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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©LigaInsider/Getty Images

WM: Diese Spieler gehören auf den Bundesliga-Radar

Die Weltmeisterschaft ist nicht nur die Bühne der Superstars. Während sich die Aufmerksamkeit vieler Fans auf Spieler wie Kylian Mbappé oder Lamine Yamal richtet, beginnt für Scouts und Kaderplaner oft die spannendste Arbeit erst eine oder zwei Ebenen darunter.

 

Gerade bei Turnieren dieser Größenordnung gelingt es immer wieder Spielern aus kleineren Fußballnationen, ihren Marktwert nachhaltig zu steigern. Einige nutzen die WM als Sprungbrett zu größeren Vereinen, andere spielen sich überhaupt erst auf die Notizzettel europäischer Klubs. Auch Bundesligisten dürften in den kommenden Wochen genau hinschauen.

 

Wir haben acht Spieler herausgesucht, die zwar nicht unbedingt zu den größten Namen des Turniers zählen, deren Profile aber hervorragend zur Bundesliga passen könnten.

 

Gilberto Mora (Mexiko)
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Wenn es bei dieser Weltmeisterschaft einen Spieler gibt, dessen Namen man sich unabhängig von einem möglichen Bundesliga-Wechsel merken sollte, dann ist es Gilberto Mora.

 

Der Offensivspieler von Club Tijuana reist als jüngster Teilnehmer des gesamten Turniers zur WM. Mit gerade einmal 17 Jahren bringt es Mora bereits auf 53 Profieinsätze sowie zehn Tore und zwei Vorlagen im Herrenbereich – Zahlen, die in diesem Alter außergewöhnlich sind. Besonders beeindruckend ist dabei seine technische Qualität. Mora fühlt sich in den Halbräumen wohl, verfügt über eine enge Ballführung und spielt mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit. Trotz seines jungen Alters übernimmt er bereits Verantwortung im letzten Drittel und sucht regelmäßig kreative Lösungen.

 

Mora gehört zu den spannendsten Offensivtalenten außerhalb Europas. Sollte seine Entwicklung ähnlich verlaufen wie bislang, dürfte ein Wechsel in eine Top-Liga nur eine Frage der Zeit sein.

Potenzieller Fit: RB Leipzig, Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen

WM-Fahrplan: Mexiko trifft auf Südafrika (11. Juni, 21:00 Uhr), Südkorea (19. Juni, 03:00 Uhr) und Tschechien (25. Juni, 03:00 Uhr).

 

Alessandro Circati (Australien)
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Der Markt für moderne Innenverteidiger wird immer gefragter. Umso interessanter ist Alessandro Circati.

 

Der 22-Jährige gehörte in der vergangenen Saison zu den auffälligsten Spielern bei Parma Calcio 1913 und etablierte sich in der Serie A als verlässlicher Stammspieler. Circati vereint viele Eigenschaften, die spielstarke Bundesligisten suchen: Er ist 1,91 Meter groß, zweikampfstark, dynamisch genug für hohe Verteidigungslinien und bringt gleichzeitig eine bemerkenswerte Ruhe am Ball mit.

 

Sein progressives Passspiel fällt auf. Circati löst Situationen nicht einfach nur, sondern sucht aktiv vertikale Lösungen. Dazu kommt eine hohe Konzentration im Defensivverhalten sowie eine starke Präsenz in Luftduellen. Spieler dieses Profils sind auf dem Markt rar und entsprechend teuer geworden.

 

Die Frage dürfte weniger sein, ob Circati Bundesliga-Niveau besitzt, sondern vielmehr, welcher deutsche Klub ihn nach seiner starken Saison überhaupt noch finanzieren könnte.

 

Potenzieller Fit: VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt

WM-Fahrplan: Australien trifft auf die Türkei (14. Juni, 06:00 Uhr), die USA (19. Juni, 21:00 Uhr) und Paraguay (26. Juni, 04:00 Uhr).

 

Christ Inao Oulaï (Elfenbeinküste)
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23 Millionen Euro Marktwert mit 20 Jahren sprechen bereits eine deutliche Sprache. Christ Inao Oulaï entwickelte sich beim Trabzonspor Kulübü zu einem der interessantesten Mittelfeldspieler seines Jahrgangs. Der zentrale Mittelfeldspieler verbindet technische Qualität mit einer enormen Laufstärke und beeindruckender Spielintelligenz. Auffällig ist seine Fähigkeit, auch unter Druck die Kontrolle zu behalten und das Spiel durch progressive Pässe nach vorne zu treiben.

