Während Kenny Quetant bei den Profis des SV Werder Bremen in den ersten vier Ligaspielen noch ohne Kaderberücksichtigung blieb und stattdessen für die U23 in der Regionalliga Nord auflief, sorgte die Länderspielpause für ein persönliches Ausrufezeichen: Der 20-jährige Angreifer wurde erstmals in die A-Nationalmannschaft Haitis berufen und feierte nach Einwechslung in der 58. Minute sein Länderspieldebüt.
Werders Sportchef Clemens Fritz fand gegenüber der DeichStube lobende Worte: „Wir freuen uns für ihn, dass er sein Debüt gefeiert hat. Das tut ihm gut und wird ihm Selbstvertrauen geben.“ Gleichzeitig ordnete der Funktionär die Situation des im Sommer ablösefrei verpflichteten Talents realistisch ein: „Kenny ist ein junger, talentierter Spieler, der weiterhin Zeit benötigt, um sich an die physische Komponente des Bundesligafußballs zu gewöhnen.“
Fritz räumte dabei offen ein, dass die Anfangsphase an der Weser für den gebürtigen Pariser mit Anpassungen verbunden ist: „Er hatte sicherlich eine andere Erwartungshaltung, als er zu uns kam, nimmt den Weg bei uns aber komplett an und gibt Gas.“
Obwohl die physische Diskrepanz zum Bundesliga-Niveau klubintern zunächst überraschte, entschieden sich die Grün-Weißen am Ende der Transferperiode ganz bewusst gegen ein Leihgeschäft: „Die Nationalmannschaft kann ihm da nochmal einen Schub geben“, so Fritz über den langfristigen Plan mit dem Perspektivstürmer. Fakt ist: An der Weser plant man nicht für immer in der U23 mit Quetant. Wann er erstmals im Kader der Profis steht, bleibt abzuwarten.
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