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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©LigaInsider/GettyImages

Noll beim SCP: Ein Sleeper für jedes Managerspiel?

Die TSG Hoffenheim verleiht Torhüter Nahuel Noll erneut. Der 23-Jährige wird kommende Spielzeit in der Bundesliga bei Aufsteiger SC Paderborn zwischen den Pfosten stehen. Doch ist er für die Aufgabe im deutschen Oberhaus bereit und auch ein guter Keeper für die Managerspiele?

 

An Nationalspieler Oliver Baumann (Hoffenheims Kapitän) ist aktuell noch kein Vorbeikommen bei der TSG, in Ostwestfalen wiederum ein Platz frei geworden. Dennis Seimen ist mit dem SCP aufgestiegen, er war aber vom VfB Stuttgart ausgeliehen und soll dort ab der neuen Saison Alexander Nübels Nachfolger werden.

 

Bei seinen vorigen Zweitliga-Stationen in Fürth und zuletzt Hannover (knapp den Aufstieg verpasst), hat Noll seine Stärken unter Beweis gestellt. Er ist auf der Linie einer der besten Torhüter der 2. Liga gewesen, zudem ist sein Spiel mit Ball sehr stark. Könnten ihn die vielen Pässe im Spielaufbau bei Managerspielen zu einem gefragten Mann machen?

 

Gerade was die Komponente Preis/Leistung angeht, ist davon auszugehen, dass er zu den günstigsten Torhütern gehören wird. Zudem ist anzunehmen, dass Paderborn gegen den Abstieg spielt und nicht die solideste Defensive stellen wird. Dies könnte zu vielen möglichen Paraden bei Noll führen.

 

Die Ostwestfalen hatten in der abgelaufenen Zweitligasaison im Vergleich zu den anderen Aufsteigern keine Top-Defensive. Nur Platz 7 bei Gegentoren (45 Stück) und Platz 8 bei zugelassenen Schüssen (150). Schalke stellte in diesen Statistiken mit jeweils 31 und 102 den Bestwert. Doch spielen Niederlagen und Gegentore nicht eine zu große Rolle bei der Punktevergabe von Managerspielen?

 

Perfekte Lösung für alle?

Paderborn soll eine Leihgebühr von 500.000 Euro an die TSG überwiesen haben. Eine stattliche Summe für den SCP, die sich allerdings auszahlen könnte. Für einen jungen, aufstrebenden Keeper wie Noll selbst und die Hoffenheimer ist es ein guter Deal.

 

Denn der Keeper kann sich erstmals in der Bundesliga beweisen, ein nächster Karriere-Schritt. Die Kraichgauer können seine Leistungen entspannt begutachten und wissen wiederum, ob er das Potenzial hat, in den kommenden Jahren Baumanns Nachfolger zu werden (sofern dieser seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert). Noll steht noch bis 2028 bei der TSG unter Vertrag.

 

In der abgelaufenen Saison absolvierte der Hoffenheimer Leihspieler für Hannover 96 sämtliche 34 Ligapartien, blieb zehnmal ohne Gegentor und kassierte insgesamt 44 Treffer. Mit den Niedersachsen verpasste Noll den Aufstieg als Tabellenvierter nur knapp.

 

Ein Geheimtipp für Managerspiele?

Durch seinen guten Spielaufbau hatte Noll in der vergangenen Spielzeit viele Pässe, die Gegentore waren überschaubar. Doch seine Situation in der Bundesliga wird anders sein. Wie wird das Verhältnis sein zwischen parierten Schüssen, Gegentoren, Pässen und Niederlagen?

 

Er glänzt durch viele Ballkontakte und eine hohe Passquote. Zudem brachte Noll das Kunststück zustande, ein 96-Tor direkt vorzubereiten. Gegen den Ball bleiben die Topwerte aus, gerade in Sachen Paraden war er in Hannover nur Durchschnitt im Ligavergleich. Dies könnte sich bei einem Kellerkind in der Bundesliga natürlich ändern, wenn es mehr zu tun gibt.

 

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Bei dem Managerspiel von KICKBASE war Moritz Nicolas von Borussia Mönchengladbach der beste Torhüter. Er holte die meisten Punkte durch abgewehrte Schüsse (2040 seiner 3766 Punkte) und blieb 13 Mal ohne Gegentor, nur Gregor Kobel häufiger (15). An Nicolas Beispiel zeigt sich, dass diese beiden Komponenten bei Torhütern am wichtigsten sind. Denn die Borussia war lange mitten im Abstiegskampf, kassierte viele Tore und gewann überschaubar häufig.

