Florian Müller muss sich beim SC Freiburg in dieser Saison vorerst auch im DFB-Pokal mit der Rolle hinter Mio Backhaus arrangieren. Während der 28-Jährige im vergangenen Jahr als Pokaltorhüter bis ins Halbfinale gekommen war, erhielt beim 5:1-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf diesmal der neue Stammkeeper den Vorzug.
Trainer Julian Schuster begründete die Entscheidung vor allem mit der veränderten Situation zwischen den Pfosten. „Flo hat es allemal verdient, zwischen den Pfosten zu stehen“, betonte der Coach laut BILD. Mit Backhaus habe Freiburg jedoch einen neuen Torhüter, der Spielpraxis benötige, um sich mit seinen Vorderleuten einzuspielen und Automatismen zu entwickeln.
Nachdem Backhaus bereits beim 3:1 im Conference-League-Play-off-Hinspiel gegen Motherwell zum Einsatz gekommen war, sollte er deshalb auch in Düsseldorf Spielpraxis sammeln. „Mio hatte in Motherwell nicht arg viel zu tun. Deshalb war es uns wichtig, noch mal das Pokalspiel zu nutzen“, erklärte Schuster.
Als grundsätzliche Abwertung Müllers ist die neue Pokal-Rollenverteilung laut Schuster somit nicht zu verstehen. Die Entscheidung gegen seinen Ersatzkeeper sei ihm schwergefallen. Gleichzeitig bezeichnete er Müller als „sehr, sehr guten zweiten Torwart“ und stellte ihm weitere Einsatzmöglichkeiten in Aussicht.
„Es wird mit Sicherheit wieder Momente geben, in denen ich das genau tun kann“, sagte Schuster mit Blick darauf, Müller für seine Arbeit zu belohnen. Wann der Schlussmann seine nächste Chance erhält, ließ der Freiburger Coach allerdings offen. Vorerst steht Backhaus auch aufgrund seiner Eingewöhnung als neue Nummer eins im Fokus.
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