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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©LigaInsider/Getty Images

Wimmer-Transfer: Ersatz für Touré?

Die TSG Hoffenheim setzt auf dem Transfermarkt ein ligainternes Ausrufezeichen und nutzt die Gunst der Stunde nach dem Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg. Die Kraichgauer verstärken ihre Offensive mit Patrick Wimmer. Der 25-jährige Österreicher verlässt die Autostadt und wechselt dank einer vertraglich verankerten Ausstiegsklausel für eine festgeschriebene Ablösesumme von rund 10 Millionen Euro in den Kraichgau.

 

Wimmer, der bei der TSG einen langfristigen Vertrag unterschreibt, bringt reichlich Bundesliga-Erfahrung mit. Seit seiner Ankunft im deutschen Oberhaus im Jahr 2021 absolvierte der österreichische Nationalspieler insgesamt 125 Bundesliga-Spiele und sammelte dabei 39 Scorerpunkte.

 

Trickreich, treffsicher und gallig: Das Profil von Wimmer

Während seine Premierensaison bei Arminia Bielefeld und sein erstes Jahr beim VfL Wolfsburg im Hinblick auf die Scorerqualitäten – insbesondere mit jeweils acht Torvorlagen – überzeugend verliefen, wurde Wimmer in der Saison 2023/24 von schweren Verletzungen ausgebremst. In der Folge geriet auch die sportliche Entwicklung seines Vereins zunehmend ins Stocken: Nach Rang elf in der Saison 2024/25 folgte für den VfL in der abgelaufenen Spielzeit 2025/26 Platz 16 und der bittere Abstieg in der Relegation. Nun nimmt Wimmer im Kraichgau einen neuen Anlauf.

 

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Mit Patrick Wimmer gewinnt die TSG Hoffenheim ein Element, das dem Spiel der Kraichgauer eine gehörige Portion Unberechenbarkeit verleihen dürfte. Der Österreicher ist ein Spieler, der Flair und Spielwitz auf den Platz bringt. Er scheut sich nicht vor Risiko und streut auf den Außenbahnen immer wieder technische Kabinettstückchen wie Rabona-Flanken oder gewagte Tricks ein, um gegnerische Abwehrketten vor Probleme zu stellen.

 

Neben seiner beachtlichen Grundschnelligkeit verfügt der Offensivmann für sein Spielerprofil über eine vergleichsweise gute Chancenverwertung. Dennoch versteht sich Wimmer primär als klassischer Assistgeber, der seine Mitspieler mit präzisen Hereingaben füttert. Was ihn jedoch grundlegend von traditionellen Flügelspielern unterscheidet, ist seine ausgeprägte Mentalität gegen den Ball. Wimmer spult immense defensive Meter ab, wirft sich konsequent in die Defensivarbeit und verrichtet im Pressing deutlich mehr Wege, als man es gemeinhin von einem kreativen Außenbahnspieler erwarten würde.

 

Der statistische Härtetest: Wimmer im Vergleich zu Bazoumana Touré

 

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Die Verpflichtung des Ex-Wolfsburgers ist im Kraichgau auch als strategischer Vorgriff zu verstehen. Hoffenheims Offensiv-Juwel Bazoumana Touré hat eine starke Saison hinter sich und liebäugelt folgerichtig mit einem millionenschweren Wechsel zu einem europäischen Spitzenklub. Sollte Touré den Verein im Sommer verlassen, dürfte Wimmer als designierter Nachfolger auf dem Flügel eingeplant sein.

 

Ein Blick auf das direkte Profil zeigt, wo die Unterschiede liegen: Im letzten Drittel muss sich Wimmer dem abwanderungswilligen Touré in einigen Kernbereichen geschlagen geben. Der Youngster ist dem Neuzugang bei den reinen Torvorlagen, beim Kreieren klarer Großchancen sowie bei der allgemeinen Passgenauigkeit statistisch überlegen. Dennoch hält Wimmer in den entscheidenden Dynamik-Kategorien problemlos Schritt: Bei erfolgreichen Dribblings im Eins-gegen-Eins, dem Initiieren von Angriffen durch progressive Pässe sowie der Robustheit in Bodenzweikämpfen bewegt sich der Österreicher auf Augenhöhe mit Touré. Er bringt damit ein etwas physischeres und vertikaleres Profil mit, das einen möglichen Abgang des Top-Scorers auffangen könnte.

 

Das taktische Einhorn für die Variation von Christian Ilzer

Die sportliche Führung der TSG dürfte bei diesem Transfer jedoch noch ein weiteres Szenario im Kopf gehabt haben: Wimmer besitzt auch dann einen enormen Wert, wenn Bazoumana Touré dem Verein erhalten bleibt. In der abgelaufenen Saison bewies der 25-Jährige beim VfL Wolfsburg eine bemerkenswerte Polyvalenz. Er kam zwar primär über den linken Flügel zum Einsatz, bekleidete im Laufe der Spielzeit aber auch die rechte Außenbahn, stürmte in vorderster Front oder half sogar als zentraler Mittelfeldspieler in einer Dreierachse aus.

 

Genau diese extreme Variabilität gepaart mit seiner giftigen Defensivarbeit macht ihn zu einem idealen Spieler für das System von Cheftrainer Christian Ilzer, der Wimmer aus FK Austria Wien-Zeiten bestens kennt. Die TSG präsentierte sich in der vergangenen Saison taktisch enorm variabel und wechselte regelmäßig zwischen Dreierkette, klassischem 4-4-2 oder offensivem 4-3-3. Auch eine enge Raute im 4-1-2-1-2 wurde phasenweise praktiziert. In nahezu all diesen Systemen ist Wimmer problemlos einsetzbar – ob als laufstarker Achter in der Raute, als hängende Spitze oder als fleißiger Schienenspieler. Seine Verpflichtung verschafft Ilzer damit maximale Flexibilität für das intensive Gegenpressing.

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Basis: Vorsaison

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