Nach der Umstellung auf eine Viererkette beim 2:2 gegen den FC Bayern München kehrte Borussia Dortmund im Champions-League-Spiel gegen Real Betis (2:1) wieder zur gewohnten Dreier- beziehungsweise Fünferkette zurück. Cheftrainer Niko Kovač erläuterte im Anschluss, welche taktischen Überlegungen hinter der Entscheidung steckten und warum sich die Formation gegen die Spanier aus seiner Sicht bewährt hat.
„Wir wussten, dass Betis eine sehr gute Mannschaft ist, auch fußballerisch eine sehr starke Mannschaft im Umschaltspiel“, erklärte Kovač auf der Pressekonferenz. Deshalb habe der BVB vermeiden wollen, dem Gegner zu viele Räume für Konter anzubieten.
Gleichzeitig sollte die Formation Dortmund mehr Möglichkeiten über die Außenbahnen eröffnen. „Wir wollten wie im Spiel in Baku unsere Außenverteidiger so hoch wie möglich bringen“, erläuterte der Trainer. Gegen eine Viererkette könnten breit positionierte Schienenspieler Lücken in der gegnerischen Defensive schaffen.
Besonders im zweiten Durchgang sah Kovač seine taktischen Vorgaben gut umgesetzt. Bereits vor der Pause waren einige gefährliche Situationen über Flanken entstanden, nach dem Seitenwechsel funktionierte das Spiel über die Außenbahnen aus seiner Sicht aber noch besser.
„Das ist ein probates Mittel. Du musst die Außen bespielen, damit du die Chancen kreierst“, betonte der BVB-Coach. Auch der erste Dortmunder Treffer sei aus einer solchen Situation entstanden.
Insgesamt zeigte sich Kovač mit der Umsetzung zufrieden, wenngleich er sich eine bessere Chancenverwertung gewünscht hätte: „Ich war sehr zufrieden damit, hätte mir aber gewünscht, dass wir noch ein, zwei Tore mehr hätten schießen können.“
Die erneute Umstellung verdeutlicht, dass Dortmund je nach Gegner zwischen Vierer- und Dreierkette variieren kann. Gegen Betis erwies sich vor allem die offensive Einbindung der Schienenspieler als wichtiger Bestandteil des Dortmunder Matchplans.
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