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Vier Spieltage sind in der Bundesliga absolviert – und damit lässt sich ein erstes Zwischenfazit ziehen. LigaInsider-Experte Bryan hat auf Grundlage der bisherigen Leistungsdaten und seiner Eindrücke aus den Partien seine Topelf zum Saisonstart zusammengestellt.

 

Dabei gilt: Die Statistiken können bereits wichtige Tendenzen aufzeigen, aufgrund der noch kleinen Stichprobe ist die Vergleichbarkeit zwischen den Spielern aber teilweise eingeschränkt. Die endgültige Auswahl ergibt sich deshalb aus persönlicher Bewertung der Daten in Verbindung mit den bisherigen Beobachtungen.

 

Tor: Karius überzeugt zwischen den Pfosten

Im Tor erhält Loris Karius vom FC Schalke 04 den Vorzug. Ausschlaggebend ist vor allem die reine Schussabwehr: Karius parierte 23 von 27 Abschlüssen auf sein Tor und kommt damit auf eine starke Quote von 85 Prozent.

 

Knapp nicht dabei: Gregor Kobel (Borussia Dortmund)

Kobel überzeugt stärker mit dem Ball am Fuß und ist dort bislang gut in das Dortmunder Spiel eingebunden. Die diesbezüglichen Unsicherheiten sind aktuell nicht zu erkennen. Bei der Paradenquote liegt der Schweizer mit 75 Prozent allerdings hinter Karius, was letztlich den Ausschlag zugunsten des Schalkers gibt.

 

Außenverteidiger: Coufal und Gutiérrez setzen Akzente

Auf den Außenbahnen schaffen es Vladimír Coufal und Miguel Gutiérrez in die Topelf. Coufal sticht bei der TSG Hoffenheim mit 280 Pässen, neun herausgespielten Chancen und sechs Pässen in den Strafraum heraus – jeweils Bestwerte unter den betrachteten Rechtsverteidigern.

 

Gutiérrez bringt auf der linken Seite besonders viel Offensivgefahr mit: Ein Tor und drei Vorlagen bedeuten die meisten Torbeteiligungen unter den verglichenen Verteidigern. Dazu kommt der Leverkusener auf einen expected-Threat-Wert von 0,77 und damit auf mehr als das Doppelte von Alphonso Davies.

 

Knapp nicht dabei: Josha Vagnoman (VfB Stuttgart), Alphonso Davies (FC Bayern München)

Vagnoman bringt auf der rechten Seite ebenfalls starke Offensivwerte mit zwei Toren und einer Vorlage mit. Mit nur einer herausgespielten Chance und einem Pass in den Strafraum liegt er in diesen Bereichen aber deutlich hinter Coufal. Auch seine Quote bei den gewonnenen Luftduellen fällt mit 33 Prozent geringer aus.

 

Davies ist die Alternative auf links. Pro 90 Minuten kreiert der Münchner zwar mehr Chancen als Gutiérrez, aufgrund eines verpassten Spiels kommt er bislang aber auf 81 Einsatzminuten weniger und sammelte mit zwei Vorlagen auch weniger Torbeteiligungen.

 

Innenverteidiger: Anton und Upamecano überzeugen

Im Abwehrzentrum fällt die Wahl auf Waldemar Anton und Dayot Upamecano. Anton überzeugt vor allem gegen den Ball: Seine 9,25 erzwungenen Ballverluste pro 90 Minuten sind mit Abstand der beste Wert seiner Vergleichsgruppe. Dazu gewann der Dortmunder 91 Prozent seiner Luftduelle und bringt 89 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.

 

Upamecano liefert auf beiden Seiten des Balles starke Werte. Der Bayern-Verteidiger führt seine Positionsgruppe mit zwölf progressiven Pässen pro 90 Minuten an und bringt 92 Prozent seiner Zuspiele an den Mann. Defensiv stehen 75 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 78 Prozent gewonnene Luftduelle zu Buche.

 

Knapp nicht dabei: Matthias Ginter (SC Freiburg), Marco Friedl (Werder Bremen)

Ginter weist ebenfalls eine Passquote von 89 Prozent auf. Gegen den Ball liegt der Freiburger mit 1,00 Interceptions mit Ballgewinn pro 90 Minuten allerdings hinter Antons 2,25. Auch in Sachen Progression hat der Dortmunder die Nase vorn.

 

Friedl kommt sogar auf eine Passquote von 94 Prozent und weist mit 8,5 progressiven Pässen pro 90 Minuten ebenfalls einen starken Wert auf. In der Luft fällt der Bremer mit 20 Prozent gewonnenen Duellen allerdings deutlich ab, wodurch Upamecano insgesamt ausgeglichener abschneidet.

