©LigaInsider/Getty ImagesMuheim-Ausfall: Prognose und Ersatzkandidaten
Der Hamburger SV muss im Saisonendspurt auf Miro Muheim verzichten. Der Linksverteidiger hat sich laut Klubangaben eine Verletzung der vorderen Syndesmose im rechten Sprunggelenk zugezogen und dürfte damit für den Rest der Spielzeit ausfallen.
Die Norddeutschen haben die Situation bereits entsprechend eingeordnet. Ausgehend von einer Teilverletzung der Syndesmose – betroffen ist das vordere Band – ist gemäß LigaInsider-Daten von einer Ausfalldauer zwischen 57 und 69 Tagen auszugehen, sofern die Behandlung konservativ erfolgt. Genauere Angaben zur Therapie machte der Verein bislang nicht.
Damit dürfte Muheim zumindest rechtzeitig zur Vorbereitung auf die neue Saison zurückkehren, während eine mögliche Teilnahme an der Weltmeisterschaft mit der Schweiz zumindest fraglich erscheint.
Sportlich stellt sich nun die Frage nach einem Ersatz auf der linken Abwehrseite. Als wahrscheinlichste Lösung gilt William Mikelbrencis, der von rechts nach links rücken könnte. Seine zuletzt ohnehin gute Position (sechs Startelfeinsätze hintereinander) ist durch den Muheim-Ausfall noch mal gestärkt.
Diese Variante würde gleichzeitig Raum für Bakery Jatta auf der rechten Außenbahn schaffen. Allerdings kommt Jatta selbst erst aus einer Muskelverletzung im Oberschenkel zurück und absolvierte bislang lediglich einen Kurzeinsatz. Ob er bereits wieder für mehr Einsatzzeit bereit ist, bleibt abzuwarten. In dem Fall hat er gute Aussichten, denn auch vor seiner Zwangspause war Jatta über mehrere Wochen hinweg Teil der HSV-Elf.
Weitere Optionen bieten sich mit Giorgi Gocholeishvili und Fabio Baldé. Gocholeishvili kann beide Defensivseiten bekleiden, kam zuletzt aber nur sporadisch zum Zug. Baldé ist offensiver ausgerichtet und bekam kürzlich auch das Vertrauen in der Startelf (auf der linken Seite), wurde danach jedoch aus Leistungsgründen gar nicht für den Spieltagskader berücksichtigt.
Auch Noah Katterbach wäre eine naheliegende Alternative auf links, spielt in dieser Saison jedoch kaum eine Rolle und stand in den vergangenen sieben Ligaspielen nur zweimal im Kader. In diesem Zusammenhang berichtet auch das Hamburger Abendblatt, dass Katterbach keine Option ist. Die Gründe seien seine Schwächen in der Defensive, zudem passe das Profil nicht zu den Prinzipien, welche das Trainerteam für seine Spielweise erarbeitet habe. Die Aussichten auf mehr Spielzeit sollten daher gering sein.
Bereits am Samstag (18:30 Uhr) steht für den HSV das Duell mit der TSG Hoffenheim an. Ohne Muheim müssen Trainerteam und Mannschaft nun kurzfristig eine funktionierende Lösung finden, um den Ausfall des Leistungsträgers zu kompensieren.
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