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Der 1. FC Union Berlin hat im vierten Testspiel der Sommervorbereitung den nächsten Dämpfer hinnehmen müssen. Nach dem 1:1 gegen den Regionalligisten Chemnitzer FC unterlagen die Eisernen am Sonntag dem FC Carl Zeiss Jena (Regionalliga) mit 0:2. Dabei präsentierte sich der Bundesligist vor allem in der ersten Halbzeit äußerst fehleranfällig.

 

Trainer Mauro Lustrinelli ließ seine Mannschaft zunächst in einem 4-4-2-System beginnen, das sich im Ballbesitz phasenweise zu einem 4-2-3-1 wandelte. Das Sturmduo Andrej Ilić und Oliver Burke rotierte viel, während Ilyas Ansah nach Ballbesitz häufig ins Zentrum einrückte. Nach rund 25 Minuten tauschten Ansah und Livan Burcu zudem die Seiten.

 

Spielerisch tat sich Union allerdings schwer. Im Spielaufbau fehlten Tempo und Ideen, zudem gelang es den Berlinern kaum, Offensive und Defensive miteinander zu verbinden. Defensiv offenbarte die Mannschaft immer wieder Probleme im Eins-gegen-eins und ließ sich mehrfach einfach ausspielen.

 

Positiv hervorzuheben war vor allem Aljoscha Kemlein. Der Mittelfeldspieler ließ sich immer wieder tief fallen, forderte zahlreiche Bälle und versuchte das Spiel anzukurbeln. Mit seiner Intensität und Präsenz war er einer der wenigen Lichtblicke im ersten Durchgang.

 

Weniger glücklich verlief die Partie dagegen für Oluwaseun Ogbemudia. Der Innenverteidiger wirkte sowohl im Spielaufbau als auch in den Defensivduellen unsicher und leistete sich mehrere Fehler. Auch Tom Rothe hatte keinen guten Tag, verlor einige Bälle in der eigenen Hälfte und fand nur schwer in die Partie. Marvin Friedrich ließ sich zudem mehrfach im Strafraum ausspielen.

 

Deutlich bessere zweite Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel wechselte Lustrinelli einmal komplett durch und brachte unter anderem die beiden erst 16-jährigen Michael Etobe und Linus Güther. Union präsentierte sich anschließend deutlich verbessert, agierte mit mehr Tempo, höherer Intensität und deutlich größerer Sicherheit im eigenen Ballbesitz.

 

Julien Friedrich sorgte mit seiner Energie für Belebung und war an zahlreichen Offensivaktionen beteiligt. Gleichzeitig schoben die Außenverteidiger nun deutlich konsequenter nach vorne, während die Flügelspieler häufiger ins Zentrum einrückten. Besonders Linksverteidiger Derrick Köhn brachte deutlich mehr Dynamik ins Spiel als zuvor Tom Rothe.

 

Im Spielaufbau machte sich zudem die Präsenz von Leopold Querfeld bemerkbar. Seine langen Bälle und Seitenverlagerungen verliehen dem Berliner Spiel deutlich mehr Struktur und öffneten Räume, die im ersten Durchgang kaum genutzt wurden.

 

Trotz der Leistungssteigerung blieb Union letztlich ohne Torerfolg und musste sich dem Regionalligisten mit 0:2 geschlagen geben. Nach zwei klaren Auftaktsiegen folgten damit zuletzt ein 1:1 gegen den Chemnitzer FC und nun die Niederlage gegen Carl Zeiss Jena – Ergebnisse, die dem Trainerteam weitere Erkenntnisse für die kommenden Wochen liefern dürften.

Tore:
0:1 Elias Löder (12.)
0:2 Kevin Lankford (83.)

 

Aufstellung von Union Berlin

 

Aufstellung

Testspiel
Oliver Burke
46’

Burke

Andrej Ilic
46’

Ilić

Andras Schäfer
46’

Schäfer

Aljoscha Kemlein
46’

Kemlein

Livan Burcu
46’

Burcu

Ilyas Ansah
46’

Ansah

Marvin Friedrich
46’

Friedrich

Tom Rothe
46’

Rothe

Josip Juranovic
46’

Juranović

Oluwaseun Ogbemudia
46’

Ogbemudia

Matheo Raab
46’

Raab

12.07.2026|Heimspiel gegenFC Carl Zeiss Jena|0:2

Bank

Duje Sliskovic
Duje Sliskovic
46’
Carl Klaus
Carl Klaus
46’
Derrick Köhn
Derrick Köhn
46’
Michael Etobe
Michael Etobe
46’
Zeno Van Den Bosch
Zeno Van Den Bosch
46’
Leopold Querfeld
Leopold Querfeld
46’
Julien Friedrich
Julien Friedrich
46’
Linus Güther
Linus Güther
46’
Christopher Trimmel
Christopher Trimmel
46’
Tim Blaszczak
Tim Blaszczak
46’
Janik Haberer
Janik Haberer
46’

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