Enzo Leopold ist bei Borussia Mönchengladbach vor dem Bundesliga-Auftakt bei RB Leipzig (Samstag, 15:30 Uhr) noch nicht ganz auf dem von Trainer Eugen Polanski gewünschten Stand. Der Sommer-Neuzugang von Hannover 96 will nach Einschätzung seines Coaches aktuell teilweise noch etwas zu viel.
„Ein Stück weit fehlt Enzo wahrscheinlich noch, dass er sich etwas zurücknimmt“, erklärte Polanski auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Der 26-Jährige wolle momentan „ein bisschen zu viel“, was der Trainer allerdings ausdrücklich positiv verstanden wissen möchte. „Wir kriegen ihn so weit, dass er danach irgendwann sehr, sehr leistungsfähig ist.“
In der Startformation für Leipzig ist Leopold daher zunächst nicht zu erwarten. Auf der Doppelsechs dürften Philipp Sander und Kevin Stöger die besseren Karten besitzen. Beim 5:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen Schott Mainz wurde Leopold nach rund 70 Minuten eingewechselt.
Unabhängig von seiner aktuellen sportlichen Situation hat der Neuzugang bereits eine Führungsrolle innerhalb des Teams erhalten. Nach dem Abgang von Nico Elvedi rückte Leopold laut einem Bericht der Rheinischen Post in den Mannschaftsrat auf. Polanski hatte diese Möglichkeit bereits im Trainingslager mit dem ehemaligen Hannover-Kapitän besprochen.
„Für mich war relativ klar, dass wir es genauso umsetzen“, erklärte der Gladbach-Coach. Leopold habe durch seine vorherige Rolle in Hannover und seine bisherigen Eindrücke bei der Borussia gezeigt, dass er die Voraussetzungen für eine solche Aufgabe mitbringt.
Während Leopold damit abseits des Platzes bereits Verantwortung übernimmt, gilt es für ihn sportlich noch, sich weiter an die Abläufe bei seinem neuen Verein zu gewöhnen. Polanskis Aussagen zeigen aber auch, dass der Trainer dem Mittelfeldspieler für die weitere Entwicklung einiges zutraut.
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