Raphael Obermair soll sich beim SC Paderborn immer mehr zu einer festen Größe in der Bundesliga entwickeln. Nach seiner verletzungsbedingt schwierigen Vorbereitung sieht Cheftrainer Ralf Kettemann den 30-Jährigen körperlich inzwischen auf einem guten Stand. Umso wichtiger ist aus Sicht des Linksverteidigers, die Belastung in den kommenden Wochen richtig zu steuern.
Obermair hat deshalb auf eine Reise zur philippinischen Nationalmannschaft während der anstehenden Länderspielpause verzichtet. „Sie haben es gut aufgenommen und verstanden, dass ich jetzt ein bisschen auf meinen Körper achten muss“, erklärte der Paderborner. Nach der Verletzung und der unvollständigen Sommervorbereitung gebe es „schon ein, zwei Anzeichen, dass es einfach sehr viel war und mir eine Pause guttun würde“.
Kettemann begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Er bezeichnete sie als „sehr weise“ und hob zugleich das Verständnis des philippinischen Verbandes hervor. Zweifel an Obermairs grundsätzlicher körperlicher Verfassung hat der Coach nicht: „Ich sehe ihn physisch auf einem richtig guten Niveau.“
Auch sportlich traut Kettemann seinem Linksverteidiger einiges zu. Schon in der vergangenen Saison sei Obermair einer der auffälligsten Paderborner gewesen und habe gerade offensiv immer wieder Akzente gesetzt. Nun gehe es darum, diese Qualitäten dauerhaft auf Bundesliga-Niveau abzurufen. „Wir müssen ihn zum gestandenen Bundesligaspieler machen, weil er die Qualität und die Anlagen hat“, erklärte der Trainer.
Erste Nachweise hat Obermair aus Sicht seines Coaches bereits geliefert: Besonders mit seiner zweiten Halbzeit gegen den SC Freiburg zeigte sich Kettemann zufrieden. Auch nach der Verletzung habe er nicht den Eindruck, dass der 30-Jährige Probleme mit dem höheren Tempo habe.
Beim jüngsten Auftritt in Dortmund war Obermair defensiv sogar besonders gefordert. „Hintenraus hat er ein bisschen was zu tun gehabt, weil Mattes (Hansen) ein bisschen der Schlauch geplatzt ist. Da musste er teilweise für zwei verteidigen“, erklärte Kettemann.
Für Obermair ist die Richtung dennoch klar: Als einer der erfahrenen Akteure soll er beim SCP zunehmend Verantwortung übernehmen und zu einer Größe werden. „Er muss für uns eine Konstante werden, auch wenn er die Bundesliga noch nicht im Detail kennt“, forderte Kettemann – und stellte zugleich fest: „Da ist er auf einem sehr guten Weg.“
Nächste Spiele
Leichtes ProgrammØ Liga 15,6









Kommentare11
Diskutiere mit der Community über diesen Artikel