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Der FC Augsburg ist erstmals in der Vereinsgeschichte Tabellenführer in der Bundesliga. Nach zwei Spieltagen steht man unter anderem vor den Bayern und Dortmund, auch aufgrund des guten Torverhältnisses. Zuhause konnte der FCA Aufsteiger Schalke 04 mit 3:0 schlagen und in Frankfurt (4:1) nach einer tollen zweiten Hälfte als Sieger den Platz verlassen. Trainer Manuel Baum lobt vor der Partie gegen Leverkusen seine Spieler und vor allem den breiten Kader.

 

Nach einer schwachen ersten Hälfte, drehten die Augsburger nach der Pause das Spiel in Hessen von 0:1 auf 4:1. Diese Leistungssteigerung war zum einen dem Blitzstart im zweiten Durchgang zu verdanken, aber auch den Einwechslungen von Baum. „Ich glaube, ich habe noch nie so viel Zeit aufgewendet, die Wechselstrategien vor dem Spiel durchzudenken. Das zeigt, dass wir einen guten Kader haben“, lobt der Trainer seine Breite im Team.

 

Gerade der neu aus München geholte Arijon Ibrahimović überzeugte direkt in der Startelf und traf am Main zum Ausgleich, der die gute zweite Halbzeit einleitete. Doch vor allem nach der Einwechslung von Alexis Claude-Maurice wurde die FCA-Offensive noch kreativer. Beide geben dem Angriff der bayerischen Schwaben einen ganz unterschiedlichen Anstrich.

 

„Alexis und Ari sind zwei total unterschiedliche Spielertypen. Alexis ist ein spielstarker Spieler, der sich hervorragend zwischen den Ketten bewegt und herausragend die Eins-gegen-Eins-Situationen lösen kann. Mit Ari haben wir jetzt jemanden der hervorragend in die Tiefe gehen kann“, so Baum zur Flexibilität hinter Mittelstürmer Michael Gregoritsch.

 

Baum hat auf den Halbpositionen die Qual der Wahl

Der 47-jährige Coach hat ein echtes Luxusproblem in der noch jungen Saison. Neben Claude-Maurice und Ibrahimović gibt es noch Mert Kömür, der sich aufdrängt. Robin Fellhauer traf ebenfalls gegen Frankfurt und kann sowohl zentral, als auch auf der rechten Schiene spielen.

 

„Also die Flexibilität der Spieler finde ich immer extrem spannend. Felle hat auf der Zehn gespielt, aber bevor er zu uns kam auch schon auf der Sechs oder oft auf der rechten Schiene letztes Jahr. Rieder ist auch sehr variabel“, gibt sich Baum auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 15:30 Uhr) erfreut.

 

Und dann gibt es noch Anton Kade, der eigentlich gesetzt ist, wäre da nicht seine Adduktorenverletzung. Der Deutsche war vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp gegen Schalke der Mann des Spiels und drängt sich sogar bei der deutschen Nationalmannschaft auf.

 

„Die sind alle so eng zusammen. Unser Kader gibt es her, da reagieren zu können. Wenn es darum geht, welcher Spieler am besten zu einem Spiel passt, dann kann man schon mal tauschen, obwohl vielleicht ein Spiel davor gewonnen wurde“, macht Baum indirekt klar, dass es auch auf die letzte Elf auf dem Platz ankommt, nicht nur primär die Anfangsformation!

 

Mit Leverkusen kommt nun der Deutsche Meister von 2024 nach Augsburg. Die Werkself fand nach dem Fehlstart in Elversberg (2:3) zuhause gegen Union Berlin (4:0) eindrucksvoll zurück in die Spur. „Wenn man sich die drei bisherigen Spiele so anschaut, dann kommt jetzt das vierte und das wird uns vor ganz andere Probleme stellen. Die sind spielstärker und spielen ganz viel Spielen-und-Gehen. Wir werden weniger Ballbesitz haben“, mahnt Baum.

 

Das vierte Pflichtspiel der Saison wird laut Baum also eine ganz andere Prüfung, als die bisherigen Aufgaben. Um gegen Bayer 04 den nächsten Sieg einzufahren, braucht der FCA-Trainer seinen breiten und flexiblen Kader. Während Kömür rechtzeitig fit geworden ist, steht hinter Kade noch ein Fragezeichen.

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