Das vorzeitige Verschwinden von Victor Boniface beim 4:3-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 ist bei Bayer 04 Leverkusen intern zügig aufgearbeitet worden. Wie Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes vor dem Abflug zum Europa-League-Spiel bei Lech Posen erklärte, fand bereits eine Klärung zwischen Cheftrainer Carles Martínez und dem Angreifer statt.
„Carles hat direkt am Sonntagmorgen mit ihm gesprochen, um das Thema abzuhaken“, berichtete Rolfes dem Kölner Stadt-Anzeiger. Boniface war nach den letzten Einwechslungen frustriert in den Katakomben verschwunden, statt auf der Bank zu bleiben. „Das geht nicht. Das weiß er aber auch. Das war jetzt einmal, und damit ist es erledigt. Natürlich ist es wichtig, dass wir ein Team sind und jeder das in jedem Moment unterstützt, auch wenn die eigene Situation einen gerade frustriert“, sagte Rolfes.
Der Geschäftsführer zeigte zugleich Verständnis für den Ehrgeiz des 25-Jährigen: „Ich war selbst Spieler. Es wäre schlimm, wenn ein Spieler nicht frustriert wäre, wenn er nicht spielt. Das muss man dann trotzdem vernünftig handhaben.“ Hintergrund des Frustes sei laut Rolfes vor allem der eigene Anspruch des Nigerianers: „Er war vielleicht enttäuscht, weil er sich mittlerweile viel mehr Hoffnung macht als vor sechs Wochen. Das ist erst einmal ein gutes Zeichen. Trotzdem weiß er, dass das nicht clever war.“
Man sehe den Stürmer auf einem guten Weg: „Bei Boni ist es grundsätzlich jede Woche besser. Wenn wir zurückgehen zu dem Punkt, an dem wir Anfang Juli gestartet sind, ist das eine sehr positive Entwicklung. Er muss trotzdem noch Schritte machen.“ Am Donnerstag in Posen steht Boniface wegen fehlender Spielberechtigung ohnehin nicht zur Verfügung, die nächste Chance bietet sich am Sonntag gegen den SC Freiburg.
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