Auf der linken Abwehrseite des SC Freiburg hat sich zum Saisonstart eine spannende Konkurrenzsituation entwickelt. Jordy Makengo erhielt in den ersten beiden Pflichtspielen das Vertrauen von Cheftrainer Julian Schuster und durfte jeweils von Beginn an ran. Der 25-Jährige hat sich seinen aktuellen Vorsprung insbesondere durch seine Leistungen in der Vorbereitung erarbeitet.
„Ich habe nicht rotiert, weil Jordy eine sehr gute Vorbereitung gespielt hat“, erklärte Schuster auf der Pressekonferenz vor dem Conference-League-Rückspiel gegen den Motherwell FC. In den vergangenen Jahren sei die Situation auf dieser Position „ein Stück weit ausgeglichener“ gewesen. Dass Makengo momentan die Nase vorne hat, sei allerdings keinesfalls gleichbedeutend mit einer schwachen Vorbereitung von Christian Günter.
Ganz im Gegenteil: Schuster hob ausdrücklich hervor, mit welchem Einsatz der 33-jährige Kapitän auf seine Chance hinarbeitet. Besonders das Training nach dem Pokalspiel in Düsseldorf sei dafür beispielhaft gewesen. Die Qualität der Einheit bezeichnete der Coach als „immens“ und zeigte sich vor allem von Günters Auftreten beeindruckt.
„Wie Günni um seine Position, um Minuten kämpft, ist beeindruckend und gleichzeitig Vorbild für jeden einzelnen anderen auch“, lobte Schuster. Genau dieser Konkurrenzkampf sei aus Sicht des Trainers wertvoll: „Diese Konstellation treibt die Jungs gegenseitig an.“
Eine grundsätzliche Aussage darüber, dass Günters Einsatzzeit künftig sinken werde, traf Schuster entsprechend nicht. Vielmehr entscheidet die aktuelle Leistung darüber, wer den Vorzug erhält. Momentan besitzt Makengo diesen kleinen Vorsprung, Günter setzt ihn im Training aber weiter unter Druck.
Auch Berkay Yilmaz gehört zu den Optionen. Der 21-Jährige musste nach dem 3:1 im Hinspiel gegen Motherwell aufgrund eines kleinen Infekts kurzzeitig aussetzen. Für Schuster zeigt das zugleich, wie schnell sich die Ausgangslage innerhalb des Kaders verändern kann. Spieler, die aktuell etwas hinten dran seien, müssten deshalb bereit sein, sobald sich ihre Gelegenheit ergibt.
Yilmaz ausschließlich als dritten Konkurrenten für die Linksverteidigerposition einzuordnen, greift für Schuster ohnehin zu kurz. „Berkay hat eine sehr hohe Flexibilität“, betonte der Freiburger Coach. Bereits in der Vorbereitung kam der Linksfuß neben seiner angestammten Position auch im zentralen Mittelfeld zum Einsatz.
Dadurch verfügt Freiburg nicht nur über mehrere Möglichkeiten auf der linken Abwehrseite, sondern kann Yilmaz auch anderweitig einplanen. Schuster sieht in der Konstellation deshalb vor allem einen Vorteil für sein Team: „Es ist eine Situation, die uns als Mannschaft nur helfen wird.“
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