©LigaInsider/GettyImagesIttens Effektivität in Liga 2: Kann er das auch in Bremen?
Cedric Itten wechselt ablösefrei von Zweitligaabsteiger Fortuna Düsseldorf zum SV Werder Bremen. Der Schweizer glänzte in der vergangenen Saison mit 15 Toren in 30 Spielen und gehörte zu den erfolgreichsten Torjägern in der 2. Bundesliga. Kann er diese Leistung auch in der Bundesliga bestätigen und wie schneidet er im Vergleich ab?
Itten kämpft aktuell bei der Weltmeisterschaft in Amerika mit der Schweiz um den Gruppensieg in Gruppe B. Seine Leistungen im Fortuna-Trikot spülten ihn in die Nati-Auswahl und nun auch in die Bundesliga. An der Weser soll er – wie BILD berichtet – nicht die Stammlösung im Sturmzentrum sein, aber wie kann er Werder genau helfen?
Eins ist klar: Bremen braucht dringend Hilfe im Sturmzentrum. Nach Absteiger St. Pauli (29 Treffer) stellten die Grün-Weißen den schlechtesten Sturm (37 Tore) im deutschen Oberhaus.
Victor Boniface kam kaum zum Einsatz und Keke Topp - meist als Joker eingesetzt - riss sich in der Rückrunde das Kreuzband. Immerhin Salim Musah konnte ganz spät Aufsehen erregen. Jovan Milošević kam im Winter als Übergangslösung und auch Justin Njinmah musste teilweise im Sturmzentrum aushelfen. Letztere vergleicht LigaInsider mit Neuzugang Itten.
Eingangs ist zu erwähnen, dass LigaInsider die Zahlen aus Ittens Zweitligasaison den Bundesliga-Daten von Milošević und Njinmah gegenüberstellt. Dieser Vergleich hinkt zwar aufgrund des unterschiedlichen Niveaus etwas, dennoch war der Schweizer einer der wenigen Lichtblicke in einer enttäuschenden Saison der Düsseldorfer.
Trotz des Abschlusses auf einem Abstiegsplatz sorgt Itten mit seinen Zahlen für einige Ausrufezeichen. In drei von acht Statistiken ist er klar vor Milošević und Njinmah. Er feuert mehr Schüsse ab, schießt häufiger auf das gegnerische Tor und kreiert mehr Chancen. Gerade im Vergleich zu Milošević ist das sehr interessant, da beide klassische Mittelstürmer sind.
Die Zahlen werden pro 90 Minuten erhoben bzw. hochgerechnet. Auch deshalb hat der Serbe eine bessere Quote bei Toren und Torvorlagen.

Njinmah hingegen fällt deutlich ab. Der Deutsche musste aufgrund der genannten Sturmprobleme bei Werder auch immer mal wieder im Zentrum aushelfen. Fünf Tore und keine Vorlage in 33 Spielen verdeutlichen jedoch, warum Bremen offensiv häufig zu harmlos agiert. Der 25-Jährige besticht lediglich mit einer guten Zweikampfführung.
Der Schweizer bringt körperlich viele Voraussetzungen mit, um in der Bundesliga bestehen zu können. Mit 1,90 Meter Körpergröße gehört das Kopfballspiel zu seinen Stärken. Obendrein weist er auch bei der Nati gute Zahlen auf (fünf Tore in 16 Spielen).

Der gebürtige Baseler bringt Champions-League-Erfahrung mit nach Bremen und hat in 128 Spielen für den BSC Young Boys 68 Scorer beigesteuert (48 Tore). In der Bundesliga konnte er sich während seiner Zeit bei der SpVgg Greuther Fürth in der Saison 2021/22 allerdings noch nicht nachhaltig durchsetzen. Damals gelangen ihm zwei Tore in zwölf Einsätzen.
Aktuell erscheint der Konkurrenzkampf im Werder-Sturm überschaubar, auch wenn Sportdirektor Clemens Fritz weiterhin nach Verstärkungen für die Offensive sucht. Dadurch könnten in den kommenden Wochen weitere Konkurrenten hinzukommen.
Miloševićs Leihe endet diesen Sommer, Topp fehlt dieses Jahr fast noch komplett mit seinem Kreuzbandriss. Somit muss Itten sich aktuell als klassischer Mittelstürmer vor allem gegen Youngster Musah behaupten – eine durchaus realistische Aufgabe. Justin Njinmah, Marco Grüll und Samuel Mbangula konkurrieren wohl eher auf dem Flügel.
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