Diese fünf Zweitligaspieler müssen in die Bundesliga!
Die 2. Bundesliga ist längst mehr als nur eine Übergangsliga oder eine Plattform für Leihspieler. In den vergangenen Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass dort Spieler heranwachsen, die nicht nur den Sprung in die Bundesliga schaffen, sondern sich auch bei Topklubs etablieren.
Aktuelle Beispiele gibt es genug: Ibrahim Maza, Nathaniel Brown, Can Uzun oder Assan Ouédraogo haben den Schritt aus der zweiten Liga nach oben gemacht und zählen inzwischen bei ihren Vereinen zu den relevanten Spielern – alle sogar bei Teams mit höchsten Ambitionen.
Die Liga ist damit nicht nur ein Entwicklungsschritt, sondern zunehmend auch ein echter Talentmarkt. Spieler, die hier konstant performen, bringen häufig genau die Mischung aus Intensität und individueller Qualität mit, die im modernen Bundesliga-Fußball gefragt ist.
Wir werfen einen genaueren Blick auf fünf Akteure, bei denen sich abzeichnet, dass sie diesen Weg als Nächste gehen könnten.

Mohamed Ali Zoma gehört zu den spektakulärsten Offensivspielern der Liga – und das liegt vor allem an einem Faktor: seinem Tempo. Der Italiener wurde bereits im März 2025 bei seinem damaligen Klub UC AlbinoLeffe offiziell mit 37,3 km/h gemessen – ein Wert, der selbst in der Bundesliga historisch wäre. Auch in dieser Saison gehört er mit 35,5 km/h zu den schnellsten Spielern der Liga.
Dieses Tempo ist nicht nur Show, sondern zentraler Bestandteil seines Spiels. Zoma kombiniert seine Endgeschwindigkeit mit extrem explosiven Antritten – ligaweit Bestwert bei Beschleunigungen mit Ball – und zählt auch bei Sprints zu den aktivsten Offensivspielern. Dadurch ist er im offenen Raum kaum zu verteidigen und kann selbst aus statischen Situationen Dynamik erzeugen.
Mit 3,35 progressiven Läufen pro 90 Minuten gehört er zudem zu den effektivsten Ballträgern der Liga. Er überbrückt Räume, löst Drucksituationen eigenständig und bringt sein Team regelmäßig in vorteilhafte Zonen. Im Eins-gegen-eins ist er durch enge Ballführung und Richtungswechsel schwer zu greifen und zieht entsprechend viele Fouls.
Dazu kommt ein für sein Profil bemerkenswert sauberes Kombinationsspiel. Zoma agiert nicht nur als Tempodribbler, sondern auch als verbindender Offensivspieler zwischen den Linien. Seine Vielseitigkeit – einsetzbar auf dem Flügel, als hängende Spitze oder im Sturmzentrum – macht ihn zusätzlich flexibel einsetzbar.
Vom Profil her erinnert er in vielen Aktionen an Jean-Mattéo Bahoya (Eintracht Frankfurt), bringt dabei aber noch mehr Präsenz im Strafraum mit.
Sein Output unterstreicht diese Entwicklung: Mit zehn Toren und vier Vorlagen ist er Nürnbergs bester Torschütze. Für einen Spieler, der erst aus der dritten italienischen Liga gekommen ist, ist das ein klares Signal. Zoma bringt ein Gesamtpaket mit, das klar auf Bundesliga-Niveau einzahlt.
Ein Umschaltteam mit viel Flügelspiel und offensiver Rotation wie der Hamburger SV könnte besonders gut zu seinem Profil passen.

Ein etwas anderes, aber nicht minder spannendes Profil bringt Naatan Skyttä mit. Der finnische Nationalspieler agiert bevorzugt im rechten Halbraum und interpretiert seine Rolle klar invers – mit starkem Zug nach innen und hoher Präsenz im Ballbesitzspiel.
Mit zehn Toren und drei Vorlagen liefert er auch in Sachen Output ab, seine größte Stärke liegt jedoch im Spiel auf engem Raum. Skyttä ist technisch sehr sauber, hat eine enge Ballführung und kann sich auch unter Druck lösen. Sein niedriger Körperschwerpunkt macht ihn schwer vom Ball zu trennen – entsprechend wird er häufig nur durch Fouls gestoppt.
Auch im Bereich Ballprogression gehört er zu den auffälligeren Spielern der Liga. Seine Werte bei progressiven Läufen und Beschleunigungen mit Ball zeigen, dass er nicht nur kreativ, sondern auch dynamisch nach vorne spielt. Dabei hilft ihm seine Spielintelligenz: Skyttä erkennt Räume früh, liest das Tempo von Angriffen gut und trifft in vielen Situationen die richtigen Entscheidungen.
Als Halbraumspieler mit Dribbling, Kreativität und Torgefahr bringt er genau die Elemente mit, die im modernen Bundesliga-Fußball immer gefragter werden.
Eintracht Frankfurt, wo der rechte Halbraum regelmäßig invers bespielt wird (Doan, Amaimouni), könnte optimal zu seinem Profil passen.

