©LigaInsider/Getty ImagesPereira Lage verletzt: Prognose und Ersatz
Der FC St. Pauli muss langfristig auf Mathias Pereira Lage verzichten. Der 29-jährige Offensivspieler verletzte sich im Trainingsbetrieb schwer am linken Knie.
Eingehende Untersuchungen brachten dahingehend Klarheit: Wie der Klub offiziell mitteilte, erlitt Pereira Lage eine komplexe Knieverletzung mit Kreuzbandriss. Der Angreifer soll noch am Donnerstag im UKE von Professor Karl-Heinz Frosch operiert werden.
Für Pereira Lage ist die Diagnose ein schwerer Rückschlag. Normalerweise könnten wir anhand unserer Datenbank eine durchschnittliche Ausfallzeit für einen Kreuzbandriss prognostizieren, doch da hier von einer komplexen Verletzung die Rede ist, wird das genaue Ausmaß wohl erst während der Operation deutlich. Deshalb verzichten wir auf eine präzise Prognose. Es ist jedoch zu erwarten, dass die Verletzung auch in der nächsten Saison spürbare Auswirkungen haben wird.
Für St. Pauli kommt der Ausfall zur Unzeit. Im engen Rennen um den Klassenerhalt zählt jede Alternative im Offensivbereich, zumal Pereira Lage mit seiner Flexibilität mehrere Rollen im Angriff übernehmen kann.
Der Verlust wiegt daher nicht nur personell schwer, sondern nimmt dem Trainerteam auch taktische Möglichkeiten.
Als naheliegendste Variante gilt Mathias Rasmussen. Der 28-Jährige könnte die frei gewordene Stelle übernehmen und neben Jackson Irvine ins zentrale Mittelfeld rücken.
In diesem Szenario wäre Joel Chima Fujita ein Kandidat für die offensivere Halbposition auf der linken Seite. Diese Lösung würde die bisherige Statik des Teams weitgehend erhalten.
Eine weitere Möglichkeit wäre ein System mit zwei Spitzen. In diesem Fall könnte Martijn Kaars neben Hountondji auflaufen, während Danel Sinani etwas zurückgezogen die Zehnerrolle übernimmt. Kaars, der in der Hinrunde sein bestes Spiel für St. Pauli gegen Heidenheim lieferte, könnte also ebenfalls eine ernsthafte Alternative sein.
Damit hätte das Trainerteam die Chance, den Ausfall von Pereira Lage nicht nur personell, sondern auch taktisch aufzufangen.
Zunächst richtet sich der Fokus nun auf die Operation und die anschließende Reha. Für das Team gilt derweil, im Saisonendspurt kurzfristig Lösungen zu finden, um den schweren Ausfall bestmöglich aufzufangen.



















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