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Der FC Bayern muss in den kommenden Wochen auf Jamal Musiala verzichten. Der 23-Jährige zog sich beim Aufwärmen vor dem Nations-League-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande (1:1) einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu. Laut Sky-Angaben ist mit einer Ausfallzeit von drei bis vier Wochen zu rechnen.

 

Diese Prognose deckt sich grundsätzlich mit den Erfahrungswerten aus der LigaInsider-Datenbank. Eine punktgenaue Vorhersage ist bei Muskelverletzungen allerdings schwierig – zumal im Fall von Musiala bislang lediglich allgemein von einem Muskelfaserriss die Rede ist. Welche Strukturen genau betroffen sind und welches Ausmaß die Verletzung hat, wurde nicht öffentlich gemacht. Entscheidend wird deshalb der individuelle Heilungsverlauf sein. Zu berücksichtigen ist außerdem die Verletzungsgeschichte seit Sommer 2025. Vor diesem Hintergrund wird der Klub die Rückkehr wahrscheinlich sehr behutsam und geduldig angehen.

 

Ein kleiner Vorteil für Musiala und die Bayern: Die Verletzung ereignete sich zu Beginn der Länderspielpause. Das nächste Pflichtspiel der Münchner steht erst am 10. Oktober beim FC Augsburg an. Bis dahin bleiben rund zwei Wochen für die ersten Schritte der Reha. Für einen Einsatz dürfte diese Partie angesichts der prognostizierten Ausfallzeit dennoch deutlich zu früh kommen. Auch das Champions-League-Spiel bei Viking am 13. Oktober liegt noch innerhalb des erwarteten Ausfallfensters.

 

Leipzig und Arsenal als erste Orientierungspunkte

Interessanter wird es anschließend. Am 17. Oktober empfängt Bayern RB Leipzig, vier Tage später folgt das Heimspiel gegen Arsenal. Zu diesem Zeitpunkt wären seit der Verletzung etwas mehr als drei beziehungsweise knapp vier Wochen vergangen. Bei optimalem Heilungsverlauf könnte Musiala damit zumindest wieder in die Nähe des Spieltagskaders rücken.

 

Ob es tatsächlich so schnell geht, hängt aber nicht allein davon ab, wann der Muskelfaserriss verheilt ist. Vor einer Rückkehr in den Spielbetrieb stehen üblicherweise mehrere Belastungsstufen an: vom individuellen Aufbau und Lauftraining über die Arbeit mit dem Ball und eine Teilintegration bis hin zum vollständigen Mannschaftstraining, wobei die Englischen Wochen zunächst zumindest nicht den üblichen Trainingsrhythmus zulassen. Erst wenn Musiala diese Schritte ohne Reaktion absolviert, dürfte ein Einsatz ernsthaft infrage kommen.

 

Daher sollte gerade das Leipzig-Spiel noch nicht als festes Comeback-Ziel verstanden werden. Angesichts der Vorgeschichte ist vorstellbar, dass es zu eng wird. Auch Arsenal könnte je nach Verlauf noch knapp werden. Das Auswärtsspiel in Freiburg am 25. Oktober liegt hingegen bereits außerhalb der genannten vier Wochen und stellt damit einen späteren Orientierungspunkt dar. Eine Garantie für eine Rückkehr gibt es aber auch für diesen Termin nicht.

 

Saibari rückt als Alternative in den Fokus

Für die Zeit ohne Musiala muss Trainer Vincent Kompany vor allem die Besetzung der Zehnerposition neu ordnen. Mit Ismael Saibari, Serge Gnabry und Lennart Karl stehen drei Spieler bereit, die dort eingesetzt werden können. Nathaniel Brown ist bei Bedarf ebenso eine Option. Die naheliegendste Alternative dürfte zunächst Saibari sein. Er steht voll im Trainings- und Spielrhythmus, sammelte Erfolgserlebnisse und bringt damit gegenüber seinen beiden Konkurrenten aktuell einen wichtigen Vorteil mit.

 

Gnabry und Karl sind dagegen erst vor Kurzem aus längeren Verletzungspausen zurückgekehrt, haben zuletzt aber bereits wieder Einsatzminuten gesammelt. Mit zunehmendem Rhythmus vergrößern sich somit auch für sie die Möglichkeiten, Musialas Ausfall auf der Zehn aufzufangen, was natürlich auch über eine Arbeitsteilung passieren kann.

 

Für Fantasy-Manager ist dabei wichtig, nicht nur diese eine Position im Blick zu behalten. Saibari, Gnabry und Karl können allesamt auch auf den offensiven Außenbahnen eingesetzt werden, wo mit Luis Díaz und Michael Olise weitere namhafte Konkurrenten warten. Saibari war zudem bereits als Kane-Ersatz in Aktion. Musialas Ausfall dürfte die Einsatzchancen des Trios daher insgesamt erhöhen, ohne dass automatisch einer von ihnen sämtliche Minuten auf der Zehn übernimmt.

 

Gerade Saibari rückt für die kommenden Partien dennoch verstärkt in den Fokus. Bei Musiala wiederum sollte sich im Laufe der nächsten Wochen anhand der jeweiligen Reha-Schritte besser abschätzen lassen, ob bereits Leipzig oder Arsenal realistisch werden – oder ob sich seine Rückkehr eher weiter verschiebt.

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