann – ein Vorteil, der in der Viererkette meist wegfällt. Zudem müssen sich beide an die schnellen und flügellastigen Angriffe der Bundesliga gewöhnen. Ein Umstand, der besonders in der Anfangszeit zu einigen defensiven Anfälligkeiten führen könnte.

 

Gleichzeitig bietet die Umstellung neben der guten Mittelfeldeinbindung weitere Möglichkeiten im Pressing und Gegenpressing, welches die Gladbacher Umschaltsituationen, sowohl offensiv als auch defensiv deutlich verbessern könnte.

 

 

Prognose zur möglichen Spielzeit

Ich prognostiziere Yukhym Konoplya eine mögliche Einsatzzeit von 1700–1900/3000 Spielminuten in der Liga.

 

Hinweis: Die Spielzeit ist abhängig von Sperren, Verletzungen, Mehrfachbelastung usw. – die Mehrfachbelastung der Vereine versuche ich ungefähr mit einzukalkulieren. Die ungefähre Maximalspielzeit pro Ligasaison liegt bei ca. 3000 Minuten. Diese hat bspw. Patrick Mainka erreicht, der weder gesperrt noch verletzt war und auch keine europäischen Wettbewerbe gespielt hat. Zum Vergleich liegen Spieler wie Dayot Upamecano oder Jonathan Tah bei rund 1700–2000 Spielminuten und gelten dennoch als Stammspieler. Die Prognose der Spielzeit gilt deshalb als Anhaltspunkt für euch, um besser zu verstehen, welche Rolle ich einem neuen Spieler in seinem Verein zutraue.

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Basis: Vorsaison

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