 

Zentrales Mittelfeld: Pavlović und Sano geben den Ton an

Vor der Abwehr stehen Aleksandar Pavlović und Kaishu Sano. Pavlović kommt auf 12,56 progressive Pässe pro 90 Minuten und liegt damit gemeinsam mit Joshua Kimmich an der Spitze seiner Vergleichsgruppe. Zusätzlich sammelte der Bayern-Profi bereits ein Tor und eine Vorlage. Gegen den Ball überzeugt er besonders bei zweiten Bällen: 7,31 gewonnene zweite Bälle pro 90 Minuten sind mit deutlichem Abstand der beste Wert unter den betrachteten Sechsern.

 

Sano bringt für Mainz 05 eine andere Stärke ein. Der Japaner spielt seine Pässe mit einer Quote von 91 Prozent zum Mitspieler und bereitete bereits zwei Treffer vor. Vor allem seine 3,03 Interceptions mit Ballgewinn pro 90 Minuten stechen heraus – kein anderer Spieler seiner Vergleichsgruppe erreicht einen höheren Wert.

 

Knapp nicht dabei: Joshua Kimmich (FC Bayern München), Youri Regeer (Werder Bremen)

Kimmich liegt nur hauchdünn hinter Sano. Er spielt mit 12,47 nahezu genauso viele progressive Pässe pro 90 Minuten wie Pavlović und leistet sich bislang kein Foul. Bei der Balleroberung fällt er gegenüber Sano allerdings ab und weist zudem die geringste Einsatzzeit der drei Bayern-/Mainz-Kandidaten auf.

 

Regeer kommt auf die geringste Einsatzzeit seiner Vergleichsgruppe. Seine Passquote von 88 Prozent ist solide, bei den progressiven Pässen und den Interceptions mit Ballgewinn liegt der Bremer allerdings deutlich hinter den Topelf-Kandidaten.

 

Offensive Dreierreihe: Olise, Suzuki und Daghim

Die offensive Dreierreihe besteht aus Adam Daghim, Yuito Suzuki und Michael Olise. Daghim verbindet bei Hoffenheim Kreativität mit Arbeit gegen den Ball: 3,39 Pässe in den Strafraum und 2,35 herausgespielte Chancen pro 90 Minuten treffen auf 1,30 Interceptions mit Ballgewinn und 1,04 erzwungene Ballverluste.

 

Suzuki hat beim SC Freiburg derweil vor allem als Torschütze überzeugt. Vier Treffer in 319 Minuten sprechen für sich, dazu kreiert er 2,26 Chancen pro 90 Minuten.

 

Olise bleibt auch zum Start in die neue Saison einer der auffälligsten Offensivspieler der Bundesliga. Vier Tore und eine Vorlage in nur 304 Minuten unterstreichen seine Effizienz. Hinzu kommen 4,44 Pässe in den Strafraum pro 90 Minuten – der beste Wert aller betrachteten Flügelspieler.

 

Knapp nicht dabei: Marco Grüll (Werder Bremen), Chuki (Werder Bremen), Hugo Bolin (Borussia Mönchengladbach)

Grüll kommt sogar auf mehr Torbeteiligungen als Daghim und verbucht auch mehr Interceptions mit Ballgewinn. Der Bremer verliert allerdings deutlich häufiger den Ball, was in der Gesamtbetrachtung knapp den Ausschlag zugunsten des Hoffenheimers gibt.

 

Chuki ist der einzige echte Zehner unter den betrachteten Alternativen und damit positionsspezifisch die naheliegende Konkurrenz zu Suzuki. In den bisherigen Leistungsdaten kann er mit dem Freiburger aber nicht mithalten: Bei Suzuki stechen insbesondere seine vier Treffer heraus.

 

Bolin kommt auf der rechten Seite nicht an Olises Durchschlagskraft heran. Der Gladbacher weist sowohl bei den Torbeteiligungen als auch bei den herausgespielten Chancen pro 90 Minuten deutlich niedrigere Werte auf.

 

Sturm: Matanović setzt sich knapp gegen Schick durch

Im Sturmzentrum setzt sich Igor Matanović durch. Der Freiburger kommt auf 0,84 Tore pro 90 Minuten und gewinnt 45 Prozent seiner offensiven Luftduelle. Dazu liefert er mit 2,80 gewonnenen Offensivluftzweikämpfen und 1,68 gewonnenen Zweikämpfen pro 90 Minuten starke Werte in der Arbeit gegen den Ball.

 

Knapp nicht dabei: Patrik Schick (Bayer 04 Leverkusen)

Schick ist vor dem Tor sogar noch effizienter und führt die verglichenen Stürmer mit 1,38 Treffern pro 90 Minuten an. Im Pressing ist der Leverkusener allerdings deutlich weniger präsent und kommt lediglich auf 1,04 gewonnene Offensivluftzweikämpfe pro 90 Minuten. In der Gesamtbetrachtung erhält Matanović daher knapp den Vorzug.

 

Die LigaInsider-Topelf zum Saisonstart

 

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