 

Grundsätzlich erhält ein Torhüter bei Kickbase 50 Punkte, wenn er zu Null spielt, die höchste Belohnung nach einem gehaltenen Elfmeter (100). Pro Parade oder vereitelter Großchance erhält ein Schlussmann 15 Zähler, bei einem abgewehrten Schuss bis zu zehn Punkte! In diesem Verhältnis werden Abwürfe, erfolgreiche lange Pässe und Pässe in die gegnerische Hälfte mit lediglich einem Punkt gewertet. Ein Ballverlust gibt einen Minuspunkt.

 

Noll müsste also 30 Abschläge, -würfe oder lange Bälle an den eigenen Mann bringen, um so viele Punkte zu machen wie mit zwei Paraden. Dieser Vergleich hinkt gewaltig! Ziel muss es eigentlich sein, einen Torhüter zu holen, der viele Schüsse abwehren kann bzw. muss. Dazu sollte er möglichst viele Spiele gewinnen, am besten ohne Gegentor. Soweit die Idealvorstellung!

 

Gängige Minuspunkte erhält der Keeper, wenn er ein Spiel verliert (15) oder wenn er ein Tor kassiert (fünf). Dies zeigt direkt, ein Gegentor wird nur verschwindend gering bestraft. Natürlich wird auch ein Fehler, der zu einem Gegentor führt, bestraft und ein verschuldeter Elfmeter. Diesen zu halten gibt wiederum auch viele Punkte. Doch diese Statistiken kommen nicht regelmäßig vor.

 

Heuer Fernandes als Maßstab?

Daniel Heuer Fernandes ist ein guter Vergleich für Noll in Hinblick auf Managerspiele. Der HSV-Keeper stieg vorige Saison auch in die Bundesliga auf und hatte viel zu tun. Dazu ist er der Torhüter, der die meisten Pässe pro Partie gespielt hat (mehr als ein Einsatz). Der HSV war lange im Abstiegskampf vertreten, was sich theoretisch gut mit Paderborn vergleichen lässt.

 

Doch Heuer Fernandes spielte nicht so oft zu Null und trotz seiner hohen Involvierung in den Spielaufbau und dadurch vielen Pässen, gehört er nicht zur Top Fünf der Manager-Torhüter. Sowohl bei Kickbase, als auch dem Fantasy-Manager der Bundesliga, wurde er in der abgelaufenen Saison Siebter. Das zeigt, dass Pässe nicht großartig überbewertet werden sollten.

 

Dennoch gehörte er als Torhüter eines Aufsteigers zur besseren Hälfte der Schlussmänner, auch durch sein gutes Passspiel. Heuer Fernandes spielte im Schnitt die meisten Pässe aller Keeper der Bundesliga und war ein elementarer Teil des Hamburger Spielaufbaus. In der nachfolgenden Tabelle zeigen wir euch, welche Keeper am meisten in den Spielaufbau ihrer Mannschaft involviert waren.

 

Diese Keeper sammelten einige Zusatzpunkte durch Pässe, aber die Anzahl ist wie erwähnt nicht sonderlich hoch. Zudem sollte man bedenken, dass eine hohe Involvierung in den Spielaufbau auch zu mehr Fehlerpotenzial führt. In der Realität sind solche Keeper ein Asset für Pressingresistenz, in der Fantasy-Welt bringt es häufig keinen signifikanten Vorteil, sondern kann sogar ein Problem sein.

 

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Bei dieser Statistik fällt auf, dass sich die beiden besten Managerspiel-Torhüter (Nicolas und Kobel) nur auf Platz neun und zwölf einfinden. Dies ist auch ein Beleg dafür, dass das Passspiel helfen kann, aber nicht grundsätzlich dafür verantwortlich ist, dass ein Keeper viele Punkte erhält. Die Priorität muss sein: Paraden sowie abgewehrte Schüsse und vor allem ohne Gegentor bleiben!

 

Zu Null spielen bei Sorare noch wichtiger

Bei dem Managerspiel Sorare unterscheidet sich die Wertung grundlegend. Hier kann ein Spieler bzw. Torhüter pro Partie maximal 100 Punkte erreichen. Für ein normales Spiel erhält der Akteur 35 Zusatz-Punkte. Für ein Spiel ohne Gegentor erhält der Torhüter hier 60 Punkte. Wenn er in der Partie einen Fehler verursacht, der zu einem Gegentor führt, so erhält er schon nur noch 15 Zusatz-Punkte in dieser Partie.

 

Hier ist entscheidend, wie viele positive Aktionen erreicht werden. Es gibt eine Skala von -3 bis fünf mit den jeweiligen Wertungen: Null, fünf, 15, 35, 60, 70, 80, 90 oder 100 Punkte. Insgesamt ist die Skala also in neun Rubriken unterteilt. Ausgangspunkt ist der Null-Punkt mit der Wertung 35. Bei einem Fehler, der zu einem Gegentor führt, rutscht der Torhüter eine Rubrik nach unten, da es eine negative Aktion ist. Bei einem weiteren Fehler geht es noch eine Etage tiefer.

