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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©Getty/LigaInsider

Batz-Transfer: Ist das wirklich sinnvoll?

Daniel Batz wechselt überraschend ablösefrei zu Borussia Mönchengladbach. Wir vergleichen ihn mit Stammtorhüter Moritz Nicolas und werfen einen Blick auf die Kadersituation für die kommende Saison. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage: Schafft dieser Transfer mehr Probleme, als er löst?

 

Saisonwerte: Zwei ähnlich starke Keeper

 

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Beide Torhüter zeigen bis zum 32. Spieltag sehr ähnliche Werte in den Daten, die jeweils im Ligavergleich sehr stark sind. Wir betrachten die Werte pro Spiel, da Nicolas deutlich mehr Einsätze hat als Batz. Der Fohlen-Keeper hat die Oberhand bei der Anzahl an Paraden. Beide sind gleichauf bei der Paradenquote mit 71 % und zeigen einen sehr starken Wert. Bei allen anderen Statistiken liegt Batz sogar vor Nicolas, wenn auch häufig knapp.

 

Beim Verhindern der erwarteten Tore nach Expected Goals (xG) hat Nicolas insgesamt mehr verhindert, aber pro Spiel gerechnet führt Batz die Metrik an. Diese Metrik kann zumindest teilweise eine Qualität der Paraden nachweisen, abhängig von der Schussqualität des Abschlussspielers. Der Wert 0,26 bedeutet, dass Nicolas mit seinen Paraden pro Spiel 0,26 erwartete Tore verhindert hat und damit mehr Tore verhindert als kassiert. Insgesamt sind es bei ihm 8,2 Tore weniger, die durch sein Eingreifen verhindert worden sind, bei Batz sind es 7,6, aber pro Spiel eben mehr. Er kommt auf einen Wert von 0,4.

 

In meinen Beobachtungen verschiebt sich die Einschätzung etwas pro Moritz Nicolas, der auf der Linie meiner Meinung nach bisher die beste Saisonleistung zeigt und Mönchengladbach wichtige Punkte gerettet hat, die sie in der Liga halten. Batz ist aber ebenfalls stark. Was beide allerdings vereint, ist, dass sie sehr risikoavers spielen, was auch die geringe Anzahl an Fehlern mit erklärt. Beide Keeper wählen häufig die lange Befreiung und haben keine besonderen Qualitäten mit dem Ball am Fuß, sodass ein Spielaufbau unter Druck mit ihnen weniger möglich ist.

 

Zudem fällt mir immer wieder auf, dass Nicolas häufig in der Box auf seiner Linie bleibt und nicht so viele hohe Bälle rausnimmt. Das erkennt man auch in den Daten – mit 0,7 pro Spiel sind einige Keeper besser als er. Batz fängt zwar mehr hohe Bälle ab als Nicolas, gehört aber auch nicht zur Ligaspitze und wirkte besonders bei Standards immer mal wieder wackelig.

 

Somit kann man festhalten, dass man zwei Torhüter im Kader hätte, die sehr stark auf der Linie sind und zudem auch viele schwere Bälle halten, was ein großes Plus ist und letztendlich die Hauptaufgabe des Torwarts darstellt. Dennoch ist eine Weiterentwicklung mit beiden nur schwer vorstellbar, da ihr Spielerprofil eben sehr traditionell und risikoarm ist.

 

Perspektive der Torhüter-Position

In Mainz scheint man nicht mit Batz als klare Nummer eins geplant zu haben. Sein Wechsel bestätigt aber die Ambition seinerseits, die Nummer eins zu sein, weswegen der Schritt nach Mönchengladbach schwer nachvollziehbar erscheint. Ein offener Konkurrenzkampf mit Nicolas ist unwahrscheinlich. Natürlich hat sich der Fohlen-Keeper ins Rampenlicht gespielt und wird auf dem Transfermarkt beobachtet werden. Auf diesen Umstand hofft Batz möglicherweise. Diese Sichtweise ist allerdings mit einigem Risiko verbunden, dennoch auf der Bank zu landen, für den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass Nicolas auch nächste Saison bei der Borussia auf dem Rasen steht.

 

 

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Es stellt sich dennoch die Frage, wie sinnvoll es für einen Ausbildungsverein ist, dann die Chance nicht zu nutzen und das eigene Talent im Kader in die Verantwortung zu nehmen. Mit Tiago Pereira Cardoso hat man einen starken, jungen Keeper im Kader, der bereits letzte Saison hier und da nachweisen konnte, dass man in der Bundesliga auf ihn setzen kann, unter dem Aspekt, dass er sich noch in einem Entwicklungsprozess befindet. Würde man ihm diese Perspektive nehmen, geht man die Gefahr ein, dass er seine Perspektive ebenfalls woanders sieht, und beraubt sich damit bereits nachgewiesener Qualität mit viel Potenzial und einem möglichen wirtschaftlichen Erfolg, den ein 35-jähriger Daniel Batz nicht mehr bringen kann.

 

Diese Art von Transfers sind für diese Vereine häufig kurzfristige Lösungen, die keine signifikante, sondern eher eine geringe Verbesserung bringen und sich dafür der langfristigen Lösung berauben und größere Probleme in der Zukunft verursachen.

 

Wie schätzt ihr die gesamte Situation ein? Wer sollte bei einem Wechsel von Moritz Nicolas das Tor in Mönchengladbach hüten?

 

 

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