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Für die linke Schienenposition beim Hamburger SV findet Merlin Polzin prinzipiell Potenzial für einen spannenden Konkurrenzkampf vor. Der Cheftrainer beleuchtete am Donnerstag ein wenig die Situation.

 

Neuzugang David Møller Wolfe hat aktuell vermutlich weiterhin die besten Karten. Zwar stehen Polzin mit Louis Lemke und Miro Muheim zwei weitere Alternativen zur Verfügung, doch insbesondere Wolfes bisherige Entwicklung spricht derzeit für ihn.

 

Auf der Spieltagspressekonferenz lobte Polzin genau diesen Aspekt. Wolfe habe die taktischen Anforderungen bereits gut verinnerlicht und zuletzt auch offensiv überzeugt. Mit seiner Vorlage für Albert Grønbæk gegen Köln setzte er erfolgreich die trainierten Inhalte um. Zudem sammelte er während der Länderspielpause weitere Einsatzminuten für seine Nationalmannschaft und befindet sich demnach in einem guten Rhythmus.

 

Offensivstarker Muheim hat noch Nachholbedarf

Nachwuchsspieler Lemke genießt derweil großes Vertrauen. „Louis ist ein toller Junge und es macht sehr viel Spaß, ihn zu beobachten und ihn mitzuentwickeln“, erklärte Polzin. Der Youngster spiele weiterhin eine wichtige Rolle in den Planungen. Bei ihm geht es sicherlich besonders um die langfristige Perspektive.

 

Muheim muss sich dagegen erst wieder herankämpfen. Der Schweizer hat nach seiner längeren WM-Phase im Sommer und einer Verletzung noch Rückstand, den er aufarbeiten muss. „Er ist sehr, sehr offen, das hinzubekommen.“ Laut Polzin bringt er „gerade im Offensivspiel“ Qualitäten mit, „die wenig Spieler so in der Form haben“.

 

Für den Moment spricht einiges weiter für Wolfe als erste Wahl auf der linken Schiene, der die Bahn wie vom Trainerteam erwünscht hoch- und runterrennen kann. „Grundsätzlich ist es aber ein toller Dreikampf um eine Position“, konstatierte Polzin, mit dem vielsagenden Zusatz: „Vielleicht aber auch (um) mehr.“ Ein möglicher Wink, dass zum Beispiel Muheim mal auf einer anderen Position aushelfen könnte. So hätte er in besserer körperlicher Verfassung aktuell ein Kandidat für die offensive Mittelfeldposition sein können, wo es unter anderem Albert Grønbæk zu ersetzen gilt.

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