Nur einen Tag nach seinem Wechsel vom SC Freiburg an den Main hat sich Noah Atubolu bei Eintracht Frankfurt auf Anhieb ins Rampenlicht gespielt. Trotz dreier Gegentreffer beim turbulenten 3:3-Auftakt beim 1. FC Union Berlin avancierte der 24-jährige Schlussmann mit mehreren Glanzparaden zum Rückhalt der Hessen – und erhielt von Cheftrainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz gleich mehrfach ein ausdrückliches Sonderlob.
Hütter hob die Leistung seines neuen Keepers ungefragt hervor und schwärmte von einer „tollen Torhüterleistung von Noah Atubolu“ und einem „super Einstand“. Zwar musste der Neuzugang dreimal hinter sich greifen, die Verantwortung dafür sah der Trainer jedoch keineswegs bei ihm: „Noah hat für mich ein sensationell gutes Spiel gezeigt. Trotzdem haben wir 3 Tore bekommen, das hat mit ihm aber nichts zu tun gehabt.“
„Nach guten und intensiven Gesprächen haben wir uns dann schlussendlich entschieden, eine neue Nummer 1 zu holen. Die Tür war offen und da haben wir zugeschlagen mit Noah. Er ist ein Spieler, der im Dunstkreis der Nationalmannschaft ist, ein junger deutscher Tormann“, begründete Hütter den Vorstoß.
Dass es überhaupt zu dem späten Transfer zwischen den Pfosten kam, war das Resultat eines kurzfristigen Umdenkens in der Frankfurter Führungsetage. Ursprünglich sei man davon ausgegangen, mit Kauã Santos als Nummer eins in die Bundesligasaison zu gehen. Doch die Vorbereitungspartie beim Brentford FC, in der die SGE mit 0:7 unterging, warf die Pläne über den Haufen.
Die Tür sei plötzlich aufgegangen, erklärte Hütter rückblickend in der Medienrunde, nachdem Kauã Santos das Trainerteam „ein bisschen zum Zweifeln gebracht“ habe, speziell bei jenem Auftritt in England. Zwar räumte der Coach vor dem Spiel am Sky-Mikro ein, dass an jenem Tag „der Gegner auf der einen Seite sehr, sehr gut und wir sehr schwach“ gewesen seien, dennoch zog die Eintracht klare Konsequenzen.
Auch den offenen Austausch mit dem bisherigen Stammkeeper scheute der Trainer nicht: „Ja, mit Kauã hab ich natürlich auch gesprochen. Man muss auch ehrlich sagen, er hat uns zum Zweifeln gebracht. Deswegen ist die Entscheidung dann so gefallen, wie sie gefallen ist und ich bin sehr, sehr happy, dass Noah jetzt bei uns ist.“ Mit seinem starken Debüt in Berlin hat Atubolu das in ihn gesetzte Vertrauen direkt bestätigt.
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