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Mio Backhaus musste beim 4:1-Erfolg des SC Freiburg gegen den Motherwell FC einen bitteren Moment verkraften. Beim zwischenzeitlichen 1:1 ließ der Torhüter einen Distanzschuss von Emmanuel Longelo durch die Hände rutschen und ermöglichte den Gästen damit den Ausgleich. Folgen für das Weiterkommen hatte der Fehler letztlich nicht.

 

Bemerkenswert war vor allem die unmittelbare Reaktion der Freiburger. Igor Matanović machte sich aus rund 40 Metern Entfernung auf den Weg zu Backhaus, um seinen Mitspieler aufzubauen. Auch von den Rängen erhielt der 22-Jährige mit Sprechchören direkt Unterstützung.

 

Cheftrainer Julian Schuster gefiel der Umgang mit der Situation. „Alle haben richtig reagiert und das ist für mich das Wichtigste“, erklärte der Coach nach der Partie. Fehler würden immer wieder passieren. Dass dieser ausgerechnet an einem Abend unterlief, den Freiburg letztlich mit einem deutlichen Sieg abschloss, könne sogar hilfreich sein.

 

Schuster sieht Fehler als Chance zur Entwicklung

„Fehler sind immer wieder eine Chance für Entwicklung“, betonte Schuster. Entscheidend sei für ihn, nach einem solchen Rückschlag sofort für „das richtige Mindset“ zu sorgen. Ein Spieler dürfe sich in dieser Situation nicht alleine fühlen.

 

Genau das sei bei Backhaus nicht der Fall gewesen. Schuster hob sowohl die Reaktion der Mitspieler als auch die Unterstützung der Fans hervor: „Das zeichnet uns im Paket dann auch wieder aus.“ Unter dem Strich zog der Trainer aus dem Umgang mit dem Patzer deshalb sogar etwas Positives.

 

Für Backhaus gilt es nun, den Fehler schnell abzuhaken. Der Rückhalt seiner Mannschaft und der Freiburger Anhänger ist dem Schlussmann jedenfalls sicher. Am Sonntag geht es für den SC mit dem Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen weiter.

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