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Isac Lidberg steht bei Borussia Mönchengladbach vor seinem zweiten Startelfeinsatz in einem Pflichtspiel. Da Tim Kleindienst nach seiner Gelb-Roten Karte beim 0:5 in Freiburg für das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 gesperrt fehlt, rückt der 28-Jährige in den Fokus. Interimstrainer Jan-Moritz Lichte ließ dabei kaum Zweifel daran, dass der Schwede am Samstag von Beginn an auflaufen wird.

 

„Das ist nicht nur eine logische Schlussfolgerung. Isac hat sich das auch erarbeitet und verdient“, erklärte Lichte auf der Pressekonferenz (zitiert via Rheinische Post). Damit bietet sich Lidberg nach drei Bundesliga-Einsätzen als Joker erstmals die Gelegenheit, sich von Beginn an im deutschen Oberhaus zu zeigen. Seinen bislang einzigen Startelfauftritt für die Fohlen absolvierte der Sommerneuzugang im DFB-Pokal, ebenfalls gegen ein Mainzer Team (TSV Schott).

 

Ein Treffer gelang Lidberg in einem Pflichtspiel für Gladbach bislang noch nicht. Dass er gegen Bundesliga-Konkurrenz durchaus für Torgefahr sorgen kann, stellte der Angreifer allerdings bereits in der Vorbereitung unter Beweis. Beim Test gegen die TSG Hoffenheim steuerte er zwei Tore und eine Vorlage bei. „Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man trifft. Bis jetzt sind es aber nur Testspiele. Es ist wichtiger, dass ich in der Saison treffe“, hatte Lidberg damals selbst erklärt.

 

Lichte plant Anpassungen statt Komplettumbau

Das Duell mit Mainz bietet dem im Sommer vom SV Darmstadt 98 verpflichteten Stürmer nun eine gute Möglichkeit, sich auch für die Zeit nach Kleindiensts Rückkehr zu empfehlen. Lidberg war als Alternative zum Gladbacher Kapitän verpflichtet worden und könnte mit einem überzeugenden Auftritt den Konkurrenzkampf im Angriff beleben. In der vergangenen Zweitligasaison hatte der Schwede seine Qualitäten als Torjäger bereits unter Beweis gestellt.

 

In welcher Grundordnung Lichte seine Mannschaft auf den Platz schicken wird, teilte der Interimstrainer weniger offen mit. Vom bisherigen Ansatz komplett abrücken möchte er nach der Trennung von Eugen Polanski nicht. „Wenn man jetzt alles über den Haufen werfen würde, würde das bedeuten, dass man viele Dinge schon vorher hätte ändern können“, erklärte der bisherige Co-Trainer. Vielmehr habe der Trainerstab überlegt, „was in der neuen Situation das Beste ist“.

 

Im Mittelpunkt der kurzen Vorbereitung stand insbesondere der mentale Umgang mit Fehlern und Rückschlägen. Lichte sieht trotz der drei Niederlagen zum Saisonstart durchaus funktionierende Ansätze, bemängelte aber wiederkehrende Phasen, in denen individuelle Fehler unmittelbar bestraft wurden. Gegen Mainz soll die Mannschaft deshalb stabiler reagieren, wenn eine Partie nicht wie erhofft verläuft.

 

„Wir als Trainerteam haben gemeinsam mit der Mannschaft eine Idee entwickelt. Diese Idee werden wir am Samstag mit Überzeugung auf den Platz bringen“, kündigte Lichte an. Lidberg wird dabei ganz vorne eine zentrale Rolle einnehmen. Für den Schweden bietet sich die Gelegenheit, seinen ersten Pflichtspieltreffer im Gladbacher Trikot zu erzielen und sich damit auch über das Mainz-Spiel hinaus für weitere Einsatzzeit zu empfehlen.

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