Beim VfB Stuttgart zeichnet sich für die kommenden Wochen ein Job-Sharing im Tor ab. Dennis Seimen, der am Donnerstag beim 5:0-Testspielsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth nach seiner mehrmonatigen Verletzungspause sein Comeback feierte, wird zunächst nicht alle Partien bestreiten. Das kündigte Cheftrainer Sebastian Hoeneß gegenüber den Stuttgarter Nachrichten an.
„Er wird auf jeden Fall in den nächsten Wochen viele Spiele machen – aber auch nicht alle“, erklärte Hoeneß mit Blick auf Seimen. Bereits vor dessen Verletzung sei angesichts der hohen Belastung vorgesehen gewesen, die Einsätze zu verteilen. Nach der rund viermonatigen Pause gelte das umso mehr. „Es ist klar, dass er das nicht alles alleine stemmen wird. Und das ist auch nicht notwendig. Wir haben mit Fabi eine gute Möglichkeit.“
Damit wird Fabian Bredlow auch nach Seimens Rückkehr zunächst regelmäßig zum Zug kommen. Der 31-Jährige hatte seinen jungen Konkurrenten in den ersten Wochen der Saison stark vertreten und kommt nach vier Bundesliga-Partien auf eine LigaInsider-Durchschnittsnote von 2,62. Damit gehört er aktuell zu den drei bestbewerteten Torhütern der Liga.
Wer beim Bundesliga-Neustart am 10. Oktober gegen den SC Paderborn 07 zwischen den Pfosten steht, ist noch nicht entschieden. Hoeneß will diese Frage erst in der kommenden Woche beantworten und sieht angesichts der Leistungen Bredlows keinen Zeitdruck.
„Wir lassen uns da auch in keiner Weise unter Druck setzen“, stellte der VfB-Coach klar. Seimen werde zwar zeitnah zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für Stuttgart kommen, möglicherweise bereits gegen seinen früheren Leihklub aus Paderborn. Festgelegt ist das allerdings noch nicht.
An der grundsätzlichen Perspektive Seimens dürfte sich dadurch nichts ändern. Der 20-Jährige war im Sommer nach dem Leihende von Alexander Nübel als neue Nummer eins eingeplant worden, woran Hoeneß auch während dessen Verletzungspause mehrfach festgehalten hatte. Für die unmittelbaren Wochen nach dem Comeback fällt die Rollenverteilung nun allerdings weniger eindeutig aus.
Das hängt auch mit dem straffen Programm der Schwaben zusammen. Ab dem Auswärtsspiel in Paderborn warten innerhalb von vier Wochen neun Pflichtspiele auf den VfB. Seimen und Bredlow werden sich die Belastung in dieser Phase daher teilen.
Nächste Spiele
Leichtes ProgrammØ Liga 15,6








Kommentare105
Diskutiere mit der Community über diesen Artikel