 

Gleichzeitig arbeitet Oulaï intensiv gegen den Ball. Er gewinnt viele Zweikämpfe, schließt Passwege und bringt eine Dynamik mit, die im modernen Mittelfeld enorm wertvoll ist. Genau diese Mischung macht ihn so interessant.

 

Für viele Bundesligisten dürfte er inzwischen allerdings zu teuer geworden sein. Trotzdem gehört Oulaï zu den Spielern, die man bei dieser Weltmeisterschaft unbedingt beobachten sollte. Vereine mit Ambitionen im internationalen Geschäft dürften seine Entwicklung sehr genau verfolgen.

 

Potenzieller Fit: Bayer 04 Leverkusen, RB Leipzig

WM-Fahrplan: Die Elfenbeinküste trifft auf Ecuador (15. Juni, 01:00 Uhr), Deutschland (20. Juni, 22:00 Uhr) und Curaçao (25. Juni, 22:00 Uhr).

 

Caleb Yirenkyi (Ghana)
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Während Oulaï bereits in einer höheren Marktwert-Kategorie angekommen ist, könnte Caleb Yirenkyi für einige Bundesligisten noch deutlich realistischer erreichbar sein.

 

Der Mittelfeldspieler vom FC Nordsjælland überzeugt durch eine Mischung aus Dynamik, Laufstärke und Spielintelligenz. Besonders seine Rolle als tiefer Spielmacher macht ihn interessant. Yirenkyi kann das Spiel strukturieren, besitzt ein sauberes Passspiel und bringt gleichzeitig die nötige Aggressivität gegen den Ball mit.

 

Seine größte Stärke ist die Balance. Er kann Angriffe einleiten, Räume schließen und das Tempo einer Partie beeinflussen. Genau solche Profile suchen viele Vereine vergeblich.

 

Potenzieller Fit: Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart (bei Stiller-Abgang)

WM-Fahrplan: Ghana trifft auf Panama (18. Juni, 01:00 Uhr), England (23. Juni, 22:00 Uhr) und Kroatien (27. Juni, 23:00 Uhr).

 

José Córdoba (Panama)
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Linksfuß-Innenverteidiger mit Athletik, Tempo und Spielaufbauqualitäten gehören mittlerweile zu den begehrtesten Profilen im europäischen Fußball.

 

Genau deshalb könnte José Córdoba für einige Bundesligisten interessant werden. Der 25-Jährige steht aktuell beim Norwich City FC unter Vertrag und bringt ein Gesamtpaket mit, das in dieser Form nicht häufig zu finden ist. Córdoba ist schnell, robust, zweikampfstark und gleichzeitig überraschend sauber am Ball.

 

Auffällig ist seine Fähigkeit, hohe Bälle präzise zu spielen und das Spiel von hinten anzukurbeln. Dazu kommt eine enorme Physis, die ihm in direkten Duellen Vorteile verschafft.

 

Für Vereine, die nach einem linken Innenverteidiger suchen, dürfte Córdoba deshalb ein äußerst spannender Name sein.

 

Potenzieller Fit: Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln

WM-Fahrplan: Panama trifft auf Ghana (18. Juni, 01:00 Uhr), Kroatien (24. Juni, 01:00 Uhr) und England (27. Juni, 23:00 Uhr).

 

Promise David (Kanada)
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Allein sein Name sorgt bereits für Aufmerksamkeit. Auf dem Platz liefert Promise David aber ebenfalls gute Versprechen.

 

Der 1,95 Meter große Angreifer von Royale Union Saint-Gilloise gehört zu den auffälligsten Stürmern der belgischen Liga. Seine größte Stärke liegt naturgemäß im Strafraum. Dort entwickelt David eine enorme Präsenz, gewinnt viele Kopfballduelle und besitzt einen sehr guten Abschluss.

 

Interessant macht ihn allerdings, dass er deutlich mehr mitbringt als reine Körperlichkeit. Trotz seiner Größe bewegt sich David überraschend dynamisch, findet regelmäßig gefährliche Räume und kann Angriffe auch selbst vorbereiten.

 

Sein Profil wirkt wie geschaffen für die Bundesliga. Gerade Vereine, die einen physischen Zielspieler suchen, dürften den Kanadier sehr genau beobachten. Vor allem für Klubs aus der oberen Tabellenregion könnte David von Interesse sein.

