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Sechs Spieltage sind in der Bundesliga-Saison 2026/27 absolviert.Es ist an der Zeit, neben Toren, Vorlagen und Punkten auch auf die Werte zu schauen, die im Spielalltag gerne mal untergehen: Wer räumt hinten besonders zuverlässig auf? Wer bringt seine Gegenspieler regelmäßig ins Schwitzen? Und welcher Torhüter muss besonders häufig eingreifen?

 

Ein Blick auf sechs ausgewählte Statistiken zeigt, welche Spieler bislang in bestimmten Bereichen herausragen. Dabei geht es nicht immer nur um die absolute Anzahl: Auch die Einsatzzeit und die Rolle innerhalb der Mannschaft helfen dabei, die Zahlen richtig einzuordnen.

 

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Klärungsaktionen im Strafraum: Katić räumt auf

Wenn es im eigenen Sechzehner brennt, ist Nikola Katić besonders häufig zur Stelle. Der Innenverteidiger des FC Schalke 04 führt die Bundesliga mit 48 Klärungsaktionen im Strafraum an. Das entspricht beeindruckenden 8,55 Aktionen pro 90 Minuten – und das bei 505 Einsatzminuten.

 

Mit deutlichem Abstand folgen Elversbergs Lukas Pinckert (38) und Augsburgs Chrislain Matsima (36). Auch Kölns Jahmai Simpson-Pusey (35) und Dortmunds Waldemar Anton (33) gehören zu den Spielern, die besonders häufig im eigenen Strafraum aufräumen.

 

Ein hoher Wert kann für gutes Stellungsspiel und konsequente Defensivarbeit sprechen. Er zeigt allerdings auch, wie oft eine Mannschaft den Gegner überhaupt in gefährliche Bereiche kommen lässt. Viele Klärungen sind deshalb nicht automatisch ein Zeichen für eine besonders stabile Abwehr.

 

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Erfolgreiche Tacklings: Kuruçay setzt sich durch

Bei den erfolgreichen Tacklings teilen sich gleich zwei Spieler die Spitze: Schalkes Hasan Kuruçay und Unions Tom Rothe kommen jeweils auf 17 gewonnene Aktionen. Kuruçay benötigte dafür 494 Minuten, Rothe 540 – entsprechend liegt der Schalker beim Wert pro 90 Minuten mit 3,10 vor dem Berliner (2,83) und wird in der Rangliste auf Platz eins geführt.

 

Dahinter folgen Schalkes Timo Becker und Elversbergs Lukas Petkov mit jeweils 15 erfolgreichen Tacklings. Besonders auffällig ist dabei Becker: Seine 15 Aktionen gelangen ihm in nur 433 Minuten, was einem Schnitt von 3,12 pro 90 Minuten entspricht. Damit liegt er in dieser Kategorie sogar knapp vor Kuruçay.

 

Schalke ist in dieser Statistik gleich mehrfach vertreten. Neben Kuruçay und Becker taucht auch Robin Gosens mit 13 erfolgreichen Tacklings in den Top Ten auf. An Einsatzbereitschaft im direkten Duell scheint es den Königsblauen zumindest nicht zu mangeln.

 

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Erfolgreiche Dribblings: Nusa vor Olise

Ein erfolgreiches Dribbling kann eine kompakte Abwehr mit einer einzigen Aktion aushebeln. Besonders häufig gelingt das bislang Antonio Nusa von RB Leipzig. Der Norweger führt die Statistik mit 16 erfolgreichen Dribblings an und kommt auf 3,12 pro 90 Minuten.

 

Dicht dahinter liegt Bayerns Michael Olise mit 15 erfolgreichen Aktionen. Leipzigs Brajan Gruda und Bayerns Alphonso Davies folgen mit jeweils 14. Interessant ist dabei vor allem der Blick auf die Einsatzzeit: Gruda benötigte für seine 14 Dribblings lediglich 277 Minuten und erreicht damit einen Schnitt von 4,55 pro 90 Minuten – den höchsten Wert innerhalb der Top Ten.

 

Auch Kölns Mikey Moore (13 Dribblings in 315 Minuten) und Elversbergs Campbell (zehn in 279 Minuten) stechen bei der Effizienz hervor. Die absoluten Zahlen zeigen also nicht zwangsläufig die Spieler, die ihre Gegenspieler am häufigsten (pro Einsatzminute) stehen lassen.

