Der Hamburger SV hält trotz des schwierigen Starts in die neue Bundesliga-Saison an Merlin Polzin fest. Wie die Rothosen am Freitag offiziell bekannt gaben, wurde der Vertrag des 35-jährigen Cheftrainers langfristig verlängert. Gleiches gilt für seine Assistenten Loic Fave, Richard Krohn und Max Bergmann.
Damit setzt der HSV bewusst ein Zeichen des Vertrauens in einer sportlich angespannten Situation. Sportvorständin Kathleen Krüger betonte allerdings, dass die Vertragsverlängerung nicht unabhängig von den Ergebnissen zu betrachten sei. „Vertrauen bedeutet nicht, dass Ergebnisse zweitrangig werden, sondern basiert auf kritischer Auseinandersetzung“, erklärte die 41-Jährige. Der Verein sei dennoch „aus voller Überzeugung“ zu der Entscheidung gekommen.
Krüger hatte sich in den vergangenen Wochen bei Trainingseinheiten, Videoanalysen und Ansprachen ein detailliertes Bild von der Arbeit des Trainerteams verschafft. Polzin und seine Assistenten überzeugten sie dabei mit „Expertise, Akribie, Fleiß und tagtäglicher Leidenschaft“.
Polzin selbst wertet das Bekenntnis des Vereins nicht nur als Vertrauensbeweis. „Gleichzeitig interpretiere ich es als große Verantwortung und als unseren Auftrag, den Verein besser zu machen“, erklärte der gebürtige Hamburger.
Der 35-Jährige hatte den Cheftrainerposten im November 2024 zunächst interimistisch übernommen und war wenig später dauerhaft befördert worden. Nach dem Aufstieg führte er den HSV in der vergangenen Saison auf Rang 13 und damit zum Klassenerhalt. Nun steckt seine Mannschaft nach dem schwachen Auftakt in einer neuen Bewährungsprobe.
An der grundsätzlichen Ausrichtung ändert das vorerst nichts: Der HSV setzt langfristig auf Polzin und sein Trainerteam – auch wenn die Verantwortlichen deutlich machen, dass sich das entgegengebrachte Vertrauen künftig weiterhin an der sportlichen Entwicklung messen lassen muss.
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