Kevin Stöger gehörte beim 1:2 von Borussia Mönchengladbach im Rheinderby gegen den 1. FC Köln überraschend nicht zum Spieltagskader. Eine Verletzung lag beim 33-Jährigen nicht vor. Wie die Rheinische Post berichtet, entschied sich Neu-Trainer Alexander Blessin aus sportlichen Gründen gegen den Mittelfeldspieler.
„Das sind Kader-Entscheidungen, bei denen man abwägt. Wir haben junge, hungrige Spieler“, erklärte Blessin am Mittwoch. Ausschlaggebend sei vor allem die Konkurrenz gewesen: „Mathieu Nguefack hat mir einfach gefallen. Deshalb habe ich mich für ihn und nicht gegen Kevin Stöger entschieden.“
Bemerkenswert ist die Entscheidung auch angesichts der angespannten Personalsituation bei der Borussia: Mit Jens Castrop, Enzo Leopold, Nicolas Kühn, Kō Itakura, Franck Honorat und Tim Kleindienst standen gleich mehrere Profis nicht zur Verfügung. Dennoch erhielten mit Nguefack und Fritz Fleck zwei Nachwuchsspieler den Vorzug für den Kader.
Auf dem Platz ist die Konkurrenz für Stöger groß. Gegen Köln begann Blessin im Zentrum mit Philipp Sander und Florian Neuhaus, später wurde Zento Uno eingewechselt. Für den Österreicher bleibt damit abzuwarten, welche Rolle er unter dem neuen Trainer künftig einnehmen wird.
In den ersten vier Bundesliga-Spielen der Saison war Stöger zweimal gestartet, einmal über 90 Minuten auf der Bank geblieben und einmal eingewechselt worden. Unter Blessin folgte nun erstmals die komplette Nichtberücksichtigung.
Auch über die laufende Saison hinaus besitzt die Personalie Bedeutung. Laut der Rheinischen Post kann sich Stögers derzeit auslaufender Vertrag ab einer bestimmten Anzahl an Einsätzen automatisch um ein weiteres Jahr verlängern. Wie häufig der Mittelfeldspieler unter Blessin zum Zug kommt, könnte damit auch für seine Zukunft in Gladbach relevant werden.
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