Robert Andrich hat bei Bayer 04 Leverkusen nach schwierigen Wochen ein Ausrufezeichen gesetzt. Beim 4:3-Auswärtssieg gegen den 1. FSV Mainz 05 stand der 32-jährige Defensivspieler erstmals in dieser Bundesliga-Saison in der Startelf und brachte seine Mannschaft mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung. Hinter dem gelungenen Auftritt steckt eine Entwicklung, die auch durch Gespräche mit der Klubführung vorangetrieben wurde.
Im Sommer hatte Andrich unter dem neuen Cheftrainer Carles Martínez nicht nur sein Kapitänsamt, sondern auch seinen bisherigen Stammplatz verloren. Sogar ein Vereinswechsel wurde ihm nahegelegt. Der bis 2028 gebundene Routinier entschied sich jedoch für einen Verbleib und nahm den Konkurrenzkampf an.
Dabei soll auch ein gemeinsames Abendessen mit Sportgeschäftsführer Simon Rolfes und Klubchef Fernando Carro geholfen haben. Bei dem Treffen wurden die veränderte Situation des Spielers offen besprochen, Unstimmigkeiten ausgeräumt und mögliche Perspektiven aufgezeigt.
Nach zuvor lediglich zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga durfte Andrich gegen Mainz über die volle Distanz ran. In seinem 200. Bundesliga-Spiel traf er aus rund 18 Metern mit einem 109 km/h schnellen Schuss zum zwischenzeitlichen 1:0.
„War nicht verkehrt. Ein Tor ist auch nicht so schlecht“, erklärte Andrich anschließend laut BILD. Der Defensivmann sieht seinen eigenen Weg zugleich als Beispiel für den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft: „Wenn jeder, der anscheinend hinten dran ist, versucht reinzukommen, dann werden wir besser.“
Auch Martínez würdigte den Auftritt seines Schützlings. „Wir reden viel über Rob. Er ist hier und er ist wichtig“, betonte der Trainer nach der Partie. Dabei hob er neben dem Treffer insbesondere Andrichs Defensivarbeit hervor: „Nicht nur wegen des Tores, sondern es ging auch darum, den Strafraum zu verteidigen und bereit zu sein.“
Mit seiner Leistung in Mainz hat sich Andrich somit wieder stärker für weitere Einsätze empfohlen. Ob daraus dauerhaft mehr Spielzeit entsteht, bleibt angesichts der Konkurrenz im Leverkusener Kader offen. Der Routinier hat jedenfalls gezeigt, dass er trotz seiner schwierigen Ausgangslage weiterhin eine wichtige Rolle übernehmen kann.
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