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Seimen & Co.: Diese Leihen sollte man im Blick haben

Im ersten Teil dieser Reihe haben wir bereits einige verliehene Spieler der Bundesligisten vorgestellt, deren Entwicklung mit Blick auf den Transfersommer 2026 besonders interessant ist. Alle sammeln derzeit bei ihren Leihklubs wichtige Spielpraxis – und könnten in den Planungen ihrer Stammvereine schon bald wieder eine Rolle spielen.

 

Auch in diesem zweiten Teil werfen wir einen genaueren Blick auf mehrere Personalien, bei denen sich im Sommer spannende Fragen stellen dürften. Einige der Spieler könnten nach ihren Leihstationen direkt in den Profikader zurückkehren, andere müssen sich möglicherweise erneut über eine weitere Leihe oder einen Transfer empfehlen.

 

Borussia Dortmund

Diant Ramaj (24)

 

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Der bei Borussia Dortmund bis 2029 unter Vertrag stehende Diant Ramaj sammelt derzeit beim 1. FC Heidenheim wichtige Spielpraxis in der Bundesliga. Für den Torhüter ist es bereits die zweite Leihstation, nachdem er zuvor beim FC Kopenhagen Erfahrungen sammeln konnte.

 

In der laufenden Saison kommt Ramaj bislang auf 25 Einsätze. Besonders im Spielaufbau ist der 24-Jährige stark eingebunden und wird bei Heidenheim häufig aktiv in den Ballbesitz eingebaut – ein Profil, das gut zum modernen Torwartspiel passt.

 

Als Dortmund die Leihe im vergangenen Sommer verkündete, kommunizierten die Verantwortlichen klar das Ziel: Ramaj sollte auf möglichst hohem Niveau regelmäßig Spielpraxis sammeln, um anschließend perspektivisch eine größere Rolle im eigenen Kader einnehmen zu können.

 

Die Situation beim BVB bleibt allerdings von der Hierarchie auf der Torwartposition geprägt. Mit Gregor Kobel (28) verfügt Dortmund über eine etablierte Nummer eins im besten Torwartalter. Sollte sich daran kurzfristig nichts ändern, könnte für Ramaj zunächst eine weitere Entwicklungsphase folgen. Langfristig gilt er dennoch als möglicher Kandidat für eine größere Rolle im Dortmunder Tor.

 

VfB Stuttgart

Dennis Seimen (20)

 

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Dennis Seimen macht derzeit beim SC Paderborn 07 auf sich aufmerksam. Der 20-jährige Torhüter, der seit 2015 beim VfB Stuttgart ausgebildet wurde, kommt in dieser Saison auf 25 Einsätze, sieben Spiele ohne Gegentor und eine Paradenquote von rund 71 Prozent.

 

Beim VfB gilt Seimen seit längerer Zeit als möglicher Torwart der Zukunft. Sein Vertrag läuft noch bis 2029, und laut mehreren Berichten planen die Verantwortlichen fest mit seiner Rückkehr im kommenden Sommer.

 

Die Personalie hängt eng mit der Situation von Alexander Nübel zusammen, dessen Leihe beim VfB Stuttgart im Sommer endet. Ein weiteres Jahr mit dem vom FC Bayern München ausgeliehenen Torhüter gilt laut Sport BILD als äußerst unwahrscheinlich.

 

Der derzeit an den SC Paderborn 07 verliehene Seimen soll nach aktuellem Stand wieder in den VfB-Kader integriert werden. Paderborn soll zwar eine Verlängerung der Leihe angefragt haben – Stuttgart verfolgt jedoch andere Pläne.

 

Interessant ist dabei auch der statistische Vergleich: In mehreren Bereichen liegen Seimens Werte sogar über denen von Nübel, etwa bei der Paradenquote oder der Genauigkeit langer Bälle, auch wenn hierbei natürlich der Ligenunterschied berücksichtigt werden muss. Zudem bringt der junge Keeper eine deutlich höhere Endgeschwindigkeit mit, was insbesondere beim mutigen Herauslaufen außerhalb des Strafraums ein Vorteil sein kann.

 

Sollte Stuttgart tatsächlich den Generationenwechsel auf der Torwartposition einleiten, könnte Seimen bereits in der kommenden Saison die neue Nummer Eins der Schwaben werden.

 

Interessant zu beobachten wäre dann auch das direkte Duell um die Zukunft im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Mit Seimen beim VfB Stuttgart und Mio Backhaus bei Werder Bremen stünden dann die aktuellen Konkurrenten der U21-Nationalmannschaft beide bei Bundesligisten als mögliche Nummer 1 unter Vertrag, vorausgesetzt, dass Werder die Klasse hält und Backhaus im Sommer bleibt.

 

Jovan Milošević (20)

 

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Der beim VfB Stuttgart bis 2029 unter Vertrag stehende Jovan Milošević sammelt derzeit beim SV Werder Bremen Spielpraxis. Seit seinem Wechsel im Winter kommt der Stürmer auf acht Einsätze und drei Tore – statistisch trifft er damit etwa alle 100 Spielminuten.

