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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar

Amiri-Ausfall: Prognose & Ersatz

Der 1. FSV Mainz 05 muss in den kommenden Wochen auf Nadiem Amiri verzichten. Der Mittelfeldstratege fällt aufgrund anhaltender Fersenprobleme vorerst aus. Sportdirektor Niko Bungert bestätigte nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen, dass der 29-Jährige „mehrere Wochen“ fehlen wird. Die Lage im Mainzer Kreativzentrum spitzt sich damit pünktlich zur entscheidenden Saisonphase und den anstehenden Aufgaben in der Conference League zu.

 

Wann kann er wieder spielen? 

Nach Einschätzung von Bungert könnte die Zwangspause bis zur Länderspielpause Ende März andauern. Da die Fersenverletzung bereits am Donnerstag zum Trainingsabbruch führte und Untersuchungen am Freitag die Schwere bestätigten, ist Geduld gefragt. Besonders bitter: Die Achtelfinalpartien in der Conference League gegen Sigma Olmütz (12. und 19. März) kommen für Amiri definitiv zu früh. Sollte Mainz das Viertelfinale erreichen, wackelt laut Informationen der Allgemeinen Zeitung sogar das Hinspiel am 9. April.

 

Das verliert Mainz mit Nadiem Amiri 

In Amiri vermissen die Rheinhessen ihren absoluten Unterschiedsspieler und Taktgeber. Mit zehn Bundesliga-Toren und insgesamt 18 Scorerpunkten in 28 Pflichtspielen ist er die Lebensversicherung der 05er. Er bestimmt den Rhythmus, kreiert Großchancen und ist als herausragender Standardschütze eine permanente Waffe.

 

Neben seiner statistischen Relevanz verliert das Team von Urs Fischer seinen emotionalen Leader. Amiris Kreativität ist im Mainzer Kader in dieser Form einzigartig. Zudem dämpft die Verletzung seine Hoffnungen auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft im Sommer, für die er zuletzt als heißer Kandidat galt.

 

Wie wird die Position nun besetzt? 

Paul Nebel (23) 

 

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Der 23-Jährige ist der logische Nachfolger. Gegen Leverkusen rückte das Eigengewächs für Amiri in die Startelf und überzeugte sofort als Vorbereiter des Ausgleichstreffers. Nachdem Nebel in diesem Kalenderjahr kaum zum Zug kam, brannte er gegen die Werkself auf seinen Einsatz. Urs Fischer lobte ihn als „Steh-auf-Männchen“, das viel unterwegs war und die Lücke spielerisch gut füllte. Nebel bringt die nötige Quirligkeit mit, um Amiris Rolle als Verbindungsspieler zur Spitze zu übernehmen.

 

Dominik Kohr (32) / Lennard Maloney (26) 

Beide Akteure stehen für die physische Komponente im Mainzer Spiel. Kohr ist zwar gelernter Mittelfeldspieler, wird von Fischer aber meist in der Dreierkette benötigt. Maloney wiederum ist ein defensivstarker Läufer, dem jedoch die offensive Finesse und die Torgefahr eines Amiris abgehen. Ein Einsatz von Maloney auf der Acht würde das Mainzer Spiel deutlich defensiver und weniger kreativ machen. Beordert Fischer Kaishu Sano in diesen Halbraum und stellt Maloney auf die Sechs, machen sich die Nullfünfer vielleicht eine neue Baustelle auf. Dass diese beiden nun tragende Rollen im Mittelfeld einnehmen, ist unwahrscheinlich.

 

William Bøving (23) / Sota Kawasaki (24) 

Zwei weitere Alternativen für das Zentrum spielten unter Urs Fischer bisher eine untergeordnete Rolle. William Bøving kam unter dem neuen Coach kaum zum Zug, durfte aber beim Debüt von Fischer gegen die Bayern im 5-4-1-Mittelfeld ran und wurde danach nochmal für rund 20 Minuten eingewechselt. Er fühlt sich eigentlich im Angriff wohler. Ob er nun als spielstarke Option für die Amiri-Position wieder stärker in den Fokus rückt, bleibt abzuwarten. 

 

Sota Kawasaki wiederum ist nach einer Muskelverletzung gerade erst ins Training zurückgekehrt. Fischer stellte jedoch klar, dass es für einen sofortigen Einsatz noch nicht reicht. Kawasaki muss zunächst Trainingsminuten sammeln, ehe er seinen Platz im System nach seiner langen Pause finden kann. Fazit: Diese beiden offensiveren Varianten treffen das Profil Amiris ebenfalls nicht, auch wenn sie mehr offensiven Impact haben können als Maloney und Kohr.

 

Einordnung der kommenden Wochen 

Da Mainz unter Urs Fischer fest im 5-3-2-System mit zwei Achtern vor Kaishu Sano verankert ist, wird Nebel in den nächsten Wochen wohl das Gesicht des Mainzer Offensivspiels sein, sofern er gesund bleibt. Er ist der einzige Akteur im Kader, der Amiris Spielertyp in Sachen Dribbling und Übersicht nahekommt.

 

In der Conference League wird es darauf ankommen, ob Nebel die Last der Verantwortung alleine tragen kann, da eine Nachnominierung für den europäischen Kader nicht möglich ist. Rotationen in diesem Wettbewerb sind möglich. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Mainz den Ausfall seines Unterschiedsspielers kollektiv auffangen kann oder ob die fehlende Kreativität im Kampf um Europa und den Klassenerhalt zum Stolperstein wird.

 

Was denkt ihr? Kann Nebel diese Rolle ausfüllen?

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