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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©Getty Images/LigaInsider

Brackelmann-Transfer: Mut zum Risiko beim FCA?

Der FC Augsburg untermauert seine Ambitionen auf dem Transfermarkt und sichert sich ein hochinteressantes Profil für die Bundesliga-Defensive. Nach dem Aufstieg in der Relegation verlässt Calvin Brackelmann den SC Paderborn 07. Der 26-jährige Innenverteidiger wechselt ablösefrei in den Süden Deutschlands und unterschreibt bei den Fuggerstädtern einen langfristigen Vertrag bis 2030.

 

In Ostwestfalen war Brackelmann ein emotionaler und sportlicher Anker in der Aufstiegsmannschaft. Mit seiner beeindruckenden Präsenz avancierte er in der abgelaufenen Spielzeit zu einem unverzichtbaren Defensivposten, der nun bei einem neuen Verein den nächsten Schritt im Oberhaus gehen möchte. Wir beleuchten sein Profil, die taktische Rolle im Augsburger Vertikalspiel und den direkten Konkurrenzkampf mit Cédric Zesiger.

 

Modern und mutig: Das Profil von Calvin Brackelmann

 

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Calvin Brackelmann ist nicht nur ein klassischer, linksfüßiger Abwehrspieler, sondern verkörpert auf der linken Innenseite den Typus des modern agierenden Innenverteidigers. Was ihn besonders macht, ist seine Veranlagung zum progressiven Spielaufbau. Brackelmann versteht sich nicht als schlichter Verwalter, sondern agiert extrem mutig und kreiert Angriffe direkt aus der Tiefe. Er leitet das Spiel schnell sowie effektiv weiter und sucht konsequent den vertikalen Weg nach vorne.

 

Brackelmann verteidigt lieber aktiv am Mann und sucht das direkte Duell, weshalb er hervorragende Werte in den Tacklings vorweist. Der 26-Jährige weist in den vielen Zweikämpfen, die er führt, eine starke Quote auf. Im Umkehrschluss bedeutet dieser offensive Stil jedoch auch ein gewisses Problem: Er geht enorme Risiken ein. Durch den Fokus auf den direkten Zugriff fallen seine Werte beim passiven Abfangen von Bällen durch Interceptions vergleichsweise schwach aus. Zudem leidet seine reine Passgenauigkeit spürbar unter den vielen risikoreichen, progressiven Bällen, was ihn anfällig für Ballverluste macht.

 

Setzt sich Brackelmann gegen Zesiger durch?

Auf der Position des linken Innenverteidigers trifft Brackelmann beim FCA auf namhafte Konkurrenz. Sein direkter Widersacher um den Stammplatz im Abwehrzentrum wird Cédric Zesiger sein, der besonders in der abgelaufenen Rückrunde diesen Posten im Augsburger System innehatte. Der statistische Vergleich der beiden Akteure, gemessen in ligaweiten Perzentilen, offenbart zwei unterschiedliche Herangehensweisen und zeigt auf, warum Brackelmann das Augsburger Spiel grundlegend verändern könnte. Grundsätzlich ist hier zu beachten, dass Brackelmanns Werte in der 2. Bundesliga zustande gekommen sind, während Zesigers Werte durch die höhere Qualität im Oberhaus beeinflusst wurden.

 

Beim Blick auf das reine Passspiel zeigt sich das beschriebene Risiko des Neuzugangs: Während Zesiger sich hier in einem unterdurchschnittlichen Bereich bewegt, fällt Brackelmann aufgrund seiner riskanten Zuspiele in eine noch schwächere Kategorie ab. Dass dieser Ertrag das Risiko jedoch rechtfertigt, wird bei den Pässen in das letzte Drittel deutlich: Hier agiert Zesiger zwar schon im guten, oberen Mittelfeld, doch Brackelmann gehört in dieser Disziplin im Vergleich zur Elite.

 

Gegen den Ball werden die unterschiedlichen Defensiv-Philosophien vollends transparent. Im Boden- und Luftzweikampf präsentiert sich Zesiger ordentlich und stabil, wird vom Ex-Paderborner, der hier einen starken Wert aufweist, jedoch überflügelt. Der Schweizer verteidigt dafür tiefer und passiver – seine Werte beim Blocken von gegnerischen Schüssen und Pässen sind herausragend, während Brackelmann deutlich öfter in den Zweikampf kommt.

 

Das verändert sich mit Brackelmann für den FCA

Brackelmann wird vermutlich den Kaderplatz von Keven Schlotterbeck einnehmen, der laut Medienberichten den Verein verlassen möchte. Auch Schlotterbeck war auf der linken Seite der Innenverteidigung beheimatet, konnte sich in der vergangenen Saison allerdings nicht nachhaltig durchsetzen.

 

Der FC Augsburg gewinnt demnach mit Brackelmann ein hochspannendes Element für die linke Innenverteidigung. Während Zesiger eher der klassische, tiefer stehende Verwalter und Blocker ist, bringt Brackelmann eine gute Dynamik, Zweikampfhärte und ein forsches, wenn auch fehleranfälliges Passspiel aus der Tiefe mit. Finden die Augsburger die richtige Balance, um Brackelmanns Risiko abzusichern, hat der Neuzugang das Potenzial, das Spiel der Fuggerstädter sichtlich zu verbessern.

 

Für das temporeiche Umschalt- und Vertikalspiel des FCA könnte dieser Mut von Brackelmann ein entscheidender Katalysator werden. Einziges Manko: Der Defensivmann gilt als etwas verletzungsanfällig und fällt erfahrungsgemäß ein- bis zweimal pro Saison für ein paar Wochen aus.

 

So könnte der FC Augsburg nächste Saison spielen

 

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Basis: Vorsaison

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