 

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Paraden zum Gegner abgewehrt: Atubolu liegt vorne

Bei den Paraden, nach denen der Ball zum Gegner abgewehrt wird, führt Noah Atubolu von Eintracht Frankfurt die Rangliste an. Neun solcher Aktionen stehen für den Schlussmann nach sechs vollständigen Einsätzen zu Buche.

 

Dahinter folgen Loris Karius vom FC Schalke 04 und Elversbergs Nicolas Kristof mit jeweils acht Aktionen. Moritz Nicolas (Borussia Mönchengladbach) und Marvin Schwäbe (1. FC Köln) komplettieren mit jeweils sieben die Top Fünf.

 

Allerdings ist nicht jeder Ball, der nach einer Parade beim Gegner landet, automatisch ein Torwartfehler. Schussschärfe, Platzierung und die jeweilige Spielsituation spielen eine entscheidende Rolle. Die Statistik zeigt deshalb vor allem, bei welchen Torhütern solche Abwehraktionen besonders häufig vorkommen.

 

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Paraden in Sicherheit abgewehrt: Nicolas besonders gefordert

Gladbachs Moritz Nicolas führt die Bundesliga bei den sicher abgewehrten Paraden mit 17 Aktionen an. Damit liegt er vor Loris Karius (Schalke), Nahuel Noll (Paderborn), Finn Dahmen (Augsburg) und Maarten Vandevoordt (Leipzig), die jeweils auf 13 kommen.

 

Gerade bei Nicolas passt die hohe Anzahl zu Gladbachs schwierigem Saisonstart: Die Borussia hat nach sechs Spieltagen bereits 20 Gegentore kassiert. Dass der Schlussmann besonders häufig eingreifen muss, überrascht daher kaum.

 

Die Statistik zeigt aber auch, dass Nicolas trotz der vielen Gegentore regelmäßig Abschlüsse entschärft, ohne dem Gegner eine unmittelbare Nachschusschance zu ermöglichen. Wie stark seine Leistung im Vergleich zu anderen Torhütern tatsächlich einzuschätzen ist, lässt sich aus der reinen Anzahl allerdings nicht abschließend beurteilen.

 

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Großchancen erzeugt: Daghim als Vorbereiter gefragt

Tore schießen ist das eine, sie vorzubereiten das andere. Besonders wertvoll sind Spieler, die ihre Mitspieler regelmäßig in aussichtsreiche Abschlusspositionen bringen. Genau hier setzt die Statistik der erzeugten Großchancen an.

 

An der Spitze steht Hoffenheims Adam Daghim mit sechs herausgespielten Großchancen in 440 Minuten. Damit liegt er vor einer prominenten Verfolgergruppe: Harry Kane und Joshua Kimmich vom FC Bayern sowie Leverkusens Miguel Gutiérrez kommen ebenfalls auf sechs.

 

Daghim weist mit 1,23 erzeugten Großchancen pro 90 Minuten einen leicht höheren Schnitt als Kane (1,22) und Kimmich (1,13) auf. Augsburgs Marius Wolf kommt bei fünf erzeugten Großchancen sogar auf 1,27 pro 90 Minuten.

 

Die Statistik macht deutlich, dass kreative Qualität nicht allein an Torvorlagen gemessen werden sollte. Wer eine Großchance auflegt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Angriffsspiel – unabhängig davon, ob der Mitspieler den Ball anschließend tatsächlich im Netz unterbringt.

 

Fazit: Zahlen mit Aussagekraft – und Grenzen

Die sechs Statistiken zeigen ganz unterschiedliche Qualitäten: Während Katić im eigenen Strafraum besonders häufig klärt und Kuruçay in direkten Duellen auffällt, sorgen Nusa und Olise mit erfolgreichen Dribblings für Gefahr. Daghim wiederum sticht als Vorbereiter hervor.

 

Dabei lohnt sich immer ein zweiter Blick. Viele Defensivaktionen können auch auf großen gegnerischen Druck hindeuten, während hohe Werte pro 90 Minuten gerade bei Spielern mit weniger Einsatzzeit zusätzliche Perspektiven eröffnen.

 

Welche dieser Leistungen überrascht euch bislang am meisten? Und welche Spieler haben sich eurer Meinung nach in den ersten sechs Spieltagen besonders hervorgetan?

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