Borussia Dortmund hat die Verpflichtung von Konstantinos Karetsas offiziell gemacht. Der 18-jährige Offensivspieler kommt vom KRC Genk und unterschreibt bei den Schwarz-Gelben einen langfristigen Vertrag bis 2031.
Für das Top-Talent überweist der BVB eine Ablöse von rund 30 Millionen Euro an die Belgier. Diese Summe kann durch Bonuszahlungen, die unter anderem an Einsätze und Titelgewinne geknüpft sind, um bis zu 2 Millionen Euro anwachsen. Zudem wurde eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von zehn Prozent vereinbart. Der Vertrag des Griechen soll keine Ausstiegsklausel enthalten. Er erhält ein leistungsbezogenes Grundgehalt von rund 3,5 Millionen Euro und läuft mit der Rückennummer 19 auf.
Auf dem Platz verkörpert Karetsas einen vertikalen Spielmacher, der mit herausragender Technik, Beweglichkeit und enger Ballführung besticht. Seine größten Stärken sind trickreiche Dribblings (2,2 erfolgreiche Dribblings pro 90 Minuten) sowie die Fähigkeit, über Schnittstellenpässe und Flanken Chancen für seine Mitspieler zu kreieren (2,72 Torschussvorlagen pro 90 Minuten). Am liebsten agiert der Linksfuß dabei im rechten Halbraum. Defizite weist der schmächtige Offensivmann hingegen noch im Defensivspiel (nur 2,7 Defensivaktionen pro Spiel) und im Abschluss auf.
Beim Blick auf das Daten-Radar lohnt sich der direkte Vergleich mit seinem Vorgänger Julian Brandt. Was das Dribbling angeht, hat der griechische Neuzugang im direkten Duell deutlich die Nase vorn.

Brandt überzeugte hingegen stärker im Kurzpassspiel sowie ganz klar beim Abschluss. Die Passgenauigkeit von Karetsas ist für einen Offensivspieler ausbaufähig (81,7 Prozent). Bei der Kreativität sowie dem Durchhaltevermögen bewegen sich beide Akteure auf einem sehr ähnlichen Niveau. Insgesamt zeigen die Daten Karetsas als sehr starken und flexiblen Vorbereiter, der allerdings noch eine geringere Abschlussqualität mitbringt.
Bei einer Ablöse von 30 Millionen Euro ist damit zu rechnen, dass Karetsas in Dortmund zeitnah eine wichtige Rolle einnehmen soll. Durch seine enormen Qualitäten im Eins-gegen-eins und beim Kreieren von Chancen dürfte er regelmäßig wichtige Offensivaktionen initiieren, was in vielen Managerspielen für ein solides Punktefundament sorgt. Zudem war er bei seinem Ex-Verein auch Standardschütze.
Als spielstarker Zehner wird er das Angriffsspiel der Borussia direkt beleben können. Ob er angesichts seines sehr jungen Alters direkt als unumstrittener Stammspieler dauerhaft von Beginn an zum Einsatz kommt, ist noch leicht fraglich. Immerhin absolvierte Karetsas in der abgelaufenen Saison mit Genk aber schon 49 Pflichtspiele (davon elf in der Europa League). Dabei erzielte er drei Treffer und lieferte 18 Vorlagen.
Besonders unter Berücksichtigung, dass die internationale Belastung in der Champions League immer wieder für Veränderungen in der Elf sorgen dürfte und ein so junger Spieler behutsam aufgebaut werden sollte, lautet unsere Prognose: rund 1.900–2.200 von 3.000 möglichen Bundesliga-Spielminuten.
Hinweis: Die Spielzeit ist abhängig von Sperren, Verletzungen, Mehrfachbelastung usw. – die Mehrfachbelastung der Vereine versuche ich ungefähr mit einzukalkulieren. Die ungefähre Maximalspielzeit pro Ligasaison liegt bei ca. 3000 Minuten. Diese hat bspw. Patrick Mainka (1. FC Heidenheim) erreicht, der weder gesperrt noch verletzt war und auch keine europäischen Wettbewerbe gespielt hat. Zum Vergleich liegen Spieler wie Dayot Upamecano oder Jonathan Tah bei rund 1700–2000 Spielminuten und gelten dennoch als Stammspieler. Die Prognose der Spielzeit gilt deshalb als Anhaltspunkt für euch, um besser zu verstehen, welche Rolle ich einem neuen Spieler in seinem Verein zutraue.
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