Louey Ben Farhat ist eines der größten Talente der Liga – und gleichzeitig einer der komplettesten Spieler in dieser Liste. Der 19-Jährige hat sich beim Karlsruher SC in kurzer Zeit zu einem zentralen Faktor entwickelt und bringt trotz seines jungen Alters bereits ein sehr rundes Profil mit.
Sechs Tore und zwei Vorlagen in 15 Spielen sind ein starker Einstieg, noch interessanter ist jedoch seine Rolle im Spiel. Ben Farhat agiert meist als hängende Spitze oder im offensiven Zentrum und verbindet Kreativität mit Abschlussstärke. Besonders auffällig sind seine vertikalen, linienbrechenden Pässe – hier gehört er ligaweit zu den Top-Spielern auf seiner Position.
Sein Spiel lebt von Technik, Beweglichkeit und Spielverständnis. Mit seinem niedrigen Körperschwerpunkt kann er sich in engen Räumen drehen, Gegenspieler im Dribbling überwinden und Räume für sich oder Mitspieler öffnen. Gleichzeitig arbeitet er gegen den Ball intensiv mit und bringt eine hohe Laufbereitschaft ins Spiel.
Vom Profil her erinnert er an Fábio Silva (Borussia Dortmund): beweglich zwischen den Linien, stark im Kombinationsspiel und mit Gespür für Räume rund um den Strafraum, dabei aber noch mit Entwicklungspotenzial in der Entscheidungsfindung.
Dass bereits mehrere Bundesligisten wie Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen oder Eintracht Frankfurt Informationen eingeholt haben sollen, passt ins Bild. Mit einer kolportierten Ablöseforderung im Bereich von rund 12 Millionen Euro könnte er einer der spannendsten Transfers des Sommers werden.
Aus unserer Sicht könnte Borussia Dortmund mit seinem Profil wieder einen Transfer tätigen, der an frühere, stärker entwicklungsorientierte Verpflichtungen erinnert.

Mit Maik Nawrocki findet sich auch ein defensiver Spieler in dieser Liste, der den Schritt in die Bundesliga absolut gehen kann. Der Innenverteidiger, aktuell von The Celtic FC an Hannover ausgeliehen, bringt ein Profil mit, das im modernen Fußball sehr gefragt ist.
Seine größte Stärke ist die Kombination aus Tempo und Spielintelligenz. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 34,4 km/h gehört er zu den schnellsten Innenverteidigern der Liga, gleichzeitig überzeugt er durch Antizipation und Timing im Defensivverhalten.
Auch die Daten unterstreichen seine Aktivität gegen den Ball: Mit rund 2,5 Interceptions pro 90 Minuten gehört er zu den besten Innenverteidigern der Liga in dieser Kategorie.
Auch im Ballbesitz bringt Nawrocki Qualität mit. Er ist ruhig am Ball, hat eine hohe Passsicherheit (89 Prozent) und kann durch Andribbeln aktiv Raum gewinnen. Dazu kommt ein überraschend hoher Offensivoutput mit zwei Toren und drei Vorlagen.
Sein Karriereweg – geboren und ausgebildet in Bremen, über den Umweg Legia Warschau und Celtic nun wieder in Deutschland – könnte im Sommer den nächsten Schritt nehmen. Hannover 96 verfügt über eine Kaufoption für den Innenverteidiger, die laut BILD bei etwas mehr als zwei Millionen Euro liegen soll.
Der 1. FC Köln, mit Fokus auf Spielaufbau von ganz hinten und höherer Defensivlinie, könnte gut zu seinem Profil passen.

Auch auf der Torwartposition gibt es mit Tjark Ernst einen Spieler, der bereit für den nächsten Schritt wirkt. Der 23-Jährige gehört in dieser Saison zu den konstantesten Keepern der Liga und führt die Statistik der meisten Spiele ohne Gegentor an.
In 28 Einsätzen blieb er elfmal ohne Gegentor und kassierte insgesamt nur 34 Treffer – bei über 45 erwarteten Gegentoren nach „expected Goals against“ (xGa). Diese Differenz zeigt, wie stark seine individuelle Leistung im Vergleich zur Defensivleistung seines Teams ist.
Ernst überzeugt durch Ruhe, gutes Stellungsspiel und zuverlässige Entscheidungsfindung. Gerade in einer Mannschaft, die nicht immer stabil verteidigt, ist seine Konstanz ein entscheidender Faktor.
Auch der Markt reagiert bereits. Mehrere Klubs aus der Bundesliga und sogar aus der Premier League sollen ihn beobachten, zudem soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund fünf Millionen Euro existieren. Zuletzt wurde vor allem der VfL Wolfsburg als konkreter Interessent genannt.
Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation bei Hertha BSC erscheint ein Wechsel im Sommer zumindest gut möglich.
Beim SC Freiburg könnte er perspektivisch eine spannende Option werden – insbesondere vor dem Hintergrund eines möglichen Abgangs von Noah Atubolu, der bereits gehandelt wird.
Diese fünf Spieler stehen exemplarisch für die Qualität der 2. Bundesliga – und für das Potenzial, das in der Liga steckt. Unterschiedliche Profile, unterschiedliche Positionen, aber eine klare Gemeinsamkeit: Sie bringen die Voraussetzungen mit, um auch in der Bundesliga zu bestehen.
Während einige von ihnen bereits konkret im Fokus mehrerer Klubs stehen, könnten andere noch als unterschätzte Optionen gelten. Im Transfersommer 2026 dürfte sich zeigen, wer den nächsten Schritt geht – und wer sich vielleicht sogar auf Anhieb in der Bundesliga etabliert.
Welche dieser fünf Spieler seht ihr am ehesten in der kommenden Saison in der Bundesliga?













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