©LigaInsider/Getty ImagesGuerreiro-Ausfall: Prognose
Der FC Bayern München muss vorerst auf Raphaël Guerreiro verzichten. Wie der Verein mitteilte, hat sich der vielseitige Offensiv- und Defensivspieler einen kleinen Muskelfaserriss im hinteren linken Oberschenkel zugezogen.
Die genaue Ausfallzeit hängt wie üblich vom Heilungsverlauf ab. Laut LigaInsider-Daten liegt die durchschnittliche Pause bei einem kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel bei rund 23 Tagen. Damit dürfte Guerreiro aller Voraussicht nach alle Bundesliga-Spiele im Saisonendspurt verpassen.
Die von BILD genannte Mindestprognose von zwei Wochen deutet darauf hin, dass eine Rückkehr noch vor Saisonende noch nicht komplett ausgeschlossen ist – ein Einsatz in mehreren verbleibenden Partien ist jedoch eher unwahrscheinlich.
Guerreiro ist nicht der einzige Ausfall im Münchner Kader. Zuletzt traf es Serge Gnabry mit einem Adduktoren-Ausriss im rechten Oberschenkel besonders schwer. Auch Lennart Karl (Muskelfaserriss im hinteren rechten Oberschenkel) sowie Tom Bischof (Faserriss in der linken Wade) befinden sich aktuell im Aufbautraining.
Gerade mit Blick auf die anstehenden Wochen kommt diese Situation zur Unzeit. Neben den letzten drei Bundesliga-Spielen gegen den 1. FC Heidenheim, den VfL Wolfsburg und den 1. FC Köln stehen auch die beiden Halbfinalduelle in der Champions League gegen Paris Saint-Germain sowie das DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm.
Eine direkte Eins-zu-eins-Lösung für Guerreiro gibt es kaum, da der Portugiese flexibel auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann. Dennoch könnten sich einige Optionen herauskristallisieren.
Als möglicher Profiteur gilt Nachwuchsspieler Bara Sapoko Ndiaye, der zusätzliche Minuten erhalten könnte. Darüber hinaus dürfte die Belastung der Stammkräfte steigen – insbesondere Jamal Musiala, Michael Olise und Luis Díaz könnten wieder vermehrt gefordert sein.
Auch taktische Anpassungen sind denkbar. So könnte etwa eine Dreierkonstellation im zentralen Mittelfeld mit Aleksandar Pavlović, Joshua Kimmich und Leon Goretzka häufiger zum Einsatz kommen. Alternativ wäre es möglich, Alphonso Davies offensiver einzusetzen und die Linksverteidigerposition anderweitig zu besetzen, etwa durch Deniz Ofli.
Mit Guerreiro fehlt dem FC Bayern ein Spieler, der durch seine Vielseitigkeit sowohl taktische Optionen eröffnet als auch kurzfristige Anpassungen innerhalb eines Spiels ermöglicht. Gerade in einer intensiven Saisonphase mit mehreren Wettbewerben wiegt dieser Verlust entsprechend schwer.
Ob und wann der 32-Jährige wieder zur Verfügung steht, dürfte maßgeblich vom weiteren Heilungsverlauf abhängen. Klar ist jedoch schon jetzt: Der FC Bayern wird in den kommenden Wochen kreative Lösungen finden müssen, um den Ausfall aufzufangen.
















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