Lennart Karl kam beim 2:2 des FC Bayern München gegen den Arsenal FC in der Champions League erst im Laufe der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Der 18-Jährige wurde in der 68. Minute für Serge Gnabry eingewechselt. Trainer Vincent Kompany begründete seine Entscheidung nach der Partie sowohl mit der aktuellen Verfassung des Offensivspielers als auch mit taktischen Überlegungen.
„Er hatte noch nicht wirklich die Leistung aus der vergangenen Saison, aber das ist auch okay“, erklärte Kompany auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Karl habe zuletzt mit einigen körperlichen Problemen zu kämpfen gehabt und seinen gewohnten Rhythmus noch nicht wiedergefunden. Der Belgier machte zugleich deutlich, dass er von seinem Schützling eine Steigerung erwartet, ihm dafür aber die nötige Zeit einräumt.
„Irgendwann kommt sein Moment, wo alle dann wieder sehen: Das ist der Karl, den wir kennen“, zeigte sich Kompany überzeugt. Druck wolle er deshalb nicht aufbauen: „Jetzt gibt es keinen Stress, das passiert und er ist noch jung.“ Sorgen um die weitere Entwicklung des Rechtsaußen mache er sich nicht.
Neben dem Leistungsstand spielte auch die angespannte Personalsituation eine entscheidende Rolle. Mit Michael Olise und Jamal Musiala fehlten zwei Offensivkräfte, Luis Díaz war angeschlagen. Kompany wollte deshalb vermeiden, sämtliche verfügbaren Angreifer bereits in der Anfangsformation aufzubieten.
Hätten Karl und Gnabry beide begonnen und im weiteren Verlauf ausgewechselt werden müssen, wären dem Bayern-Coach möglicherweise nur noch defensive Wechselmöglichkeiten geblieben. Kompany erinnerte in diesem Zusammenhang an ein Spiel in London in der vergangenen Saison, in dem seiner Mannschaft nach drei Wechseln die Optionen ausgegangen seien.
Für Karl war deshalb von vornherein eine mögliche Jokerrolle vorgesehen. „Sein Moment kam dann in den letzten 20, 30 Minuten, da kann er uns noch helfen“, erläuterte Kompany. Dass seine Aufstellung angesichts der Ausfälle etwas ungewöhnlich gewirkt habe, könne er nachvollziehen. Hinter den Entscheidungen habe aber „auch viel Logik“ gesteckt.
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