©Getty/LigaInsiderCollins-Ausfall: Ersatz und Prognose
Eintracht Frankfurt muss vorerst auf Nnamdi Collins verzichten. Der 22-Jährige zog sich im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 eine Sprunggelenksverletzung zu und fällt damit bis auf Weiteres aus. Auch die Reise zur deutschen U21-Nationalmannschaft musste der Abwehrspieler absagen.
Die Schwere der Verletzung ist nicht bekannt. Laut BILD droht Collins jedoch ein Ausfall von vier bis sechs Wochen, womit sich seine Pause bis in die Schlussphase der Saison ziehen könnte. Unsere LigaInsider-Daten zeigen bei kommunizierten Sprunggelenksverletzungen eine durchschnittliche Ausfallzeit von rund 41 Tagen. Damit erscheint ein Comeback frühestens im Saisonendspurt realistisch. Ein früherer Wiedereinstieg bleibt abhängig vom individuellen Heilungsverlauf.
Der Ausfall hat direkte Auswirkungen auf die defensive Grundordnung. Vieles spricht dafür, dass sich die Dreierkette aktuell nahezu von selbst aufstellt: Aurèle Amenda, Robin Koch und Arthur Theate bilden die naheliegende Besetzung im Abwehrzentrum.
Da auch Rasmus Kristensen weiterhin mit einer Syndesmoseverletzung im Sprunggelenk ausfällt, fehlt eine zusätzliche Option für die rechte Seite. Entsprechend dürften Amenda oder Koch die Rolle auf der rechten Innenverteidiger-Position übernehmen.
Elias Baum ist eine naheliegende Ergänzungsoption für die Defensive. Der 20-Jährige wurde zuletzt in zwei unterschiedlichen Spielsituationen eingebunden: Gegen den 1. FC Heidenheim kam er nach der Gelb-Roten Karte von Robin Koch ins Spiel, um die Viererkette zu stabilisieren. Gegen Mainz ersetzte er Collins nach dessen Ausfall und agierte – je nach Spielsituation – als rechter Innenverteidiger oder rechter Verteidiger.
Diese Flexibilität macht ihn insbesondere als Absicherung von der Bank wertvoll, auch wenn ein Startelfeinsatz aktuell eher unwahrscheinlich erscheint.
Eine alternative Variante zeigte Trainer Albert Riera bereits im Spiel gegen den FC Bayern München, als Ellyes Skhiri situativ als zentraler Innenverteidiger in einer Dreierkette agierte. Diese Lösung war jedoch klar auf den Gegner zugeschnitten – insbesondere auf die Präsenz von Harry Kane – und dürfte daher aktuell nur im Notfall eine Rolle spielen.
Sollte Skhiri erneut in die letzte Linie rücken, würde sich die Statik der Dreierkette leicht verändern. In diesem Fall wären die Flügelspieler stärker gefordert, die Breite und Absicherung zu übernehmen, um mögliche Defizite im klassischen Verteidigungsverhalten zu kompensieren.
Unterm Strich hat der Ausfall von Collins zwar Einfluss auf die Tiefe im Kader, die Grundordnung bleibt jedoch stabil. Mit Amenda, Koch und Theate verfügt Frankfurt weiterhin über eine stabile Achse, die die Dreierkette ohne größere Umstellungen tragen kann, sofern Riera nicht trotz der Rückkehr von Koch und Theate mit einer Viererkette agieren möchte. Entscheidend könnte sein, wie viel Flexibilität von der Bank nachgeschoben werden kann, sollte es im Saisonendspurt zu weiteren Ausfällen kommen.
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