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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©Getty/LigaInsider

Bahoya-Ausfall: Ersatz und Prognose

Eintracht Frankfurt muss vorerst auf Jean-Mattéo Bahoya verzichten – und das trifft die Hessen in einer Phase, in der der Offensivspieler unter Trainer Albert Riera gerade an Bedeutung gewonnen hatte. Der 20-Jährige zog sich im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 eine Oberschenkelverletzung zu und fällt bis auf Weiteres aus. Auch seine Nominierung für die französische U21 musste er bereits absagen.

 

Die genaue Diagnose wurde wie so häufig nicht im Detail kommuniziert. Laut kicker wird Bahoya rund zwei Wochen fehlen, die BILD berichtet von mindestens zwei bis drei Wochen. Unsere LigaInsider-Daten zeigen bei einer kommunizierten „Oberschenkelverletzung“ eine durchschnittliche Ausfallzeit von etwa 25 Tagen. Damit erscheint ein Comeback im Bereich von zwei bis vier Wochen realistisch – abhängig vom Heilungsverlauf.

 

Formfaktor fällt weg – Tempo schwer zu ersetzen

Der Ausfall wiegt auch deshalb schwer, weil Bahoya unter dem neuen Frankfurter Trainer Riera zuletzt klar gesetzt war. Sechsmal in Folge stand er in der Startelf, sammelte dabei drei Vorlagen und einen Treffer. Vor allem sein Tempo – mit gemessenen 37 km/h der schnellste je erfasste Spieler der Bundesliga – gibt Frankfurts Offensivspiel eine Tiefe, die nicht eins zu eins zu kompensieren ist.

 

Ansgar Knauff (24)

Die naheliegendste Option ist Ansgar Knauff. Der 24-Jährige bringt ein ähnliches Profil mit, insbesondere was Dynamik und Tiefgang angeht. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 36 km/h kommt er Bahoya zumindest physisch am nächsten.

 

Zudem ist Knauff die Rolle vertraut: Schon unter dem vorherigen Trainer Dino Toppmöller wurde er regelmäßig als inverser Flügel auf der linken Seite eingesetzt, zieht also als Rechtsfuß nach innen – ein Bewegungsmuster, das auch Bahoya zuletzt häufig gezeigt hat. Wenn Riera Bahoya also möglichst eins zu eins ersetzen möchte, spricht vieles für Knauff.

 

Ayoube Amaimouni-Echghouyab (21)

Ayoube Amaimouni-Echghouyab stellt ebenfalls eine Alternative dar, wurde bereits im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 nach Bahoyas verletzungsbedingtem Aus in der 58. Minute auf der linken Seite gebracht.

 

Grundsätzlich bringt der Linksfuß seine Stärken aber vor allem auf dem rechten Flügel beim Nach-innen-Ziehen optimal ein. Auf links kann er dieses Profil nur eingeschränkt ausspielen, weshalb ein erneuter Einsatz dort eher situationsabhängig erfolgen dürfte und nicht als die bevorzugte Lösung.

 

Systemumstellung als echte Option

Eine spannendere Variante könnte eine Anpassung der Grundordnung sein. Denkbar wäre ein 3-4-1-2, wodurch Frankfurt auf klassische Flügelspieler verzichtet und stattdessen mehr Präsenz im Zentrum schaffen würde.

 

In diesem Szenario könnte Can Uzun (20) als Verbindungsspieler hinter den Spitzen agieren und zusätzliche Kreativität sowie Progressivität ins Spiel bringen – ein Aspekt, der den Hessen zuletzt vermehrt gefehlt hat. Gleichzeitig könnte Arnaud Kalimuendo wieder stärker in seine natürliche Rolle im Sturmzentrum eingebunden werden, anstatt auf der rechten Seite auszuhelfen.

 

Klar ist: Eine hundertprozentige Eins-zu-eins-Lösung für Bahoya gibt es nicht. Vielmehr dürfte Riera je nach Gegner zwischen Profilersatz und Systemanpassung abwägen – und damit auch die strukturellen Probleme im Offensivspiel adressieren.

 

Wer ersetzt Bahoya am ehesten?

 

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