Ermedin Demirović hat beim VfB Stuttgart innerhalb weniger Tage das nächste dicke Ausrufezeichen gesetzt. Nach seinem Treffer beim 4:1 gegen den 1. FC Köln avancierte der 28-Jährige beim 3:1-Erfolg gegen Viking Stavanger mit einem Dreierpack zum überragenden Mann des Champions-League-Abends.
Dabei schrieb Demirović Geschichte: Noch nie zuvor hatte ein VfB-Spieler in der Champions League oder im früheren Landesmeisterpokal drei Treffer in einer Partie erzielt. Zudem waren in der Geschichte der Champions League nur vier Spieler schneller mit einem Dreierpack. Cheftrainer Sebastian Hoeneß sprach von einem „besonderen Champions-League-Abend“ und richtete ein „Riesenkompliment“ an den Offensivakteur.
Dass der Angreifer nach seinem besonderen Abend abheben könnte, schloss Hoeneß kategorisch aus. „Ihr kennt ihn alle, da besteht nicht die geringste Sorge“, erklärte der Coach. Für Demirović selbst dürften die jüngsten Auftritte auch deshalb eine gewisse Genugtuung darstellen, nachdem im Sommer über seine Zukunft diskutiert worden war und mit Dženan Pejčinović zusätzliche Konkurrenz für das Sturmzentrum gekommen ist.
„Es hat sich ein bisschen was angestaut in mir, wobei ich froh bin, jetzt hier zu sein. Es ist jetzt auch kein Thema mehr“, erklärte Demirović laut dem kicker. Den Konkurrenzkampf nimmt er dabei gelassen: „Mir geht es am Hintern vorbei, wer mein Konkurrent ist.“ Einen Freifahrtschein gebe es ohnehin für keinen der Stuttgarter Angreifer. Vielmehr freue er sich über die Qualität, die der VfB mit Pejčinović und Deniz Undav zusätzlich im Sturmzentrum besitzt.
Mit vier Treffern in den vergangenen beiden Pflichtspielen hat Demirović sportlich jedenfalls nachdrücklich Argumente gesammelt. Für das Bundesliga-Duell mit der TSG Hoffenheim am Samstag (15:30 Uhr) hat sich der Stürmer damit klar für einen weiteren Platz in der Anfangsformation empfohlen.
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