 

Für Milošević ist es bereits die dritte Leihstation seit seinem Wechsel nach Stuttgart im Jahr 2023. Zuvor spielte er beim FC St. Gallen sowie beim FK Partizan Belgrad, wo ihm in einer Saison starke 24 Scorerpunkte in 30 Spielen gelangen. Im November 2025 feierte der Angreifer zudem sein Debüt für die serbische Nationalmannschaft.

 

Auch seine aktuellen Werte unterstreichen sein Offensivpotenzial: Rund 62 Prozent erfolgreiche Dribblings sowie etwa 50 Prozent gewonnene Luftduelle bei einer Körpergröße von 1,90 Metern zeigen seine Vielseitigkeit im Angriffsspiel.

 

Für Stuttgart wird im Sommer vor allem entscheidend sein, welche Rolle Milošević perspektivisch im eigenen Sturm einnehmen kann. Seine Entwicklung bei Werder Bremen in der Bundesliga liefert jedenfalls weitere Argumente dafür, dass er langfristig eine interessante Option für den VfB werden könnte.

 

Bayer 04 Leverkusen

Francis Onyeka (18)

 

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Der bei Bayer 04 Leverkusen ausgebildete Francis Onyeka sammelt derzeit beim VfL Bochum wichtige Spielpraxis in der 2. Bundesliga. In bislang 22 Einsätzen gelangen dem erst 18-jährigen Offensivspieler acht Tore und eine Vorlage.

 

Onyeka wird überwiegend im offensiven Mittelfeld eingesetzt, meist im linken Halbraum. Darüber hinaus kann er auch auf beiden Flügeln oder als falsche Neun im Sturm agieren – eine Vielseitigkeit, die ihn für mehrere offensive Rollen interessant macht.

 

Auch statistisch bringt der deutsche U19-Nationalspieler spannende Werte mit: Rund 57 Prozent erfolgreiche Dribblings, knapp drei Ballkontakte pro 90 Minuten im gegnerischen Strafraum sowie eine Flankengenauigkeit von über 54 Prozent unterstreichen seine offensive Aktivität.

 

International sorgt Onyeka ebenfalls für Aufmerksamkeit. Als Kapitän der deutschen U19-Nationalmannschaft kommt er in sechs Spielen auf beeindruckende acht Tore. Zudem wurde er 2024 mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet.

 

Ob er bereits im kommenden Sommer eine realistische Option für den Leverkusener Profikader darstellt, bleibt offen. Aufgrund seines jungen Alters dürfte seine Entwicklung weiterhin behutsam gesteuert werden. Dennoch könnte seine starke Saison in Bochum dazu führen, dass er in der Sommerplanung der Werkself zumindest eine größere Rolle spielt.

 

SC Freiburg

Berkay Yılmaz (21)

 

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Der beim SC Freiburg unter Vertrag stehende Berkay Yılmaz sammelt derzeit beim 1. FC Nürnberg Spielpraxis. Der Linksverteidiger ist bereits seit zwei Jahren an den Zweitligisten verliehen und kommt inzwischen auf rund 50 Pflichtspieleinsätze für den Klub.

 

In der laufenden Saison gelangen ihm in 25 Pflichtspielen ein Tor und sieben Vorlagen. Auch statistisch gehört Yılmaz zu den aktivsten Außenverteidigern der Liga: Rund 69 Prozent gewonnene Defensivduelle zählen zu den besten Werten aller Außenverteidiger der 2. Bundesliga. Hinzu kommen über acht progressive Pässe sowie rund 4,5 progressive Läufe mit deutlichem Raumgewinn pro 90 Minuten. Letzteres ist absoluter Top-Wert der zweiten Liga im Positionsvergleich.

 

Im Freiburger Kader könnte Yılmaz im Sommer eine interessante Rolle einnehmen. Auf der linken Seite teilen sich derzeit Christian Günter und Jordy Makengo die Einsatzzeiten. Wettbewerbsübergreifend kam Günter in dieser Saison bislang auf rund 1.900 Spielminuten, Makengo auf etwa 1.200 Minuten.

 

Eine klare Hierarchie hat sich damit bislang nicht dauerhaft herausgebildet. Yılmaz bringt daher ein Profil mit, das im Konkurrenzkampf durchaus relevant werden könnte – auch wenn ein direkter Stammplatz bei seiner Rückkehr zunächst nicht selbstverständlich erscheint. Dennoch kann man festhalten, dass seine Qualität die Breisgauer im Ballbesitz vorantreiben könnte ohne ihnen defensive Stabilität zu nehmen.

 

Wer könnte nächste Saison die meiste Spielzeit als Linksverteidiger bekommen?

 

 

 

Fortsetzung folgt

Auch diese Personalien zeigen erneut, wie unterschiedlich die Ausgangslagen verliehener Spieler sein können – von möglichen Perspektivspielern bis hin zu Kandidaten für einen neuen Anlauf im Bundesligakader ihres Stammvereins.

 

Im dritten Teil dieser Reihe werfen wir noch einen letzten Blick auf weitere Leihspieler der Bundesligisten, deren Entwicklung ebenfalls spannende Fragen für den Transfersommer 2026 aufwirft. Unter anderem betrachten wir mit Bambasé Conté und Nahuel Noll zwei Hoffenheimer, die aktuell in der zweiten Liga Erfahrung sammeln.

 

Welchem dieser fünf Leihspieler traut ihr im Sommer die größte Rolle bei seinem Stammverein zu?

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