Neuzugang Ludovit Reis feierte in der ersten DFB-Pokalrunde sein Pflichtspieldebüt für Werder Bremen. Der Niederländer machte seine Sache sehr gut, hat aber in einigen Bereichen noch Luft nach oben laut Trainer Daniel Thioune. Kein Wunder nach lediglich sieben Kurzeinsätzen für Club Brügge in der vergangenen Spielzeit in der belgischen Jupiler Pro League.
„Sie konnten sich am letzten Wochenende davon überzeugen, dass selbst ein halbes Jahr mit wenig Spielzeit Ludovit nicht ausgebremst hat. Er war der Spieler, der die meisten Kilometer auf dem Platz gerissen hat“, merkte Thioune bei der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt beim SC Freiburg an.
Dennoch habe der 26-Jährige laut seinem Trainer noch hier und da Nachholbedarf: „Was ihm fehlt, ist gerade die Bindung zu uns als Mannschaft. Deswegen war es mir wichtig, dass er möglichst lange auf dem Platz steht (beim 3:0-Pokal-Sieg gegen den Lüneburger SK Hansa). Ich war selbst überrascht, dass er es über 90 Minuten kann.“
Klar ist, dass der ehemalige HSV-Kapitän - sofern er bei 100 Prozent ist - eine Bereicherung für Werder darstellt. Aber Thioune tritt auf die Erwartungs-Bremse: „Wir müssen Geduld haben mit der Personalie Ludovit Reis, weil er nicht die Zeit hatte, sich optimal auf uns vorzubereiten. Aber das wird schnell gehen, weil er sehr schnell adaptiert hat, eine hohe intrinsische Motivation mit sich bringt und physiologisch nachlegen kann und muss.“
Wenn Reis also physisch schnell nachlegen kann ist er auf der Acht neben Jens Stage fest eingeplant. Für den Auftakt in der Bundesliga könnte auch Neuzugang Chuki eine Option für die erste Elf der Bremer sein. Der Spanier hat in der Vorbereitung mit guten Standards überzeugt und trainiert schon deutlich länger mit dem Team zusammen.
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