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Miro Muheim hat sich beim Hamburger SV eindrucksvoll zurückgemeldet. Beim 3:2-Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim feierte der 28-jährige Linksverteidiger sein Saison-Debüt und avancierte mit einem Tor und einer Vorlage zum Matchwinner. An seiner schwierigen sportlichen Situation dürfte sich dadurch allerdings vorerst wenig ändern, wie der kicker berichtet.

 

Nach seiner WM-Teilnahme, dem anschließenden Sonderurlaub und einer Muskelverletzung hatte Muheim den Saisonstart verpasst. In seiner Abwesenheit etablierten sich Neuzugang David Møller Wolfe und Nachwuchstalent Louis Lemke auf der linken Außenbahn. Beide stehen in der internen Rangfolge derzeit vor dem Schweizer.

 

Gegen Hoffenheim kam Muheim nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Nicolai Remberg kurz vor der Pause zunächst im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Dort offenbarte er noch Schwierigkeiten, ehe ihn Trainer Merlin Polzin im weiteren Spielverlauf auf die halblinke Zehnerposition beorderte. Von dort bereitete Muheim den Ausgleich durch Terem Moffi vor und erzielte in der Nachspielzeit selbst den Siegtreffer.

 

„Miro ist sofort eingesprungen, als wir ihn gebraucht haben“, lobte Polzin anschließend. „Umso schöner ist es, dass er sich wieder beweisen und der Mannschaft helfen konnte. Das freut mich persönlich für ihn sehr.“

 

Konkurrenzsituation bleibt schwierig

Trotz des gelungenen Comebacks spricht aktuell wenig für eine dauerhafte Rückkehr in die Startelf. Gegen den VfB Stuttgart dürfte Zakaria El Ouahdi nach seiner Erkältung wieder auf der rechten Seite zur Verfügung stehen, wodurch Møller Wolfe voraussichtlich auf seine angestammte linke Position zurückkehrt. Zudem soll Albert Grønbæk nach seinem Muskelfaserriss im Laufe der Woche die Belastung steigern und könnte perspektivisch eine weitere Option für die Offensive darstellen.

 

Muheim selbst bekräftigte nach seinem entscheidenden Auftritt erneut seine Verbundenheit zum HSV: „Ich bin hier, weil ich hier sein will und noch einen Vertrag habe.“ Dieser läuft im kommenden Sommer aus. Die Hamburger planen auf der linken Außenbahn laut kicker jedoch vorrangig mit Møller Wolfe und Lemke.

 

Für Muheim bleibt damit trotz seiner beiden entscheidenden Torbeteiligungen offen, welche Rolle er künftig unter Polzin einnehmen wird. Sein Auftritt in Hoffenheim hat zumindest gezeigt, dass er auch abseits seiner gewohnten Position wertvolle Impulse liefern kann.

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