Ein folgenschwerer Fehler im eigenen Strafraum hat den FC Schalke 04 bei der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig in Rückstand gebracht. Cheftrainer Miron Muslić zeigte sich nach der Partie insbesondere mit der Entstehung des Elfmeters unzufrieden. Auf der Pressekonferenz machte er deutlich, dass sich sein Ärger nicht gegen das Schiedsrichtergespann, sondern gegen das Verhalten seiner eigenen Mannschaft richtete.
„Ich war sehr erbost über unsere Aktion. Den Ball musst du klären“, erklärte der 43-Jährige. Gerade gegen einen Gegner wie Leipzig dürfe man im eigenen Strafraum kein unnötiges Risiko eingehen. „Du kannst den Ball gegen Leipzig nicht kurz spielen, in der eigenen Box, wo du genau weißt, sie haben aufgrund ihrer Spielidee vier, fünf, sechs Leute da.“
Auf Nachfrage, ob sich sein Ärger insbesondere gegen den an der Situation beteiligten Satoshi Tanaka gerichtet habe, vermied Muslić eine persönliche Schuldzuweisung. Stattdessen kritisierte er die Aktion seiner Mannschaft insgesamt.
„Das hat uns heute sehr viel gekostet, weil du nicht mit 0:1 in die Halbzeit gehen musst“, stellte der Trainer fest. Aus seiner Sicht wäre angesichts des Spielverlaufs auch ein Unentschieden zur Pause möglich gewesen.
Zugleich betonte Muslić, dass sein Ärger keineswegs dem Schiedsrichter oder dem vierten Offiziellen gegolten habe. Seit 18 Monaten in Deutschland sei er ohne Gelbe Karte ausgekommen. „Das möchte ich auch nicht ändern in den nächsten Jahren hier auf Schalke und in Deutschland.“
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