©LigaInsider/GettyImagesSchlotterbeck-Verletzung: Prognose & Ersatz
Auf Borussia Dortmund wartet eine längere Zwangspause von Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger verletzte sich im WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste am linken Sprunggelenk. Der DFB bestätigte die Diagnose inzwischen offiziell und geht von einer Ausfallzeit von mehreren Monaten aus.
Damit haben sich die zunächst aufgekommenen Befürchtungen bestätigt. Laut BILD und Sky handelt es sich um einen Innenbandriss. Nach Auswertung der LigaInsider-Datenbank kann die Ausfallzeit bei einer solchen Verletzung stark variieren. Während bei günstigem Heilungsverlauf eine Rückkehr zur vollen Trainingsbelastung nach rund acht Wochen möglich ist, können schwerere Verletzungen des Innenbandapparats – insbesondere eine vollständige Ruptur des Deltabandes – auch eine Zwangspause von bis zu fünf Monaten nach sich ziehen.
Bereits jetzt steht fest, dass Schlotterbeck die Sommervorbereitung von Borussia Dortmund verpassen wird. Auch ein Einsatz zum Bundesliga-Auftakt der Saison 2026/27 am 28. August erscheint aktuell fraglich. Sollte sich die Verletzung im schwereren Bereich des prognostizierten Ausfallfensters bewegen, könnte sich die Rückkehr des Nationalspielers sogar deutlich in die Hinrunde hinein verschieben.
Schlotterbeck zählt in Dortmund zu den wichtigsten Defensivspielern im Kader und nimmt insbesondere auf der linken Seite der Dreierkette eine Schlüsselrolle ein. Entsprechend dürfte die Verletzung Auswirkungen auf die personelle Besetzung der Abwehr haben.
Als wahrscheinlichste Lösung für die vakante Position gilt Ramy Bensebaini. Der Algerier ist ebenfalls Linksfuß und bringt damit wichtige Voraussetzungen für die Rolle des linken Innenverteidigers mit. Bereits in der vergangenen Saison sammelte Bensebaini viel Spielzeit und rückte immer wieder in die Startelf, wenn Schlotterbeck nicht zur Verfügung stand.
Dabei konnte der 31-Jährige insbesondere auf der linken Innenverteidiger-Position überzeugen. Er kennt die Abläufe in der Dreierkette, verfügt über die nötige Erfahrung und erfüllte die Anforderungen in Schlotterbecks Rolle bereits mehrfach zuverlässig. Auch wenn die Qualitäten beider Spieler nicht vollständig identisch sind, dürfte Bensebaini die entstandene Lücke am ehesten schließen können.
Weitere Optionen bieten sich mit Filippo Mane und Luca Reggiani. Mane konnte bereits zu Beginn der vergangenen Saison wertvolle Einsatzminuten sammeln und erhielt dabei mehrfach das Vertrauen des Trainerteams. Der junge Innenverteidiger gilt als entwicklungsfähige Alternative, auch wenn ihm im Vergleich zu den etablierten Kräften noch die Erfahrung auf höchstem Niveau fehlt.
Mit Reggiani steht zudem ein weiterer Kandidat bereit, der sein Potenzial bereits unter Beweis stellen konnte. Ob es für einen festen Platz in der Startelf reicht, bleibt abzuwarten, die Aussichten auf zusätzliche Einsatzzeit dürften durch den Schlotterbeck-Ausfall jedoch deutlich steigen.
Zudem steht mit Joane Gadou ein weiterer Kandidat im Kader. Der Innenverteidiger wechselte erst in diesem Sommer für rund 20 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen vom FC Red Bull Salzburg nach Dortmund.
Für Borussia Dortmund wiegt die Verletzung des Abwehrchefs schwer. Der Nationalspieler gehört nicht nur zu den konstantesten Leistungsträgern der Mannschaft, sondern trägt als Führungsspieler auch eine wichtige Verantwortung auf und neben dem Platz. Seine Präsenz in den Zweikämpfen sowie seine Fähigkeiten im Spielaufbau machen ihn zu einer zentralen Säule der Dortmunder Defensive.
Mit seinem Ausfall verliert der BVB daher vorerst nicht nur einen Stammspieler, sondern auch einen wichtigen Orientierungspunkt innerhalb der Mannschaft. Gleichzeitig eröffnet Schlotterbecks Verletzung anderen Spielern die Möglichkeit, sich stärker in den Vordergrund zu spielen.



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