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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©LigaInsider/GettyImages

Moreira-Transfer: Zahlen passen ins Leverkusen-Muster

Afonso Moreira wechselt für bis zu 33,6 Millionen Euro von Olympique Lyon zu Bayer 04 Leverkusen. Der 21-jährige Flügelspieler glänzte in der vergangenen Saison in Frankreich mit 18 Scorerpunkten und soll nun die Außenbahn der Werkself verstärken. Der Portugiese ist hochveranlagt, doch hebt er sich statistisch vom Leverkusener Stammpersonal ab?

 

Moreira ist einer der aufstrebenden Fußballer in seinem Land und will nun den nächsten Schritt gehen. Von der Ligue 1 in die Bundesliga. Mit Bayer wird er kommendes Jahr Europa League spielen, diesen Wettbewerb kennt er durch seine Zeit bei Lyon bestens.

 

Der gebürtige Nordportugiese wurde bei Sporting Lissabon ausgebildet. Nach zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg wechselte er vor einem Jahr zu Olympique, wo er noch einmal zulegte. Sein Marktwert explodierte von fünf auf 20 Millionen Euro. Auf der linken Außenbahn kann Moreira nahezu alles spielen, auch auf dem rechten Flügel kann er ebenso gut aushelfen.

 

Top Vorlagengeber, Defizite bei der Ballsicherheit

Der Rechtsfuß besitzt den großen Vorteil, im Leverkusener System flexibel einsetzbar zu sein. Gerade die Mittelstürmer Patrik Schick und Christian Kofane soll er zukünftig mit Bällen füttern. Das kann er mit Blick auf sein Profil auch am besten. Vorlagen, Flanken und kreierte Chancen zählen zu seinen Stärken.

 

Seine zehn Assists stechen heraus, davon zwei in der Europa League. Obendrein hat er mit acht Treffern eine Menge Eigenwerbung betrieben. Fähigkeiten weist er den Werten nach, aber auch in der Zweikampfführung auf, wenn es darum geht, den Gegner vom Ball zu trennen (oder diesen abzufangen). Der 1,75-Meter-Mann kann also nicht nur Technik und Offensive, er ist sich auch nicht zu schade für die Arbeit gegen den Ball.

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Verbesserungspotenzial ist statistisch bei seinen Ballverlusten sowie im Bereich Expected Goals, und seine Pässe ins letzte Drittel kommen zu selten an. Gerade Letzteres könnte darüber entscheiden, ob er sich in dem gut bestückten Bayer-Kader einen Stammplatz erarbeiten kann. Die Bundesliga wird sicherlich auch körperlich eine Umstellung im Vergleich zur portugiesischen und französischen Liga sein.

 

Viele Konkurrenten – wo ist Platz?

Der Kader des Tabellensechsten der Vorsaison ist mit jungen und schnellen Flügelspielern ausgestattet. Moreiras Profil passt zu den offensiven Halbpositionen beziehungsweise eher zu einer Flügelposition im Viererkettensystem, was künftig verstärkt zum Einsatz kommen könnte.

 

Denn es ist offen, wie genau das System vom neuen Trainer Carles Martinez aussehen wird. Er selbst traf in einem Interview keine Festlegung, will sich vielmehr flexibel zeigen. Aus den Medien heißt es aber, dass die prinzipielle Grundordnung eine mit Viererabwehrkette sein soll.

 

Somit gehören Jonas Hofmann – wenn auch eher ein Auslaufmodell mit seinen 33 Jahren –, Eliesse Ben Seghir, Malik Tillman, Ernest Poku und Nathan Tella zu seinen Hauptkonkurrenten. Mit letzteren beiden, die für Tempo und Tiefe stehen, hat Ligainsider Moreira verglichen.

 

Ähnlich, aber doch verschieden

Beim Vergleich zwischen Moreira, Poku und Tella fällt eines recht schnell auf: Die Muster passen grundsätzlich übereinander, aber in verschiedenen Statistiken hat jeder den anderen gegenüber Stärken und Schwächen.

 

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Der Portugiese ist stark in der Zweikampfführung und auch im Kreieren von Chancen den anderen Spielern voraus. In Sachen Torvorlagen, Toren und Schüssen bildet er jeweils eine Symbiose aus Tella und Poku. Der Niederländer war beispielsweise treffsicher vergangene Spielzeit, während Tella eher kreiert und aufgelegt hat.

 

Der Nigerianer sticht vor allem in der Statistik Schlüsselpässe heraus. Das ist wiederum – ähnlich wie die Dribblings – ein schwächerer Bereich des 21-jährigen Neuzugangs. Moreiras Zahlen passen auf jeden Fall ins Leverkusener Muster. Sein Profil ist vielversprechend und in einigen Punkten im Kader einzigartig.

 

Deshalb ist ein Stammplatz bei der Werkself absolut möglich, aber in diesem breiten Kader keinesfalls garantiert. Durch die Dreifachbelastung mit Bundesliga, Pokal und Europa League wird Moreira definitiv einige Chancen bekommen, sein Talent unter Beweis zu stellen.

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Basis: Vorsaison

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