Zum Start in die Saisonvorbereitung galt ein Abschied von Victor Boniface noch als beschlossene Sache, nun könnte sich bei Bayer 04 Leverkusen eine bemerkenswerte Kehrtwende abzeichnen. Während die Vereinsführung ursprünglich einen Verkauf oder eine Leihe mit Kaufpflicht anstrebte, denken die Verantwortlichen der Werkself nach den jüngsten Eindrücken laut dem Kölner Stadtanzeiger über einen Verbleib des 25-jährigen Mittelstürmers nach.
Hintergrund des Umdenkens ist die positive Entwicklung des Nigerianers, der sich nach schweren Knieproblemen und einer erfolgreichen Operation herangekämpft hat. Boniface absolvierte die gesamte Sommervorbereitung ohne einen einzigen Fehltag und krönte seine Leistung zuletzt mit dem sehenswerten 2:1-Siegtreffer im Testspiel bei Newcastle United.
Trainer Carles Martínez zeigte sich begeistert von der Aktion seines Angreifers, mahnte jedoch gleichzeitig zu Geduld: „Bei seiner Ballmitnahme habe ich sofort gedacht: Das ist Boniface. Natürlich ist er körperlich noch weit weg von dem, was möglich ist. Aber Talent bleibt Talent. Er muss weitermachen. Im Moment ist er vielleicht noch nicht bereit für viele Minuten, aber in solchen Momenten wie heute kann er uns helfen, Spiele zu gewinnen.“
Zudem sorgt eine neue Vertragskonstellation für zusätzliche Veränderungen: Wie der Klub der Kölner Zeitung offiziell bestätigte, läuft das Arbeitspapier des Stürmers nicht wie bisher angenommen bis 2028, sondern besitzt eine Gültigkeit bis zum 30. Juni 2029. Das bringt Leverkusen in eine günstigere Position. Entschieden ist die weitere Zukunft von Boniface damit noch nicht. Unterm Bayer-Kreuz scheint die Tür aber wieder offen zu stehen.
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