 

Potenzieller Fit: FC Bayern München (Backup-Idee), Borussia Dortmund

WM-Fahrplan: Kanada trifft auf Bosnien und Herzegowina (12. Juni, 21:00 Uhr), Katar (19. Juni, 00:00 Uhr) und die Schweiz (24. Juni, 21:00).

 

Esmir Bajraktarevic (Bosnien und Herzegowina)
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Manche Spieler fallen nicht durch spektakuläre Statistiken auf, sondern durch ihre Art, Fußball zu spielen. Esmir Bajraktarevic gehört in diese Kategorie. Der 21-Jährige steht bei der PSV Eindhoven unter Vertrag und deutete sein Potenzial in der vergangenen Saison mehrfach an.

 

Sein Dribbling, sein Kurzpassspiel und seine Kreativität auf engem Raum stechen hervor. Hinzu kommt ein sehr gutes Flankenspiel, das ihn auch für Mannschaften interessant macht, die verstärkt über die Außenbahnen arbeiten. Scouts aus Augsburg, Mainz und Bremen sollen sich bereits im Winter mit dem Flügelspieler beschäftigt haben.

 

Die WM könnte nun die perfekte Gelegenheit sein, um sich auf noch größerer Bühne zu präsentieren.

 

Potenzieller Fit: SV Werder Bremen, SC Freiburg, 1. FSV Mainz 05

WM-Fahrplan: Bosnien und Herzegowina trifft auf Kanada (12. Juni, 21:00 Uhr), die Schweiz (18. Juni, 21:00 Uhr) und Katar (24. Juni, 21:00 Uhr).

 

Bamba Dieng (Senegal)
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Den Abschluss macht ein Spieler, dessen Name in den vergangenen Monaten immer wieder mit der Bundesliga in Verbindung gebracht wurde.

 

Bamba Dieng erzielte für den FC Lorient zehn Tore in 22 Ligue-1-Spielen und steht im Sommer vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Der Angreifer ist ablösefrei zu haben und dürfte damit für zahlreiche Vereine interessant werden.

 

Bemerkenswert ist seine Effizienz vor dem Tor. Dieng benötigt vergleichsweise wenige Chancen für einen Treffer und überzeugt durch einen zuverlässigen Abschluss. Obwohl er mit rund 1,78 Meter nicht zu den größten Stürmern gehört, behauptet er sich zudem überraschend gut in Luftduellen.

 

Hoffenheim, Freiburg und Werder Bremen wurden in den vergangenen Monaten immer wieder mit dem Senegalesen in Verbindung gebracht. Gerade die Bremer könnten aufgrund ihrer Stürmersuche ein besonders interessantes Ziel darstellen.

 

Potenzieller Fit: SV Werder Bremen, SC Freiburg, Hamburger SV

WM-Fahrplan: Senegal trifft auf Frankreich (16. Juni, 21:00 Uhr), Norwegen (23. Juni, 02:00 Uhr) und den Irak (26. Juni, 21:00 Uhr).

 

Fazit

Natürlich wird nicht jeder dieser Spieler in der kommenden Saison in der Bundesliga auflaufen. Fest steht allerdings: Wie schon in der Vergangenheit bietet auch diese Weltmeisterschaft die Chance, neue Namen zu entdecken. Während sich die Schlagzeilen oft um die größten Stars drehen, entstehen interessante Transfers nicht selten eine Ebene darunter.

 

Genau deshalb haben wir uns bewusst auf Spieler konzentriert, die nicht jeder Fußballfan bereits auf dem Radar haben dürfte. Statt der offensichtlichen Top-Talente standen vor allem Akteure aus kleineren Fußballnationen und weniger beachteten Ligen im Fokus – Spieler also, bei denen die Wahrscheinlichkeit deutlich höher ist, sie in naher Zukunft tatsächlich in der Bundesliga zu sehen.

 

Wer in den kommenden Wochen auch abseits der Favoriten genauer hinschaut, hat bei den Spielen von Panama, Ghana, Bosnien und Herzegowina, Kanada, Senegal, Elfenbeinküste, Australien oder Mexiko direkt einige Namen, auf die sich ein genauer Blick lohnen könnte. Vielleicht läuft dort bereits der nächste Bundesliga-Transfer über den Platz, ohne dass wir es zu diesem Zeitpunkt wissen.

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