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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©Getty/LigaInsider

Gadou-Transfer: Book startet mit Statement

Ole Book startet in seine erste Transferphase als Sportdirektor von Borussia Dortmund und öffnet direkt die Kassen. Bis zu 25 Mio. Euro Ablöse (19,5 fix) zahlt der BVB laut BILD für Joane Gadou. Book zeigt damit direkt, dass er die Kaderlücken erkennt und die notwendigen Mittel in die Hand nimmt, um diese nicht nur zu stopfen, sondern langfristig an der Strategie ausgerichtet mit Qualität zu füllen. Gleichzeitig geht er dabei natürlich ins Risiko, aber genau dafür wurde er geholt.

 

Ich zeige euch, was Books erster Transfer kann und wie viel Spielzeit in der kommenden Saison möglich ist.

 

Innenverteidigung: Ein Transfer, der zwei Probleme lösen kann

Die halbrechte Position der Dortmunder Innenverteidigung ist ein großes Wechselkarussell. Sieben verschiedene Spieler standen auf dieser Position über die Saison hinweg in der Startelf, was immer wieder dazu führte, dass die beiden Top-Verteidiger Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck aus ihren Idealpositionen geholt werden mussten.

 

Mit Joane Gadou kommt nun ein Spieler, der durchaus Stammspielerpotenzial mitbringt und vom Spielertyp her am besten auf der Halbverteidigerposition aufgehoben sein dürfte, sodass Schlotterbeck halblinks auf seiner stärksten Position spielen kann und Anton auf seiner in der Mitte.

 

 

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Im Vergleich der Profile sehen wir einige Ähnlichkeiten zwischen den beiden Rechtsfüßen, wobei Anton mehr physische Aspekte mitbringt, besonders in der Luft, was ihm in der Mitte der Kette zugutekommt, und Gadou sehr stark im Vorverteidigen ist und viele Ballgewinne erzeugt, was in den Halbräumen besonders wichtig sein kann, wenn sich offensive Spieler zwischen den Linien dorthin bewegen.

 

Ansonsten sieht man gut, dass Gadou alle modernen Fähigkeiten beherrscht und diese nun an das nächsthöhere Niveau übertragen muss. In der Regel bedeutet das vor allem Entwicklungspotenzial im Stellungsspiel, besonders wenn Dortmund hoch verteidigt, und im eigenen Ballbesitz schneller und mehr Lösungen unter Druck zu finden. Das gelingt Gadou vor allem über sein Lauf- und Dribblingspiel, während Anton es eher über die Passqualität macht.

 

So könnte der BVB mit Gadou spielen

 

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Während vorne noch einige Personalien offen sind, zeichnet sich hinten schon frühzeitig eine klare Lösung ab. Gadou kommt sicherlich als Entwicklungsspieler, aber dennoch denke ich, dass man frühestmöglich mit ihm als festen Bestandteil der Dreierkette plant. Das ist zwar durchaus als Risiko zu betrachten, wenn man auf seine Situation in Salzburg zuletzt schaut, aber eines, welches man bei jungen Spielern auch eingehen muss.

 

Nachdem Gadou in einer schwierigen Saison der Salzburger fast immer gesetzt war und sich dies auch unter dem neuen Trainer Daniel Beichler zunächst fortsetzte, wurde er in der entscheidenden Phase der Saison nicht mehr für die Startelf berücksichtigt und in den letzten Spielen sogar nicht mal mehr in den Kader aufgenommen. Ob diese Entscheidung rein sportlicher Natur war oder auch mit entsprechenden Zukunftsgesprächen zusammenhing, lässt sich nur mutmaßen.

 

Sein Profil ist unabhängig von der kleinen Krise zuletzt mehr als spannend und bringt viel Fantasie mit, dass der BVB hier einen jungen Verteidiger mit modernen, progressiven Qualitäten am Ball verpflichtet hat, der zudem ein sehr spannendes athletisches Profil aus Physis und Größe (1,95 m), gepaart mit sehr starker Pace besonders im Antritt, mitbringt, sodass er einerseits schwer vom Ball zu trennen ist und andererseits Gegner einfacher vom Ball trennen kann.

 

Prognose zur möglichen Spielzeit

Ich prognostiziere Joane Gadou eine mögliche Einsatzzeit von 1500-1700/3000 Spielminuten in der Liga.

 

Hinweis: Die Spielzeit ist abhängig von Sperren, Verletzungen, Mehrfachbelastung usw. – die Mehrfachbelastung der Vereine versuche ich ungefähr mit einzukalkulieren. Die ungefähre Maximalspielzeit pro Ligasaison liegt bei ca. 3000 Minuten. Diese hat bspw. Patrick Mainka erreicht, der weder gesperrt noch verletzt war und auch keine europäischen Wettbewerbe gespielt hat. Zum Vergleich liegen Spieler wie Dayot Upamecano oder Jonathan Tah bei rund 1700–2000 Spielminuten und gelten dennoch als Stammspieler. Die Prognose der Spielzeit gilt deshalb als Anhaltspunkt für euch, um besser zu verstehen, welche Rolle ich einem neuen Spieler in seinem Verein zutraue.

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