Salim Musah muss sich beim SV Werder Bremen derzeit mit einer Nebenrolle arrangieren. Nach einer überzeugenden Vorbereitung sind die Einsatzzeiten des 20-Jährigen seit der Rückkehr von Niclas Füllkrug deutlich zurückgegangen. Beim jüngsten 1:1 gegen den 1. FC Köln blieb der Stürmer erstmals in dieser Saison über die komplette Spielzeit auf der Bank.
Cheftrainer Daniel Thioune weiß um die schwierige Situation seines Talents. „Dass er jetzt nicht glücklich damit ist, 90 Minuten auf der Bank zu sitzen, ist klar“, erklärte der Coach laut der DeichStube. Mit Füllkrug, der seit seiner Rückkehr bereits drei Treffer erzielt hat, sowie Cedric Itten steht Musah aktuell starke Konkurrenz gegenüber.
Seine Leistungen aus dem Sommer hat Thioune dennoch nicht vergessen. „Salim hat eine ordentliche Vorbereitung gespielt“, hielt der Werder-Coach fest. Damals habe Musah viel Spielzeit erhalten und „auf sich aufmerksam gemacht“. Inzwischen haben sich die Voraussetzungen im Bremer Sturm durch die Konkurrenz allerdings deutlich verändert.
Für Musah geht es nun darum, sich weiterzuentwickeln und seine Möglichkeiten konsequent zu nutzen. „Bei ihm ist Geduld gefragt und er muss die Zeit, die er bekommt, für sich und seine Entwicklung nutzen. Er ist immer noch sehr jung“, so Thioune. Bei der Vergabe der Einsatzzeit steht für den Trainer der sportliche Erfolg im Vordergrund: „Wir müssen Fußballspiele gewinnen und das steht über allem.“
Grundsätzlich hält Werder aber weiter große Stücke auf Musah. Die Bremer sollen sich im Sommer trotz Interesses mehrerer Zweitligisten bewusst gegen eine Leihe entschieden haben. Langfristig soll sich der Angreifer in Bremen durchsetzen. Auch Thioune stellt weitere Chancen in Aussicht: „Er wird sicherlich seine Minuten bekommen und sich zeigen können.“ Wann und in welchem Umfang das geschieht, ist angesichts der aktuellen Hierarchie im Angriff allerdings offen.
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