 

Wenn der Torwart aber beispielsweise zu Null spielt und einen Elfmeter pariert, so steigt er durch zwei positiv gewertete Aktionen zwei Etagen nach oben auf 70 Punkte. Die Komponenten zu Null spielen, gehaltener Elfmeter, Fehler vor Gegentor und Eigentor erzielt machen bei Sorare den Hauptteil der Punkteausbeute aus.

 

Zu diesen Punkten kommen noch akkumulierte Zähler hinzu, diese setzen sich aus vielen Statistiken zusammen. Dabei handelt es sich um ein reines Summenspiel, also können zu den Zusatzpunkten noch einmal Minus- oder eben Pluspunkte hinzukommen.

 

Die hauptsächlichen Bestandteile der sogenannten Basis-Bewertung sind: Gegentor (-5 Punkte), Ballbesitz verloren (-0,3 Zähler pro Ballverlust), genauer Pass (0,1 pro Pass), erfolgreiche letzte Pässe (0,5 pro letzter Pass), genaue lange Bälle (0,2 pro langem Ball) und pro Fehlpass gibt es -0,2 Punkte.

 

Weitere Pluspunkte kann ein Schlussmann durch sein Torwartspiel bei den Basispunkten erzielen. Hier werden gehaltene Schüsse, Paraden, Rettungsaktionen im Strafraum, Wegfausten und viele kleinere Statistiken wie z.B. ein Verstoß gegen die Sechs-Sekunden-Regel gewertet. Da aber ein gehaltener Schuss mit lediglich zwei Punkten belohnt wird, ist es schwierig bei einem Spiel mit mehreren Gegentoren im positiven Bereich zu landen.

 

Mit einem insgesamten Durchschnittswert (letzte 40 absolvierte Spiele) von 54 Punkten war auch hier Nicolas der beste Torhüter in der vergangenen Bundesligasaison, Daniel Batz folgt vor Gregor Kobel. Alle Keeper außerhalb der Top Drei haben einen Durchschnittswert von unter 50 Punkten.

 

Hierbei ist allerdings zu erwähnen, dass Batz in der besseren Mainzer Saisonphase zwischen den Pfosten stand. In 21 Spielen kassierte er in der Bundesliga lediglich 27 Gegentore, ein super Wert bei einem Team, das lange gegen den Abstieg kämpfte. Alle Torhüter der abgestiegenen Teams waren außerhalb der Top Fünf. Kamil Grabara erreichte mit durchschnittlich 46 Punkten den besten Wert der Absteiger.

 

Noll wohl eher kein Top-Fünf-Keeper

Auch ein Manuel Neuer und Jonas Urbig sind zusammengerechnet bei Managerspielen weit von der Spitze entfernt, da sie schlichtweg zu wenig zu tun bekommen bei den defensivstarken Bayern. Alexander Nübel (elf Mal zu Null) taucht überraschenderweise nicht in der Top Fünf bei Kickbase auf, er leistete sich den ein oder anderen Fehler, der zu einem Gegentor führte.

 

Neben Nicolas bildeten Kobel, Baumann, Freiburgs Noah Atubolu und Marvin Schwäbe (1. FC Köln) die Top Fünf bei Kickbase. Drei der vier Besten haben sich für Europa qualifiziert (viele Siege) und Nicolas und Kobel (Nummer eins und zwei) haben am häufigsten zu Null gespielt.

 

Bei Sorare ist es im Verhältnis noch entscheidender, ohne Gegentor zu bleiben und Paraden bzw. gehaltene Schüsse werden nicht so gewichtet wie bei Kickbase und das Passspiel ist nochmal unwichtiger. Dementsprechend sollte Noll in seiner neuen Rolle die Torwart-Top-Fünf in der kommenden Saison eher nicht erreichen. Bei Kickbase hat er dennoch eine Außenseiter-Chance.

 

Wenn Paderborn überraschen kann, auch durch einen guten Noll, und im Mittelfeld der Bundesliga landet, so könnte der Neuzugang ein echter Geheimtipp für wenig Geld bei Managerspielen sein.

 

Dafür darf der SCP nicht zu häufig verlieren und muss mehr als fünf Spiele zu Null absolvieren. Dann könnte der junge Keeper mit Paraden und seinem stetigen Passspiel ein fleißiger Punktesammler sein.

 

Ein Resultat in der oberen Hälfte aller Bundesliga-Torhüter ist drin, die Top Fünf erscheint allerdings unwahrscheinlich. Mein Tipp ist ein Ergebnis rund um Platz 8 aller Schlussmänner im deutschen Oberhaus.

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