Rosenfelder-Ausfall: Prognose & Ersatzkandidaten
Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Max Rosenfelder im Spiel gegen die TSG Hoffenheim wollen wir einen Blick darauf werfen, welche Auswirkungen sein Ausfall auf den SC Freiburg hat – und welche Optionen Trainer Julian Schuster nun zur Verfügung stehen.
Rosenfelder erlebte gegen die Kraichgauer einen unglücklichen Nachmittag: Erst zur Halbzeit eingewechselt, verletzte er sich ohne Fremdeinwirkung und musste bereits in der 57. Minute wieder vom Feld. Zuvor hatte der 23-Jährige noch die vollen 120 Minuten im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Hertha BSC absolviert.
Inzwischen hat Freiburg bekannt gegeben, dass es sich um eine Muskelverletzung an der rechten Oberschenkelrückseite handelt, die einen mehrwöchigen Ausfall nach sich zieht. Angesichts der recht allgemein gehaltenen Diagnose ist schwer einzuschätzen, wie viele Wochen konkret als Ausfallzeit zu erwarten sind. Der Sport-Club ist jedoch bekannt dafür, die Rückkehr von verletzten Spielern behutsam und geduldig anzugehen.
Das dürfte vor dem Hintergrund der wiederholten (Muskel-)Verletzungsprobleme beim Abwehrmann erst recht der Ansatz sein. Schwer vorstellbar, dass man ihn vor der Länderspielpause im März noch in der Startelf zu Gesicht bekommt. Die erneute Blessur nährt obendrein die Sorge, dass Rosenfelder zu verletzungsanfällig ist, um sich trotz seines enormen Potenzials dauerhaft in der Startelf festzusetzen.
Erschwert wird die Lage durch das Fehlen von Philipp Lienhart. Der Stammverteidiger neben Matthias Ginter fehlt bereits seit über einem Monat aufgrund einer Bauchmuskelverletzung. Je nach Art der Verletzung zeigen unsere Daten eine durchschnittliche Ausfalldauer von 32 bis 68 Tagen. Zuletzt wurde berichtet, dass er sich weiterhin nur im individuellen Training befinde – eine Rückkehr bleibt vorerst offen.
Mit Rosenfelder verliert der Sport-Club vor allem Dynamik. Sein Passspiel ist zwar nicht immer fehlerfrei, doch er ist ein sehr schneller Verteidiger, der dem Spielaufbau eine besondere vertikale Komponente verleiht. Rosenfelder traut sich immer wieder zu, mit dem Ball am Fuß anzudribbeln und so Räume im Mittelfeld zu öffnen. Diese Fähigkeit, das Spiel proaktiv nach vorne zu treiben, geht Schuster nun wieder verloren.
Bruno Ogbus (20)
Ogbus ist aktuell die naheliegendste Lösung. Das junge Talent kann sowohl im Abwehrzentrum als auch als Rechtsverteidiger agieren und lief in vier der vergangenen sechs Bundesliga-Spielen von Beginn an auf. Dass er überhaupt auf diesem Niveau agiert, ist bemerkenswert, da er in der vergangenen Saison einen Achillessehnenriss verkraften musste.
Ogbus bringt enorme Athletik mit, muss aber beweisen, dass er die physische Stabilität über mehrere Wochen auf Bundesliga-Niveau halten kann. Da er gegen Hoffenheim bereits einsprang, ist er für das kommende Spiel die wahrscheinlichste Variante neben Matthias Ginter.
Anthony Jung (34)
Der Routinier wäre die erfahrenste Option und zudem der einzige Linksfuß für die Innenverteidigung. Allerdings konnte Jung in dieser Saison die Erwartungen bisher nicht vollends erfüllen. Trotz seiner Erfahrung zeigte er in seinen Einsätzen immer wieder Unsicherheiten und brachte nicht die erhoffte defensive Stabilität. Er wurde in den vergangenen zwei Partien jeweils nur eingewechselt und scheint momentan eher die Rolle des Backups einzunehmen.
Theoretisch könnten zwei Außenverteidiger nach innen rücken. Jordy Makengo duelliert sich derzeit jedoch primär mit Christian Günter um den Platz als Linksverteidiger. Ein Versetzen ins Zentrum war unter Schuster bisher kaum ein Thema. Lukas Kübler wiederum kennt die Rolle des rechten Innenverteidigers in einer Dreierkette, wird jedoch aktuell selbst von Knieproblemen ausgebremst und steht somit nicht zur Verfügung.
Rosenfelder stand für Tempo und das mutige Überbrücken von Räumen im Aufbau.
Ogbus ist athletisch der passende Ersatz für das Tempo von Rosenfelder. Nach seiner schweren Verletzung im Vorjahr ist er hungrig, muss aber taktisch noch weiter reifen, um Rosenfelders Rolle im Verbund komplett auszufüllen.
Jung bietet zwar den Vorteil des linken Fußes und hat einen durchaus passablen Spielaufbau, kämpft aber mit seiner Form. Er ist die defensivere, konservativere Wahl, die allerdings zuletzt weniger Sicherheit ausstrahlte als die jungen Alternativen.
Kurzfristig deutet alles auf Bruno Ogbus hin. Er ist fit, im Rhythmus und passt vom Profil her am ehesten in die dynamische Ausrichtung, die Schuster bevorzugt. Aus der zweiten Mannschaft drängt sich erst mal niemand auf, der in den Kader rücken könnte, um zusätzlich für Optionen zu sorgen.
Freiburg muss nun hoffen, dass Rosenfelders Körper bald die nötige Robustheit entwickelt und Lienhart in absehbarer Zeit Fortschritte im Aufbautraining macht. Bis dahin ruhen die Hoffnungen auf Ogbus, die Lücke neben Abwehrchef Ginter zu schließen. Am kommenden Wochenende empfangen die Freiburger zunächst mal Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15:30 Uhr).
Wen seht ihr als den besseren Rosenfelder-Ersatz beim SC Freiburg?
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Basis: Vorsaison
























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