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Der VfB Stuttgart hat in der Offensive nachgerüstet. Die Schwaben überweisen für Leo Sauer eine Ablösesumme von rund 13 Millionen Euro an Feyenoord Rotterdam. Der slowakische Nationalspieler unterschreibt einen langfristigen Vertrag bis 2031.

 

Der Flügelstürmer, der in der niederländischen Eredivisie bereits reichlich Erfahrung sammelte, gilt als Investition in die Zukunft. Mit seiner Spielanlage – als rechtsfüßiger Linksaußen, der mit hohem Tempo nach innen zieht – erinnert das Top-Talent stark an VfB-Leistungsträger Chris Führich.

 

Zu seinen Stärken zählt neben den progressiven Läufen auch seine defensive Präsenz. Der Youngster agiert nicht nur mit Ball extrem dynamisch, sondern arbeitet auch gegen den Ball erstaunlich aktiv mit. Luft nach oben hat Sauer hingegen noch beim Kreieren von Großchancen.

 

Konkurrenzkampf mit Chris Führich?

Beim Blick auf die interne Konkurrenz auf der linken Außenbahn lohnt sich der Vergleich mit Führich. Was die reinen Abschlusswerte (Tore, Assists und Schüsse aufs Tor) angeht, hat Führich im direkten Duell die Nase vorn.

 

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Führich überzeugt ebenso bei den Torschussvorlagen, den Flanken und beim Kreieren von Großchancen. Auffällig bei Sauer ist jedoch seine physische Präsenz: Sowohl bei den Zweikämpfen (Boden- und Luftduelle) als auch bei den Interceptions weist der 20-Jährige deutlich bessere Werte als Führich auf, der in dieser Disziplin kaum in Erscheinung tritt.

 

Sofortiger Impact für Fantasy-Manager?

Trotz der beachtlichen Ablösesumme investiert der VfB mit Leo Sauer in erster Linie in die Perspektive. Für Fantasy-Manager ist er daher vorerst mit großer Vorsicht zu genießen: Zwar besitzt er durch seine hohe Dribbling-Frequenz das Potenzial für gute Rohpunkte, allerdings ist die Konkurrenz in der Stuttgarter Offensive groß und Sauers Effektivität kaum gegeben: In der vergangenen Saison erzielte er in 29 Pflichtspieleinsätzen vier Treffer und bereitete zwei Tore vor. Sein xG-Wert pro 90 Minuten liegt nur bei 0,2.

 

Der Youngster wird sich vorerst hinten anstellen müssen. Trainer Sebastian Hoeneß wird Sauer, der in der Vorsaison zudem von zwei kleineren Verletzungen gebremst wurde, behutsam an das Bundesliga-Niveau heranführen.

 

Auch wenn die internationale Belastung in der Champions League phasenweise für Rotationen in der Startelf sorgen dürfte, sehen wir Sauer in seiner Debütsaison primär in der Rolle des Jokers und Herausforderers. Unsere Prognose lautet daher: rund 700–1.000 von 3.000 möglichen Bundesliga-Spielminuten.

 

Hinweis: Die Spielzeit ist abhängig von Sperren, Verletzungen, Mehrfachbelastung usw. – die Mehrfachbelastung der Vereine versuche ich ungefähr mit einzukalkulieren. Die ungefähre Maximalspielzeit pro Ligasaison liegt bei ca. 3000 Minuten. Diese hat bspw. Patrick Mainka (Heidenheim) erreicht, der weder gesperrt noch verletzt war und auch keine europäischen Wettbewerbe gespielt hat. Zum Vergleich liegen Spieler wie Dayot Upamecano oder Jonathan Tah bei rund 1700–2000 Spielminuten und gelten dennoch als Stammspieler. Die Prognose der Spielzeit gilt deshalb als Anhaltspunkt für euch, um besser zu verstehen, welche Rolle ich einem neuen Spieler in seinem Verein zutraue.

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